John Oliver bittet in seiner Sendung "Last Week Tonight" alle Briten, am kommenden Donnerstag gegen den #Brexit zu stimmen. Genüsslich führt er die schlechten Argumente der Befürworter des EU-Ausstiegs vor – gleichzeitig bekommt auch die EU was ab:

"Die EU ist nicht perfekt: Sie ist groß, störend und unbarmherzig bürokratisch. Stellt sie euch vor wie Gerard Depardieu: Ein unhandlicher europäischer Körper, der ein Quell großer Verwirrung ist. Aber wenn Großbritannien die EU verlassen würde, wäre das eine verheerende und destabilisierende Entscheidung. Man sollte also denken, dass das Pro-Brexit-Lager gute Argumente hat. Leider sind die meisten davon aber Bullshit."

Das hält knapp die Hälfte der Briten nicht davon ab, für den Ausstieg stimmen zu wollen – obwohl sich das Britische Finanzministerium, die Bank of England, der Internationale Währungsfond, die OECD, die USA, Japan, China, Indien und natürlich die EU dagegen aussprechen. Jüngste Umfragen in Großbritannien sahen Gegner und Befürworter des Brexits bei jeweils über 40 Prozent. (Tagesschau)

There is an innate British desire to tell Europe to go fuck itself. I feel it too!
John Oliver

Da John Oliver mit viel britischem Humor, guten Vergleichen und vor allem einer saftigen Prise EU-Hass argumentiert, wird es sicherlich auch bei Freunden des Brexit Anklang finden:

Die EU ist eine komplizierte, bürokratische, ambitionierte, anmaßende, inspirierende und zu jeder Zeit verwirrende Institution. Und Großbritannien wäre absolut verrückt, sie zu verlassen. Besonders weil, wenn es bleiben würde, von allen Vorteilen profitieren könnte und sich dabei trotzdem wie ein totaler Arsch aufführen dürfte. Und das ist die britische Art!


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