Jimmy Kimmel ist eigentlich für Witze zuständig. Doch derzeit ist dem US-Moderator nicht zum Lachen zumute. Der 49-Jährige und seine Frau Molly McNearney sind zum zweiten Mal Eltern geworden, aber Sohn William kam mit einem Herzfehler auf die Welt.

Die tragische Geschichte schilderte Kimmel in seiner Sendung – jetzt stehen ihm Prominente von Ex-Präsident Barack Obama bis Hillary Clinton bei. Denn: Es geht um viel mehr als ein Einzelschicksal. Es geht auch um die Zukunft von Obamacare und welche Betreuung Kinder im Gesundheitssystem unter Donald Trump noch erwarten können. 

Jimmy Kimmel findet auf jeden Fall deutliche Worte:

"Wenn dein Baby im Sterben liegt, sollte es egal sein, was du verdienst – darin sind wird uns doch alle einig, egal ob Demokraten oder Republikaner"​
Jimmy Kimmel
Um was geht es?

Zunächst um den Beitrag von Kimmel. Bereits vor mehr als einer Woche habe der kleine "Billy" das Licht der Welt erblickt – das erzählte der Comedian am Montag in einem traurigen Monolog in seiner Show "Jimmy Kimmel Live!". Bei der Geburt wurde ein Herzfehler entdeckt, das Kind musste direkt in einer Not-OP gerettet werden.

Hier könnt ihr die Szene sehen:

Heute strahle der kleine Billy wieder, ganz ohne Schläuche in der Nase und Fehler am Herzen. Es müsse aber damit leben, das Gesicht seines Vaters zu haben, witzelte Kimmel kurz. Dass sein Sohn gerettet werden konnte, verdanke er der Leistung des Children’s Hospital in Los Angeles – und Obamacare. Auf den Monolog reagierten im Netz Hunderte, darunter viele Prominente. 

So unterstützen Obama & Co. Jimmy Kimmel auf Twitter:
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Jimmy Kimmel selbst war von dem großen Zuspruch sehr gerührt:

Und eigentlich:

... geht es um Politik. An die Geschichte seines Sohnes knüpfte Kimmel generelle Überlegungen zum US-Gesundheitssystem: Was geschieht mit Neugeborenen, die das gleiche Schicksal teilen wie Billy? Was macht die Regierung, wenn auf einmal Geld über Leben und Tod eines neugeborenen Menschen entscheidet? 

  • Im Oktober 2013 hatte Ex-Präsident Obama eine neue allgemeine Gesundheitsvorsorge eingeführt, das System wurde rasch "Obamacare" genannt. 
  • Günstige Versicherungspakete sollten Bürgern aus niedrigeren Einkommensschichten eine bezahlbare medizinische Versorgung ermöglichen.
  • Viele Kritiker sahen in Obamacare jedoch Schwächen, Trump hatte die Abschaffung des Systems zu einem zentralen Wahlkampfthema gemacht.
  • Tatsächlich hat Trump mittlerweile eine Art "Trumpcare" vorgelegt; seine Ideen sind jedoch so mangelhaft, dass selbst republikanische Abgeordnete ihm Unterstützung verweigern (bento).

Das unabhängige Haushaltsbüro des Kongresses (CBO) schätzt nun, dass mit der Abschaffung von Obamacare 14 Millionen Menschen ihre Krankenversicherung verlieren würden ("Time"). 

Das ist auch der Umstand, auf den Kimmel in seinem Appell hinweist – und dass Kinder darunter leiden müssten. Denn die hätten gar keine Chance, wenn ihre Eltern nicht versichert sind. Kimmel sagt, unter Tränen:

"Kein Elternteil sollte es sich jemals nicht leisten können, das Leben seines Kindes zu retten. Das darf nicht passieren. Nicht hier."
Jimmy Kimmel

Tech

Microsoft macht jetzt Bildung – und stellt Schüler-Notebook vor

Schneller als Apples MacBook Pro, ausdauernd und hübsch anzusehen: Mit einem neuen Laptop will Microsoft Schüler und Studenten locken. Aber es ist kein Schnäppchen - und die Software ist abgespeckt.

Microsoft will sich im Bildungsmarkt stark machen. Auf einer Veranstaltung in New York hat der Konzern heute ein neues Notebook vorgestellt, das speziell für Schüler und Studenten entwickelt worden sein soll. Wichtiger aber ist die neue Version des PC-Betriebssystems Windows 10, die auf dem Gerät läuft.