Bild: Netflix
Marvel traut sich endlich, eine weibliche Titelheldin ins Rennen zu schicken. "Jessica Jones" ist erwachsener und düsterer als bisherigen Marvel-Umsetzungen.

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Mit Serien ist es wie mit Beziehungen: Wunderschön, bis sie dann vorbei sind. Damit der Schmerz nicht zu groß wird, muss eine neue Lieblingsserie her. Bei Next stellt bento Serien vor, die das Zeug dazu haben.

"Jessica Jones"

13 Folgen à ca. 50 Minuten = 650 Minuten

Für Fans von

"Daredevil", "Veronica Mars" und "Gotham"

Mehr Weiblichkeit

Auf der Leinwand sind Marvel-Heldinnen immer noch sträflich unterrepräsentiert. Black Widow (gespielt von Scarlett Johansson) ist zwar Teil der Avengers, als Titelheldin darf sie aber immer noch nicht auftreten. Jessica Jones bricht jetzt als erste weibliche Marvel-Titelheldin diese männliche Dominanz etwas auf. Das macht sich auch hinter den Kulissen bemerkbar, es sind nämlich mehr Frauen an der Serie beteiligt, als bisher bei Marvel-Produktionen üblich.

Kein Cape

Jessica Jones ist keine Superheldin mit Maske und Umhang. Stattdessen arbeitet sie in New York als Privatdetektivin. Sie besitzt übermenschliche Kräfte, schreckt aber davor zurück, diese mehr als gerade eben nötig einzusetzen. Das traumatische Ereignis, das dazu führte, wird erst nach und nach enthüllt. Die Hauptdarstellerin Krysten Ritter ist bekannt aus "Gossip Girl" und "Gilmore Girls".

Supervillain

Auch hier gilt die Faustregel: Eine Heldin ist nur so gut wie ihr Gegenspieler. Und der ist in diesem Fall überragend: David Tennant, der zehnte Doctor Who, spielt den ominösen Kilgrave als extrem bedrohliche und einschüchternde Figur mit der Macht, die Gedanken anderer kontrollieren zu können.

(Bild: Netflix)
Mutiger als im Kino

Die Geschichte ist weit düsterer als die knallbunten Abenteuer der Avengers. Kein Wunder: Den ersten Auftritt hatte Jessica Jones in einer Heftserie ohne Jugendfreigabe: "Alias", erschienen im Jahr 2001 unter dem Label "Marvel Max", dem Ort für explizite Sex und Gewaltszenen.

Teamgeist

"Jessica Jones" ist nach "Daredevil" die zweite von vier momentan geplanten Marvel-Netflixserien. Hier stehen die etwas unbekannteren Figuren im Mittelpunkt. "Luke Cage", benannt nach dem Hauptcharakter der nächsten Serie, spielt hier bereits eine Nebenrolle. Außerdem soll es eine "Iron Fist"-Serie geben. Ähnlich wie beim Zusammenführen der Avengers verfolgt Marvel auch hier einen langfristigen Plan: Die Helden der vier Serien formen zusammen nämlich das Team The Defenders, für das bereits eine gemeinsame Mini-Serie in Planung ist – folgende Kinoauftritte nicht ausgeschlossen.

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