Es soll jetzt richtig gemein werden.

Fremdscham, Voyeurismus, immer einen drüber – aber eben unfassbar lustig: So kann man die Comedy-Serie "Jerks" beschreiben. Noch vor dem Ende der zweiten Staffel haben Pro7 und Maxdome jetzt angekündigt, dass es eine weitere Staffel geben soll. 

Maxdome-Geschäftsführer Ralf Bartoleit sagte in einer Mitteilung, die Zahlen würden für sich sprechen. "Eine dritte Staffel der Impro-Comedy zu produzieren, lag auf der Hand", so Bartoleit. 

In der Serie spielt Christian Ulmen – deutscher Schauspieler, Autor und Satiriker –sich selbst. Immer an seiner Seite: Sein bester Freund Fahri Yardim (der aus dem Hamburger "Tatort"), der ist auch im echten Leben seit Kindertagen eng mit Ulmen befreundet.

Zu Beginn jeder Folge heißt es: "Die geschilderten Ereignisse beruhen auf wahren Begebenheiten." Außerdem gibt es für die Serie kein festes Drehbuch, die Dialoge sind zum Großteil improvisiert. Das macht die Serie besonders authentisch. Dazu kommen Gastauftritte von Promis wie etwa Ulmens Frau Collien Fernandes-Ulmen, dem Rapper Prince Kay One, Nora Tschirner oder Sido. Wer kommt wohl in Staffel 3?

Ulmen, der auch Regisseur von "Jerks" ist, sagt, er freue sich riesig über den Erfolg der Serie. Außerdem kündigt er an:

Die dritte Staffel wird endlich richtig peinlich, dunkel und gemein.
Christian Ulmen
Endlich!

Momentan läuft noch die zweite Staffel von "Jerks", immer dienstags um 22:15 Uhr auf ProSieben. "Jerks" war die erste deutsche Eigenproduktion eines Streaminganbieters. Netflix und Amazon sind inzwischen nachgezogen, etwa mit der deutschen Erfolgsserie "Dark". 


Fühlen

Mit "Piraten in Batavia" ist eine meiner schönsten Kindheitserinnerungen abgebrannt
Die schönste Bahn im Europa-Park ist für immer verschwunden.

Es gibt Leidenschaften, über die redet man irgendwann nicht mehr, wenn man als Erwachsener halbwegs ernstgenommen werden will. Während viele ihrer verpassten Karriere als Fußballstar nachtrauern oder bei Pferdekoppeln und Müllautos heimlich ins Träumen kommen, stehe ich seit jeher auf Achterbahnen und Fahrgeschäfte.

Bis gestern dachte ich, dass ich mit dieser Liebe ziemlich alleine bin. Doch seitdem ein Feuer am Samstag die Bootsrundfahrt "Piraten in Batavia" im Europa-Park zerstörte (SPIEGEL ONLINE), merke ich, dass ich mich offenbar getäuscht habe. Plötzlich trauern erwachsene Menschen mit Erinnerungsselfies auf Twitter, Tausende haben einen spontanen Nachruf auf Facebook geliked.