"Isle of Dogs"

Welchen Kino-Neustart sollte man auf keinen Fall verpassen und welchen kann man sich getrost sparen? bento stellt dir hier jede Woche den Kinostart der Woche vor, für den sich der Gang ins Kino wirklich lohnt – und nennt dir 5 gute Gründe dafür.

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Die Handlung

Regisseur Wes Anderson ist nach seinem letzten Erfolg "Grand Budapest Hotel" wieder zurück und präsentiert sein wundervolles Stop-Motion Meisterwerk "Isle Of Dogs - Ataris Reise", nachdem 2 Jahre lang an dem Film gearbeitet wurde.

In einem zukünftigen Japan wird eine Hundegrippe zur Gefahr für die Bevölkerung, weshalb der Bürgermeister von Megasaki City kurzerhand alle Hunde auf eine Müllinsel verbannt. Hier finden die Hunde King (Bob Balaban), Chief (Bryan Cranston), Rex (Edward Norton), Boss (Bill Murray) und Duke (Jeff Goldblum) zueinander.

Sie wollen gemeinsam dem Alptraum aus Müll und Schmutz entkommen. Auch der 11-jährige Junge Atari Kobayashi (Koyu Rankin) ist von der Verbannung der Tiere betroffen. Der Sohn des Bürgermeisters hat nämlich seinen besten Freund, den Dalmatiner Spots (Liev Schreiber), verloren. Atari beschließt, von zu Hause zu fliehen, um seinen Freund zu finden und begibt sich auf ein Abenteuer.

Irgendwo auf der tristen Insel fristet sein Vierbeiner ein bitteres Leben. Auf der Suche trifft Atari auf Chief, Rex, Boss, Duke und King. Schaffen sie es alle gemeinsam, von der Insel zu fliehen?

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Die Stars als Hunde

Wer Wes Anderson und seine Filme gut kennt, wird den Cast sofort wiedererkennen. Dieses Mal verleihen sie den Hunden ihre Stimme und so sind Wes Andersons üblichen Verdächtigen wie Bill Murray ("Die Royal Tenenbaums"), Edward Norton ("Moonrise Kingdom"), Tilda Swinton ("Grand Budapest Hotel"), Jeff Goldblum (ebenfalls in "Grand Budapest Hotel" zu sehen) und sogar Yoko Ono dabei. 

"Breaking Bad"-Star Bryan Cranston ist eine Neuheit in dem Cast des Regisseurs und wird ab jetzt vielleicht ebenfalls zum festen Ensemble der Anderson-Crew gehören. Die Gang:

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Die Entschuldigung

Tiere haben schon immer eine große Rolle in Wes Anderson Filmen gespielt, wobei ausgerechnet Hunde immer schlecht weggekommen sind. In "Die Royal Tenenbaums" wird der Beagle überfahren, Snoopy aus "Moonrise Kingdom" fängt sich einen Pfeil ein und sogar das Magazin "The New Yorker" fragte sich bereits, ob Wes Anderson Hunde hasst. Vielleicht war es deshalb an der Zeit, dass auch endlich mal die Hunde zum Helden werden. Könnte das eine Entschuldigung an die süßen Vierbeiner sein? Immerhin mussten sie komischerweise jedes Mal in seinen Filmen leiden.

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Die Stop-Motion-Animation

Mit "Der fantastische Mr. Fox" hat Anderson bereits einen Stop-Motion-Film produziert, der von einem schlauen Fuchs handelt und einem Bauer den Krieg ansagt. Stop-Motion ist eine aufwendige Angelegenheit, weshalb neben haptischen Sets auch auf Computereffekte zurückgegriffen wurde, um die Vielzahl an Figuren zum Leben zu erwecken. 

Die Miniatur-Sets und Kulissen wurden gemeinsam mit dem Modellbauer Simon Weisse in Berlin gebaut, der viele Jahre mit dem Studio Babelsberg gearbeitet hat. Einige der Animationskünstler waren ausschließlich für die Fertigung der Hunde zuständig, andere wiederum konzentrierten sich auf die Menschen. 

Für "Isle Of Dogs" wurden mehr als 900 Figuren verwendet, was die größte Zahl von Puppen darstellt, die jemals ohne 3D-Drucker hergestellt wurden. Die Puppen haben ein aus Metall bestehendes Grundgerüst mit Gelenken, die mit Silikon überzogen und anschließend bemalt und mit Tierhaaren versehen wurden. 

Die Produktion der Figuren und Sets wurde mit 300.000 Euro gefördert und im März 2018 wurde in London eine Ausstellung eröffnet, in der originale Bühnenbilder und Figuren des Films gezeigt wurden. 

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Die Message

"Isle Of Dogs" ist sicherlich kein reiner Kinderfilm, denn hinter den flauschigen Animationen steckt eine Geschichte über wahre Freundschaft, Treue, Unerschrockenheit und die Frage danach, wer wir Menschen sind und wie wir als Gesellschaft sein wollen.

Der Film ist außerdem eine Absage an die Intoleranz und spricht Themen wie Krankheit, Verfolgung, Deportation und sogar Euthanasie an. Deshalb wurde der Film von der Jury der Deutschen Film- und Medienbewertung sogar mit dem Prädikat "Besonders wertvoll" ausgezeichnet!


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