Bild: Netflix
Die Netflix-Serie in unserer "Schaust du noch?"-Kolumne

28 Fahrer, geschätzte 15.000 PS, ein Ziel: der (oder die) Schnellste sein. Die Netflix-Serie "Hyperdrive" ist eine Art Casting-Show für getunte Autos. Fahrerinnen und Fahrer aus der ganzen Welt treten auf einer blinkenden, sich ständig verändernden Rennstrecke gegeneinander an. 

"Schaust du noch?"

Die Komaglotz-Kolumne: Hier stellen wir im Schnellcheck die Binge-würdigsten Serien vor. Neuheiten, wiederentdeckte Klassiker und Perlen, die du nicht verpassen solltest – damit du im Seriendschungel den Überblick behältst. 

Ob du dir "Hyperdrive" anschauen solltest? Verrät dir unser Serien-Check.

Die Serie in einem Satz zusammengefasst:

Stell dir "Fast and Furious" vor, bloß als olympische Disziplin, bei der Doping erlaubt ist und jeder teilnehmen darf.

Vorkenntnisse?

Führerschein Klasse B. Bevorzugt, aber optional.

Wo kann ich's gucken?

Nur auf Netflix, da Eigenfabrikat.

Für Fans von…

...dem dröhnenden Sound, wenn nachts um 2 vor deinem Schlafzimmerfenster ein Porsche ein Ampel-Wettrennen gegen einen Motorradfahrer verliert.

Der Snack zur Sendung:

Eine 5,98-Euro-Dose Energydrink aus der Tankstelle und eine Handvoll Minisalamis.

Dresscode:

Unterhose reicht vollkommen – außer, du musst noch aufs Siegertreppchen.

Diese drei Gefühle wirst du haben:

Ich hasse Autos. Ich liebe Autos. OH MEIN GOTT WIE KRASS IST DIESE RIESENWIPPE???

(Bild: Netflix)

Mit wem kann ich's gucken?

Deinem Fahrlehrer oder deinem Exfreund. Beide halten sich für die größten am Steuer – sind sie aber nicht. 

Was kostet mich der Spaß? 

Die erhabene Position, mit der du bisher immer über "stupide Formel-1-Fans" gelacht hast. 

Der typische Satz: 

"Ich gehe nirgendwo hin, um als Zweiter ins Ziel zu kommen. Niemals." 

Lieblingscharakter: 

Viel zu viele, aber dein Herz wird sich selten so gefühlt haben wie beim ersten Rennen von Stacey Lee May. Die 22-Jährige aus Johannesburg hat all ihr Erspartes ausgegeben, um mit ihrem uralten BMW E30 überhaupt nur die Reise zum Rennen bezahlen zu können! 

Stacey Lee May ist in Südafrika als "Queen of Smoke" bekannt. Und ja: Sie lenkt hier gerade – in der Autotür stehend – mit ihrem Fuß. 

(Bild: Netflix)

Wie lange brauche ich, um es durchzugucken?

Bei 48m/E etwa acht Stunden.

Frauenquote:

Unter 50 Prozent, aber erfreulich hoch.

Das lernst du fürs Leben:

  • Don’t bring a Lambo to a drift race.
  • Leg dich nicht mit deutschen Mamas an.
  • Nur Loser rollen.

'ze fastest couple in Dschörmany: Corinna "Driftbeast" Gräff und ihr Mann Alex.

(Bild: Netflix)

Lieber nicht einschalten, wenn du... 

...am 20.9. bei Fridays fo Future demonstrieren willst. 

Kann ich währenddessen am Handy surfen?

NEIN! Don't text and drive!

Träume ich danach schlecht? 

Höchstens von den Geschmacksunfällen der knallbunt lackierten Autos.

Möchte ich danach meinen Job kündigen und Driftracer werden?

Nein, aber du wirst den vielleicht besten Namen der Welt gehört haben und dein Kind so nennen wollen: FIELDING SHREDDER. (Ja, der heißt wirklich so!)

Wie fühle ich mich nach dem Gucken? 

Wie der Schaltknüppel eines Golf 3 nach illegalen Fahrstunden auf einem Penny-Parkplatz: Durchgenudelt.

Von Gassigehen bis Rallye Dakar: Wie schnell bringt dich "Hyperdrive" auf Touren? 

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Gesamtwertung: 8,3/10 Gewindemuffen


Queer

In Nigeria droht Efe wegen seiner Homosexualität der Tod – trotzdem soll er kein Asyl bekommen

Sein halbes Leben lang hatte Efe ein Geheimnis. Eines von der Sorte, die ihn das Leben hätte kosten können. Efe stammt aus Nigeria – und er ist schwul. 

Homosexualität ist dort nicht nur gesellschaftlich tabuisiert, sondern wird auch bestraft. In den nördlichen Bundesstaaten des Landes steht sogar die Todesstrafe durch Steinigung auf homosexuelle Handlungen. Selbst, wer sich für die Rechte von queeren Menschen einsetzt, muss mit Bestrafung rechnen. (Amnesty International)