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Der Selbstfindungstrip

Wenn sich eine Alltagsfrau plötzlich in einer ungewöhnlich schrägen Situation wiederfindet, dann weiß man, das kann nur ein Melissa McCarthy-Film sein:

Hausfrau Deanna (Melissa McCarthy) hat ihr ganzes Leben der Familie gewidmet und erhält dafür die Quittung. Nachdem sie ihre Tochter Maddie (Molly Gordon) am College absetzt, verkündet ihr Mann Dan (Matt Walsh) im Auto direkt, dass er die Scheidung will und sie mit Maklerin Marcia (Julie Bowen) betrogen hat. Außerdem will er das Haus verkaufen und weil es unter seinem Namen läuft, bekommt Deanna nichts ab. Für Deanna, die ihr Studium im letzten Jahr abbrach, um sich um die kleine Maddie zu kümmern, bricht eine Welt zusammen und erst ist sie vollkommen ratlos. Wie geht ihr Leben weiter? 

Doch dann kommt ihr der Gedanke, dass sie wenigstens ihr Archäologiestudium beenden könnte und schreibt sich deshalb am College ihrer Tochter ein. Maddie ist davon überhaupt nicht begeistert, ihre Mutter jedoch blüht richtig auf. Sie zieht mit ihren Freundinnen aus der Studentenverbindung (Gillian Jacobs, Debby Ryan) um die Häuser und Kneipen und heckt Streiche aus, wie sie ihrer Feindin Marcia eins auswischen kann. Niemand legt sich mit Deanna an, die als DeeRock endlich zu sich selbst gefunden hat.

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Das gemeinsame Projekt

Schon seit ein paar Jahren macht Melissa McCarthy gemeinsam mit ihrem Ehemann Ben Falcone Filme und liefert nach "Tammy - Voll abgefahren" und "The Boss - Dick im Geschäft" nun das dritte Gemeinschaftsprojekt. Für die deftige College-Komödie hat das Ehepaar gemeinsam am Drehbuch geschrieben, während Falcone alleinig die Regie übernahm. Ganz im Stil vom Klassiker " Mach’s nochmal, Dad" aus dem Jahr 1986 haben die beiden somit einen total abgedrehten Selbstfindungstrip einer ganz normalen Hausfrau kreiert.

Melissa McCarthy, das Comedy-Talent:

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Die McCarthy a la Sookie

Wir alle kennen Melissa McCarthy als die abgedrehte Frau, die in ziemlich allen ihren Filmen mit Obszönitäten, formvollendeten Grimassen und Beleidigungen um sich wirft. Von dieser McCarthy finden sich in "How To Party With Mom" jedoch nur Spurenelemente, zum Beispiel während einer Szene beim Scheidungsschlichter. Vielmehr liegt der Fokus auf der herzensguten Mutter mit großer Brille und Dauerwelle, die sich für die Familie aufopfert. 

Somit erinnert uns McCarthy eher an die Rolle der grundsympathischen Sookie St. James aus "Gilmore Girls", mit der die Schauspielerin bekannt geworden ist. Das ist auch der Grund, wieso man Deanna im Film wirklich alles gönnt: Ihre Eskalationen, die erste Studentenparty oder auch ihre kleine Affäre mit dem attraktivsten Studenten (Luke Benward) vom College.

Wie harmlos sie hier noch aussieht:

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Das College-Leben

"How To Party With Mom" erzählt die Geschichte einer Frau, die es immer bereut hat, ihr Studium nicht abgeschlossen zu haben. Als Deanna am College ihrer Tochter ankommt, wird wirklich jedes US-College-Klischee aufgegriffen, das uns allen aus den amerikanischen Filmen so bekannt vorkommt. Sei es die zickige Konkurrentin, laute Studentenverbindungs-Partys mit Haschisch-Brownies, eine düstere Gothic-Zimmergenossin oder das obligatorische Sportevent: Alles davon ist selbstverständlich vorhanden.

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Der Gastauftritt

Natürlich hat der Film auch ein besonderes Highlight zu bieten, als Deannas Mädels eine Party für sie schmeißen wollen, um für ihre Studiengebühren Geld zu sammeln. Die Party stellt sich jedoch als Flop heraus, da jeder bei einem Christina Aguilera-Konzert ist. Nach einem Twitteraufruf ändert sich schlagartig alles und Christina Aguilera erscheint nach langem Warten tatsächlich auf der Studentenparty. 

Es stellt sich heraus, dass Leonor (Heidi Gardner), Deannas Goth-Mitbewohnerin, Christinas Cousine ist und sie dank Deannas Freundlichkeit beschlossen hat, zu helfen. Christina Aguilera performt im Film einen ihrer Songs und legt eine Mordsgaudi mit Deanna hin.


Sport

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