Hier seht ihr den Trailer zur letzten Staffel.

Der Präsident ist tot! Lang lebe die Präsidentin! Der neue Trailer für die sechste und letzte Staffel von "House of Cards" ist draußen und er sieht düster aus.

Spoiler-Warnstufe orange

Wir verraten hier etwas über die Serie oder den Film. Nicht das komplette Ende. Nicht die Mörder-Überraschung. Falls du dich aber ärgerst, wenn wir hier gleich Ereignisse vorwegnehmen: Lieber erst anschauen und dann hierher zurückkommen.

Hier kannst du den Trailer zur letzten Staffel "House of Cards" sehen:

Was verrät uns der neue Trailer über die Handlung der letzten Staffel?

Nach Frank Underwoods (Kevin Spacey) plötzlichem Ableben übernimmt seine Frau Claire Underwood (Robin Wright) das Amt der Präsidentin, da sie zuvor seine Vize war. Allerdings deutet ihr teuflischer Blick darauf hin, dass sie etwas mit dem Tod ihres Mannes zu tun hat.

Die fünfte Staffel endete damit, dass Frank Underwood im Gefängnis saß und Claire, nun Präsidentin, ihn nicht herausholen wollte. Sie blickte in der letzten Einstellung in die Kamera und sagte nur: "Jetzt bin ich dran."

Im Trailer zur sechsten Staffel stimmt Claire Underwood eine Rede über ihre ersten 100 Tage im Amt der Präsidentin an. Sie steht vor einer Gruppe junger Soldaten, denn am Ende der letzten Staffel hat sie der Terrororganisation "ICO" in Syrien den Krieg erklärt.

Im weiteren Verlauf des Trailers sagt sie: "Die Regentschaft des mittelalten weißen Mannes ist vorbei." Damit setzt sie ganz klar auf Frauenpower. Ihre neue Position scheint aber nicht jedem zu gefallen. Schnell macht sie sich Feinde, die am Ende sogar auf sie schießen.

Derweil ist ihr der Chefredakteur der Washington Post, Tom Hammerschmidt (Boris McGiver), immer noch auf den Fersen. Lange schon will er die Machenschaften aufdecken, in die das Ehepaar verwickelt war, um an die Macht zu kommen. Sie sind noch nicht einmal vor mehrfachem Mord zurückgeschreckt.

Warum ist Kevin Spacey in der neuen Staffel "House of Cards" nicht mehr dabei?

Zwar hat das Ende der letzten Staffel bereits darauf hingedeutet, dass Frank nicht so schnell wieder Präsident wird. Sein Tod kam aber wohl erst mit der Entscheidung von Netflix, nicht mehr mit Kevin Spacey zusammenzuarbeiten.

Spacey hat für Aufsehen gesorgt, als ihm der Schauspieler Anthony Rapp im Oktober letzten Jahres sexuelle Belästigung vorwarf. Seitdem kamen mehr Vorwürfe auf und die Staatsanwaltschaft in Kalifornien ermittelt gegen ihn. (SPIEGEL ONLINE)

Nach Rapps Vorwürfen äußerte sich Spacey auf Social-Media dazu und outete sich zudem als homosexuell (bento).


Today

SEK-Beamter nennt sich "Uwe Böhnhardt" – ja, wie der NSU-Terrorist
Zwei Fragen und zwei Antworten

Erst pöbelte ein Mitarbeiter auf einer Pegida-Demo gegen Journalisten (bento), nun gibt sich ein anderer den Namen eines Rechtsterroristen: Das sächsische Landeskriminalamt produziert einen Skandal nach dem anderen.

Worum geht es in dem aktuellen Fall?

Der türkische Präsident Erdogan ist auf Staatsbesuch in Berlin. Sein Besuch wird von einem Großeinsatz der Polizei begleitet. Zur "Eigensicherung" sollen einige der teilnehmenden Beamten bei diesem Einsatz nicht ihren eigenen, sondern einen Tarnnamen verwenden.

Ein Beamter des Landeskriminalamtes Sachsen wählte dabei einen Namen, der jetzt für Empörung sorgt: den des NSU-Terroristen Uwe Böhnhardt.

Der Mann ist Mitarbeiter des sächsischen Spezialeinsatzkommandos (SEK). Auch ein zweiter SEK-Beamter könnte beteiligt sein. Beide sind am Donnerstagabend in die Dienststelle des LKAs beordert worden, am Großeinsatz in Berlin werden sie nicht mehr teilnehmen.

Gegen die beiden Polizisten des Sondereinsatzkommandos wurde ein Disziplinarverfahren eingeleitet. Inwiefern der zweite Beamte involviert war, ist noch unklar. Beide sollen aus dem Dienst entfernt werden, teilte das LKA in Dresden mit. Ihnen wurde ab sofort die Ausübung der Dienstgeschäfte untersagt.

Wie geht es jetzt weiter?

Der LKA-Präsident Petric Kleine sagte zu Focus Online: "Da fehlen mir die Worte. So ein Verhalten ist verantwortungslos und nicht hinnehmbar. Ich bin tief enttäuscht."

In einer Stellungnahme des LKA Sachsen heißt es, man nehme den Vorfall sehr ernst. Das "vollständig inakzeptable, moralisch und ethisch vorwerfbare Handeln" der Beamten sei geeignet, "das Ansehen unserer Behörde und der gesamten sächsischen Polizei nachhaltig zu schädigen", heißt es in dem Statement. (Focus Online)

Warum ist der Vorfall so brisant?

Der "Nationalsozialistische Untergrund" (NSU) war 2011 aufgeflogen. Zuvor hatten Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe im Untergrund gelebt. Sie hatten neun Gewerbetreibende türkischer und griechischer Herkunft sowie eine Polizistin ermordet. Mundlos und Böhnhardt hatten sich nach einem gescheiterten Banküberfall selbst getötet.

Mit Material von dpa