Bild: Netflix

Die Politserie "House of Cards" ist längst ein Stück weit mit der Wirklichkeit verschmolzen. Was der skrupellose, aber fiktive US-Präsident Frank Underwood treibt, erinnert viele daran, was der aktuelle, aber echte US-Präsident Donald Trump so macht.

Seit Dienstag läuft die fünfte Staffel – und auf Twitter lässt es sich die Serie nicht nehmen, reale politische Geschehnisse zu kommentieren. Jüngstes Opfer: Die britische Premierministerin Theresa May.

Großbritannien wählt kommende Woche ein neues Parlament. Es sind vorgezogene Wahlen – Premierministerin Theresa May hat sie im Streit um den Brexit angeordnet (bento). 

Am Mittwoch hätte eine Talkrunde mit den Vertretern der größten Parteien stattfinden sollen. Doch Theresa May wollte sich den Fragen der Journalisten und der Opposition nicht stellen, sie sagte kurzfristig ab. Die anderen Teilnehmer kritisierten sie dafür scharf (BBC).

Und nun legte "House of Cards" mit einem Tweet nach:

Die simple Botschaft an Theresa May:

„"Andere respektieren dich mehr, wenn du Stärke zeigst. Oder wenn du anwesend bist."“

An Großbritannien– beziehungsweise seinen Regierungschefs – scheint sich die Politserie übrigens häufiger zu reiben. Auch David Cameron musste sich schon antwittern lassen:


Gerechtigkeit

Deutschland, dein Umgang mit Asylbewerbern ist beschämend

Wer in Deutschland kein Recht auf Asyl bekommt, muss ständig mit seiner Abschiebung rechnen. Dies kann einen Flüchtling treffen, der erst vor wenigen Monaten nach Deutschland kam und hier straffällig wurde. Dies kann aber auch ein Kind von Einwanderern treffen, das hier geboren wurde, Deutsch spricht, zur Schule ging – und zu der Heimat seiner Eltern gar keinen Bezug hat.

Der zweite Fall kommt leider allzu oft. Zwei aktuelle Beispiele:

  • Am Montag wurde die 14-jährige Bivsi Rana mit ihren Eltern nach Nepal abgeschoben. Das Mädchen wurde in Duisburg geboren, ging hier in die 9. Klasse. Die Abschiebung war rechtens, aber kam trotzdem überraschend: Bivsi wurde mitten aus dem Unterricht geholt und brach in Tränen aus. Seelsorger kümmerten sich danach um die verunsicherten Mitschüler ("WAZ"). 
  • Am Mittwoch wollten Beamte einen 20-jährigen Berufsschüler in Nürnberg aus dem Unterricht holen. Seine Mitschüler und Passanten organisierten spontan eine Sitzblockade für den Afghanen. Sie artete aus, Polizisten mussten den Tumult mit Schlagstöcken auflösen. Der 20-Jährige befindet sich derzeit in Polizeigewahrsam (bento).
In beiden Fällen sollten Schüler aus ihrer Klasse heraus abgeschoben werden.