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Auf der Leinwand sieht es so aus, als wäre Hollywood bereits auf einem guten Weg, was die Gleichberechtigung von Mann und Frau angeht: Dort gibt es Actionheldinnen, Frauen treten in Komödien und Dramen als wichtigste Charaktere auf und am Ende sind Filme mit Frauen in den Hauptrollen auch noch die erfolgreicheren.

Hinter der Kamera sieht es in Hollywood derzeit allerdings noch ganz anders aus: Im vergangenen Jahrzehnt führte nur bei vier Prozent der erfolgreichsten 1200 Kinofilme eine Frau Regie – in Zahlen ausgedrückt waren das gerade einmal 53 Filme.

Aus der "Time's Up"-Initiative heraus haben einige Hollywood-Stars jetzt eine Aktion gestartet, um das zu ändern. Mit der "4 Percent Challenge" sollen sich Filmschaffende dazu verpflichten, innerhalb der nächsten 18 Monate mit einer Regisseurin bei einem Spielfilm zusammenzuarbeiten. 

Während es in den vergangenen Jahren vor allem bei der Repräsentation von Schwarzen in Hollywood-Filmen erhebliche Verbesserungen gab, hat sich beim Thema Regie kaum etwas getan: 2018 lag der Anteil der Frauen im Regiestuhl wieder nur bei 3,6 Prozent.

Das soll sich nun ändern. Mehr als 50 Hollywood-Stars haben sich bereits bei der Challenge eingereiht.

Darunter sind Schauspielerinnen wie Olivia Wilde, Brie Larson und Amy Schumer, aber auch Produzentinnen und Produzenten wie Nina Jacobson, Jordan Horowitz und J.J. Abrams – diejenigen also, die aktiv etwas am Anteil der Regisseurinnen ändern können.

Die "Time's Up"-Bewegung hatte sich im Zuge von #MeToo gegründet, auch um Gesetze gegen sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz voranzutreiben. In diesem Jahr will die Bewegung aber noch einen Schritt weitergehen und die Repräsentation von Frauen in Führungspositionen stärken. Die "4 Percent Challenge" ist dabei nur der Anfang.

Denn in der Filmbranche ist die Regie nur ein Bereich, in dem es viel zu wenige Frauen gibt. Bei den erfolgreichsten 100 Filmen von 2018 lag der Anteil der Produzentinnen bei 18 Prozent, Drehbuchautorinnen machten 15 Prozent aus. (Women and Hollywood)

Bei den Kamerafrauen ist es besonders düster: Sie machten nur drei Prozent aus. Da war es bereits eine kleine Sensation, dass vergangenes Jahr mit Rachel Morrison erstmals eine Frau für einen Oscar in der Kategorie "Beste Kamera" nominiert war. 


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Nein, keine Grundschule in Dresden will Kinder "zwangsislamisieren"
Und nein, es gibt auch kein Schweinefleisch-Verbot für Pausenbrote.

Seit einigen Tagen wird ein Brief von einer Grundschule in Dresden auf Facebook geteilt. Darin geht es um eine Islam-Themenwoche - und um Regeln, die die Kinder nun beachten sollen. Unter anderem wird darin ein Schweinefleisch-Verbot für das Pausenbrot erteilt. 

Die Empörung ist groß. Aber der Brief ist: ein Fake.

Jemand hatte den Brief gefälscht und dann abfotografiert. Das Foto geht seit dem Wochenende durchs Netz, viele Nutzerinnen und Nutzer diskutierten auf Facebook den vermeintlichen Skandal.