Bild: ZDF
Zuschauer wollten gegen die "heute Show" klagen.

Was ist passiert?

Anfang April hatte sich Moderator Oliver Welke in der "heute Show" passend zu Ostern über den Osterhasen lustig gemacht. Es folgte eine Klage gegen die ZDF-Satireshow. Und jetzt der Erfolg vor Gericht: Oliver Welke darf den Osterhasen weiter beleidigen – und ihn sogar kreuzigen.

Worum geht es genau?

In der Satire-Sendung vom 6. April zog Welke so richtig über den Osterhasen her.

  • Er ging der Frage nach, inwieweit der Osterhase eine "zentrale Figur der christlichen Mythologie" ist.
  • Er zeigte einen Plüschhasen beim "letzten Hasenmahl".
  • Und wie der von Judas für 30 Möhrchen verraten wurde.
  • Am Ende gab es dann die Kreuzigung.

Der Anlass für den Beitrag war eine von Erika Steinbach losgetretene Diskussion. Die Vorsitzende einer AfD-nahen Stiftung hatte sich darüber aufgeregt, dass Osterhasen Traditionshasen genannt werden.

Wie wurde die Entscheidung nun begründet?

Mehrere Zuschauer fanden die satirische Betrachtung Welkes so gar nicht lustig. Sie erstatteten Anzeige wegen unzulässiger Beschimpfung religiöser Bekenntnisse. (meedia)

Die Staatsanwaltschaft Mainz hat nun über den Fall entschieden:

  • Die Staatsanwaltschaft sieht keinen Strafbestand in der Satire und verzichtet deshalb auf ein Strafverfahren gegen Welke.
  • Es lägen keine Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen vor, heißt es in der Begründung. (SPIEGEL ONLINE)
"Es ist nicht feststellbar, dass der in Rede stehende Beitrag – mag er auch manchen als geschmacklos erscheinen oder gläubige Christen empören – dergestalt beschimpfenden Charakter im strafrechtlichen Sinne hätte, dass er Glaubensinhalte verächtlich machen würde und deshalb geeignet wäre, den öffentlichen Frieden zu stören."


Streaming

Die "Naddel"-Show war schon jetzt der Tiefpunkt der TV-Woche
Sie so vorzuführen, ist einfach unangenehm.

A Montag durfte ich mich beim Fernsehen anderthalb Stunden lang fremdschämen. Es war unangenehm: RTL hat die Djane und Entertainerin Nadja Abd el Farrag in Hamburg besucht – und für alle sichtbar öffentlich vorgeführt. 

Abd el Farrag, genannt "Naddel", traf auf den Schuldenberater Peter Zwegat. Der hat früher für RTL schon vor der Kamera anderen Menschen die Finanzen vorgerechnet, nun also auch Naddel. Es ist bereits der zweite Termin: Schon im Dezember 2016 war Zwegat bei Naddel in Hamburg und hat sie beraten.

Nun also ein neuer Anlauf, angeblich zum Wohle der Entertainerin – tatsächlich zu ihrem Schaden.