Bild: Netflix
Ja, das Einhorn muss sein.

Nick Sax hat es nicht leicht: Nachdem der  hitzköpfige und korrupte Polizist seinen Job verloren hat, verdient er sein Geld als Auftragskiller. Dabei wird Nick allerdings prompt über den Haufen geschossen. Und dann begegnet ihm auch noch ein kleines, blaues, fliegendes Cartoon-Einhorn namens Happy, das ihn von nun an nicht mehr in Ruhe lassen will.

Happy ist eine Zeichentrickfigur, die in die sonst mit Schauspielern besetzte Serie eingearbeitet wurde. Das blaue Einhorn ist der imaginäre Freund eines Mädchens, das von einem Psychopathen im Weihnachtsmann-Outfit verschleppt wurde. Und Einhorn Happy ist sich sicher: Nur der Ex-Polizist Nick Sax kann das Mädchen retten. 

"Happy!" ist der Wahnsinn in Serie.

Zugegeben, diese Comic-Adaption klingt ziemlich verrückt. Und das ist auch kein Wunder, immerhin basiert die Serie auf einer gleichnamigen Comic-Reihe, die der Kult-Autor Grant Morrison geschrieben hat. 

Der ist bekannt für seine ungewöhnlichen Ideen: Er hat schon Batman gegen Satan antreten lassen und Superman als modernen Gott neu interpretiert. Und nun eben ein Einhorn namens Happy erschaffen, das einem Auftragskiller zur Seite steht.

Das ist der Trailer zu "Happy":

Ungleiche Partner haben Tradition im Buddy-Film-Genre. Ob bei "Lethal Weapon", "Bad Boys" oder "Central Intelligence": Überall treffen völlig unterschiedliche Typen aufeinander und müssen miteinander auskommen. Nirgendwo aber ist die Partnerschaft zwischen zwei Typen abgefahrener als bei Killer Nick Sax und Einhorn Happy.

Sax wird in der Serie vom amerikanischen Schauspieler Christopher Meloni gespielt, den Krimi-Fans aus "Law & Order: Special Victims Unit" kennen. Über zwölf Staffel verkörperte er dort den dauerwütenden Ermittler Elliot "El" Stabler. Im Vergleich zu Happy-Charakter Nick Sax ist selbst Stabler allerdings eine echte Frohnatur.

"Nick Sax vergleicht sein Leben mit einer Toilette, die nicht spült."

Nick Sax ist barsch, gefühllos und jederzeit bereit zum Äußersten. Er hat nichts mehr zu verlieren: Mit dem Ende seiner Karriere ging auch seine Ehe in die Brüche. Der einzige Traum, den er noch träumt, ist der von seinem eigenen Suizid. Sein Leben vergleicht er mit einer Toilette, die nicht spült.

Wenn Nick Sax als Solo-Held auftreten würde, wäre die Serie "Happy!" unerträglich düster. Doch das blaue Einhorn bricht die depressive Grundstimmung immer wieder auf. Nicks Verbitterung setzt er einen unerschütterlichen, naiven Optimismus entgegen, den man so wirklich nur einem Trickfilm-Tier abkauft. 

Und genau diese Kombination macht die Serie sehenswert. 


Tech

"The Inner Circle" soll das Tinder der Reichen und Schönen sein – ich habe die App getestet
Die App will wahr machen, was "Elitepartner" nur verspricht.

Seit Menschen herausgefunden haben, dass man im Internet nicht nur Katzenbilder angucken und USB-Sticks bestellen kann, wird es vor allem auch zu einem Zweck genutzt: Online-Dating.

Der Markt für Dating-Apps ist inzwischen ziemlich gesättigt – und trotzdem versuchen Anbieter immer wieder, mit alternativen Konzepten den Platzhirschen wie Tinder oder Parship die Nutzerinnen und Nutzer abzuwerben.

Einer dieser alternativen Anbieter ist "The Inner Circle": eine App, die eigenen Angaben zufolge "ehrgeizige, ähnlich denkende Menschen" in Kontakt bringen soll. Qualität statt Quantität, so das Leitmotto.