"Auch Serienmörder haben Nachbarn."

Die Vorstadt ist ein seltsamer Ort. Auf den ersten Blick wirkt alles sauber, geordnet, sicher. Für viele gehört ein Häuschen am Stadtrand einfach dazu. Dabei kann man sich nie sicher sein, was hinter den verschlossenen Türen und akkurat getrimmten Hecken wirklich abgeht.

Auch Serienmörder haben Nachbarn.

Das erklärt der 15-jährige Davey direkt in den ersten Minuten des neuen Horror-Thrillers "Summer of '84". Davey ist überzeugt: Sein Nachbar Wayne Mackey ist der Cape May Slayer, der seit einiger Zeit die kleine Gemeinde terrorisiert. Dreizehn Jungen hat der Killer bereits auf dem Gewissen. 

Leichtfertig kann solch eine Anschuldigung aber nicht vorgebracht werden – der stets hilfsbereite Mackey ist nämlich Polizist. Also beginnt Davey selbst zu ermitteln.

Warte mal – erinnert uns dieser Plot nicht an andere große Gruselklassiker? Ja:  

  • In "Disturbia" beobachtet ein Teenager seinen Nachbarn möglicherweise bei einem Mord. Die Neu-Interpretation des Hitchcock-Klassikers "Das Fenster zum Hof" mit Shia LaBeouf macht auch heute noch Gänsehaut.
  • Auch in Stephen Kings "Es" bricht das Grauen in Gestalt von Clown Pennywise über eine scheinbar normale Stadt und eine arglose Gruppe von Kindern herein. 
  • Und natürlich müssen besonders die "Goonies" mit Mördern und jeder Menge Horror zurechtkommen. Der Film war auch eine große Inspration der Duffer-Brüder, der Macher von "Stranger Things".

"Summer of '84" versucht daher gar nicht erst, das Rad neu zu erfinden. Der Film präsentiert sich eher als Liebesbrief an Horror-Abenteuer vergangener Tage.

Wer in den Achtzigern oder Neunzigern groß geworden ist, dem werden die Figuren aus "Summer of 84" direkt vertraut vorkommen: Davey ist der Anführer, sein Kumpel Woody ist der gut gelaunte Dicke, Farraday ist nerdiger als der junge Sheldon Cooper, und Eats ist ein Bad Boy mit weichem Kern. Verliebt sind die Jungs alle – mehr oder weniger heimlich – in die freche Nikki.

Der Film wirkt wie eine Zeitkapsel direkt aus den Achtzigern. Synthesizer-Klänge untermalen das Abenteuer der Kids, während sie, nur mit Taschenlampen und Funkgeräten bewaffnet, ihre Nachforschungen anstellen. Fast erwartet man, dass jeden Moment die "Stranger Things"-Clique auf ihren Fahrrädern um die Ecke biegen. Fans des Netflix-Hits kommen hier sicherlich auf ihre Kosten.

Ein lahmer Abklatsch ist "Summer of '84" trotzdem nicht. 

Der Film kennt die Traditionen und Klischees seiner Vorbiler genau und weiß gekonnt mit ihnen zu spielen. Ist Mackey tatsächlich der gesuchte Killer, oder geht am Ende doch die Fantasie mit den gelangweilten Teenagern durch? 

Mal werden die Erwartungen der Genre-Kenner erfüllt, mal schlägt die Handlung abrupt eine andere Richtung ein. So schafft "Summer of '84" es, bis zur letzten Minute sowohl vertraut als auch spannend zu sein – die perfekte Kombination für einen Grusel-Abend vor dem Fernseher. Passend zum anstehenden Halloween.

"Summer of 84" ist in Deutschland ab dem 26. Oktober auf DVD, BluRay und VOD verfügbar. 


Fühlen

Männer, wie hat sich die Geburt eurer Kinder für euch angefühlt?

Es gibt wohl nur wenige Ereignisse, die eine Frau stärker prägen als die Geburt eines Kindes. Die Wehen. Das Pressen. Das Glücksgefühl, ein Kind zur Welt gebracht zu haben. Bürden, aber auch Privilegien, über die schon viel geredet und geschrieben wurde.

Doch wie läuft eine Geburt eigentlich aus Perspektive von Männern ab? Welche Gefühle haben sie im Kreißsaal? Wie gehen sie mit der Partnerin um? Und was empfinden sie, wenn sie erstmals ihr Kind im Arm halten?

Das haben wir drei Männer gefragt, die in den vergangen zwölf Monaten Vater geworden sind.

Stefan, 24, Destillateur