Unser Kinostart der Woche

1 Darum geht's

Türsteher Tony Lip (Viggo Mortensen) bekommt ein ungewöhnliches Jobangebot: Er soll Chauffeur des begnadeten Jazz-Pianisten Dr. Don Shirley (Mahershala Ali) werden. Der will mit seiner Musik auf Tour gehen, von Manhattan aus bis in den tiefen, konservativen Süden. Doch weil der Film 1962 spielt und Shirley schwarz ist, sind Probleme vorprogrammiert.

2 Was ist das "Green Book"?

Wer als Schwarzer in den sechziger Jahren durch die USA reisen wollte, bekam offenen Rassismus zu spüren. Das "Green Book", benannt nach seinem Autor Victor Hugo Green, war ein Touristenführer speziell für schwarze Reisende. Es zeigte unter anderem Tankstellen und Hotels, in denen sie willkommen waren. Die Ungerechtigkeit dieser Zeit wird im Film "Green Book" deutlich vor Augen geführt. Obwohl Dr. Shirley und Tony Lip den Empfehlungen des Buches folgen, gibt es im Süden jede Menge Ärger mit rassistischen Rednecks.

3 Die Geschichte hinter "Green Book"

Die Geschichte vom Roadtrip eines schwarzen Pianisten mit seinem weißen Chauffeur ist nicht frei erfunden: Tony Lip ist ein amerikanischer Schauspieler, der unter anderem in "The Sopranos" und "Donnie Brasco" mitgespielt hat. Er wuchs in der Bronx auf und musste sich hochkämpfen. Vor seiner Karriere war er deshalb tatsächlich Fahrer des Pianisten Don Shirley. Regisseur Peter Farrelly war von dieser Geschichte so angetan, dass er selbst beim Drehbuch mitschrieb. Es ist für einen Oscar nominiert.

4 Viggo Mortensen: Captain Fantastic fährt jetzt Cadillac

Bereits mit seinem letzten Kinoerfolg "Captain Fantastic" hat Viggo Mortensen die Academy begeistert und wurde in der Kategorie "Bester Hauptdarsteller" nominiert. Auf dieser Liste stand er auch bereits 2008 für "Tödliche Versprechen". Gewonnen hat Viggo Mortensen bisher nicht, aber vielleicht klappt es ja beim dritten Anlauf: Für seine Rolle in "Green Book" ist er wieder für den Oscar nominiert. Die Konkurrenz ist groß:

5 Oscargewinner Mahershala Ali legt nach

Mahershala Ali ist einer, der weiß, wie man bei den Academy Awards nicht nur nominiert wird, sondern auch gewinnt. 2016 hat er für seine Rolle in "Moonlight" den Oscar als bester Nebendarsteller bekommen. In dieser Kategorie ist er auch dieses Jahr wieder nominiert. Dass sich seine Konkurrenten warm anziehen müssen, hat die Verleihung der Golden Globes gezeigt. Hier hat "Green Book" gleich dreimal abgeräumt. Unter anderem Dank Mahershala Ali.

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Mit diesem Boss-Move erklärt Angela Merkel Facebook für beendet

Man kommt zwar immer wieder mal vorbei, checkt Veranstaltungen, stalkt alte Freundinnen und Freunde, vielleicht tauscht man einmal im Jahr das Profilbild – aber viele sind sich inzwischen sicher: Facebook ist tot. 

Das soziale Netzwerk macht meist nur noch mit Skandalen auf sich aufmerksam, es geht um Datenmissbrauch und die Verbreitung von Fake News, um den Einfluss auf Wahlen und Politik. Wer sich viel im Netz bewegt, ist meist schon zu Instagram oder Tik-Tok weitergezogen und nutzt Facebook nur noch in digitalem Pflichtbewusstsein. Es geht aber auch radikaler.

Genau wie der hippe Kumpel, der seinen Account gelöscht hat, hat nun auch Angela Merkel ihren Facebook-Auftritt für beendet erklärt. 

Mit einem 30 Sekunden langen Video hat sich die Bundeskanzlerin am Freitag auf Facebook verabschiedet. Die Begründung: Weil sie nicht mehr CDU-Parteivorsitzende sei – den Job hat seit Dezember Annegret Kramp-Karrenbauer – beende sie ihre Arbeit auf Facebook schon mal. Und das, obwohl sie immerhin noch gut zwei Jahre Bundeskanzlerin sein wird.