Bild: Vimeo / Symphony no. 42
Fünf Gratisangebote gegen Langeweile

Arte streamt eine neue Sci-Fi-Serie, in Facebooks Messenger versteckt sich ein Schachspiel – und der WDR zeigt ein skurriles Frauenmagazin aus den Sechzigerjahren. Fünf Gratisangebote aus dem Netz.

(Bild: Arte)
<p>In der <strong>Serie "Stadt ohne Namen"</strong> trennt eine Mauer die Gesellschaft in Arm und Reich. Auf der einen Seite der Mauer leben arbeitende Städter, auf der anderen Seite hungernde Arbeitslose. In <strong>sechs Folgen</strong> erzählt die Arte-Produktion eine Parabel über soziale Ungleichheit.</p><p>Die Figuren der Serie sind überzeichnet: In der ersten Folge gilt den <strong>armen Slumbewohnern</strong> alle Sympathie, während die Städter als selbstsüchtige Kapitalisten auftreten. Über den Bildern aus der Stadt liegt ein goldener Schimmer, der Slum erscheint in fahlem Grau.</p><p>"Stadt ohne Namen" ist kostenlos in der Arte-Mediathek zu sehen. Folge eins bis drei sind <strong>bis zum 19. Februar 2016 verfügbar</strong>. Die letzten drei Folgen erscheinen am 18. Februar 2016.</p><p><a href="http://www.arte.tv/guide/de/054813-001-A/stadt-ohne-namen-1-6" target="_blank"><strong>"Stadt ohne Namen" bei Arte gucken</strong></a></p>
(Bild: House on Fire)
<p>Es beginnt mit <strong>ein paar Tropfen Blut</strong>. Sie kleben am Boden der Aufzugskabine in der fiktiven Firma Archon. "Das muss ich wohl wegwischen", denkt sich Reinigungskraft Joe – und ahnt nicht, dass ihn die Blutspur zu <strong>einer Zeitmaschine</strong> führen wird. Das Point-and-Click-Spiel <strong>"The Silent Age"</strong> nimmt seinen Lauf.</p><p>Das <strong>Spiel aus dem Jahr 2013</strong> gibt es durch ein neues Update nun auch in einer aufgehübschten Fassung und mit – teilweise holpriger – deutscher Übersetzung. Nutzer von <strong>iOS und Android</strong> können den ersten von zwei Teilen des Spiels <strong>kostenlos</strong> herunterladen. Für PC, Mac und Windows Phone ist das Spiel kostenpflichtig.</p><p>Mit <strong>liebevoller Grafik und hörspielreifem Soundtrack</strong> ist "The Silent Age" die ideale App für Fans von Point-and-Click-Abenteuern. Besonders unterhaltsam sind die <strong>versteckten Scherze der Entwickler</strong> – wie etwa die abstrakte Kunst in der Chefetage von Joes Firma. "Ich würde es nicht wirklich rechteckig nennen, weil es offensichtlich etwas tiefer geht", kommentiert Joe, "aber es sieht einfach aus wie Rechtecke."</p><p><strong>"The Silent Age" <a href="https://itunes.apple.com/us/app/the-silent-age/id580991034?mt=8" target="_blank">für iOs</a>, <a href="https://play.google.com/store/apps/details?id=dk.houseonfire.android.thesilentage" target="_blank">für Android</a> und </strong><strong><a href="http://thesilentage.com/" target="_blank">für PC/Mac/Windows Phone</a> herunterladen</strong><a href="http://thesilentage.com/" target="_blank"></a></p>
(Bild: ARD)
<p>Wer nur flüchtig hinschaut, könnte <strong>"das </strong><strong>Magazin für die Frau"</strong> für einen Loriot-Sketch halten. Aber die hölzerne Sprache und die altbackenen Rollenbilder sind echt. In der <strong>rund 50 Jahre alten Produktion des WDR</strong> geht es um Handarbeit, Erziehungstipps und schicke Frisuren.</p><p>So verkünden die Sprecher zu Beginn der Sendung, die nun <strong>in der ARD-Mediathek </strong>zu sehen ist: "Die Frisur nicht in Ordnung und für den Abend winkt eine Einladung? <strong>Eine Perücke müsste man haben</strong>, sagen sich viele Frauen. Wir haben Ihnen einiges zu diesem aktuellen Thema zu sagen."</p><p><strong>Spießig</strong> will das <strong>historische TV-Magazin</strong> aber nicht rüberkommen. Wenn beispielsweise die Kinder mal zu Hause eine Tanzparty geben wollen, rät das "Magazin für die Frau" zu einer <strong>liberalen Haltung</strong>: Die Eltern sollten die Party besser nicht die ganze Zeit beaufsichtigen – es genüge, wenn sie den jungen Gästen davor und danach die Hand schütteln.</p><p><a href="http://www.ardmediathek.de/tv/Einsfestival/Das-Magazin-f%C3%BCr-die-Frau-TV-Format-der/Einsfestival/Video?documentId=33202226&bcastId=3540670" target="_blank"><strong>"Das Magazin für die Frau" bei der ARD gucken</strong></a></p>
(Bild: Facebook Messenger)
<p>Wer den Facebook Messenger nutzt, kann seine <strong>Freunde nun zu einer Schachpartie herausfordern</strong>. Das Spiel ist in das Chatfenster der Messaging-App eingebettet und wird durch knappe Textbefehle gesteuert. Es funktioniert <strong>auch in der Desktopversion</strong> von Facebook.</p><p>Um eine neue Partie zu starten, müssen Nutzer den Befehl "@fbchess play" an einen ihrer Kontakte schicken. Schon <strong>erscheint ein Schachbrett im Gesprächsverlauf</strong>. Um beispielsweise seinen Bauern auf das Feld e4 zu rücken, muss der Spieler nun "@fbchess Pe4" ins Textfeld tippen – dabei steht der Buchstabe P für "Pawn" (Bauer). Eine <strong>Übersicht über alle Befehle</strong> lässt sich mit "@fbchess help" aufrufen.</p><p>Ein erster Test zeigt: Um alle Textbefehle zu lernen, braucht es etwas Übung. Wer schon mit dem <strong>Notationsverfahren für Schachzüge</strong> vertraut ist, hat einen klaren Vorteil. Während der Partie können sich Spieler <strong>im Chat unterhalten</strong> und das Spiel zu einem beliebigen Zeitpunkt fortsetzen.</p><p>Wer Schach nicht mag, kann seinen Freunden via Texteingabe übrigens auch einfach <strong>süße Tierfotos schicken</strong>: Der Befehl hierfür lautet "@dailycute".</p><p><a href="https://www.messenger.com/" target="_blank"><strong>Facebook Messenger herunterladen</strong></a></p>
5. Kurzfilm: "Symphony no. 42"

"Symphony no. 42" ist ein Trickfilm voller Rätsel: Ein Wolfsrudel tanzt Limbo im Mondlicht; ein Lama fährt Tandem; eine Frau schrubbt ein Gehirn wie ein Stück Parmesan über eine Käsereibe. In den aneinandergereihten Szenen vermischen sich menschliche und tierische Welten, dabei entstehen surreale Bilder.

Offenbar gibt sich der Kurzfilm Mühe, besonders rätselhaft zu wirken. Die Macher zitieren sogar eines der wohl bekanntesten Rätsel der Filmgeschichte: In einer Szene ist der schwarze Monolith aus Stanley Kubricks Klassiker "2001 – Odyssee im Weltraum" zu sehen. Der Monolith regt bis heute Fans und Kritiker zu Interpretationen an.

In Kubricks Kultfilm begutachten vorzeitliche Menschenaffen den Monolithen aufgeregt. In "Symphony no. 42" nutzen sie ihn als Stromquelle für ihre Laptops. "Symphony no. 42" ist kostenlos auf Vimeo zu sehen.

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