"Goodbye Christopher Robin" läuft jetzt im Kino

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Das Winnie-the-Pooh-Biopic

So ziemlich jeder wird Pu den Bären (Winnie the Pooh) kennen und hat mit dem Biopic "Goodbye Christopher Robin" endlich die Gelegenheit, alte Kindheitstage aufleben zu lassen und die Entstehungsgeschichte des vielleicht berühmtesten Bären zu erfahren.

Als der britische Autor A. A. Milne (Domhnall Gleeson) nach dem ersten Weltkrieg wieder in die Heimat zurückkehrt, leidet er an schweren posttraumatischen Belastungsstörungen. Er findet keine Ruhe und es erscheint ihm auch nicht mehr als sinnvoll, weiterhin Komödien für das Londoner Westend zu schreiben. Erst fünf Jahre später, als Milne und seine Frau Daphne (Margot Robbie) in ein Landhaus in Essex ziehen und sie den kleinen Jungen Christopher Robin (Will Tilston) das Leben schenken, kann er sich vom Krieg distanzieren und weiterschreiben.

Die Eltern verbringen nicht besonders viel Zeit mit ihrem Sohn, weil sich das Kindermädchen Olive (Kelly Macdonald) rund um die Uhr mit ihm beschäftigt. Doch als Olive zu ihrer schwerkranken Mutter muss, ist Milne dazu gezwungen, die Zeit mit Christopher Robin zu verbringen. Der Vater sieht, wie fasziniert der Junge mit seinem Teddybären spielt und darauf malen sie sich eine fabelhafte Fantasiewelt aus, in der Pu der Bär große Abenteuer erlebt. Aus dem Spiel wird eins der berühmtesten Kinderbücher, so dass auch bald die Familie ganz unerwartet ins Licht der Öffentlichkeit gezerrt wird.

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Der Star der 1920er

Wie oft hat man sich als Kind (und auch noch als Erwachsener) gewünscht, dass unsere Helden aus Geschichten und Büchern wirklich wahr sind. Man stelle sich nur vor, dass der Junge mit der Blitznarbe aus J. K. Rowlings "Harry Potter"-Reihe plötzlich eine Figur aus dem echten Leben ist und tatsächlich existiert! Was für den ein oder anderen märchenhaft klingt, war Mitte der 1920er Jahre die Realität: Als die Welt erkannte, dass Christopher Robin aus den erfolgreichen Geschichten über Pu den Bären tatsächlich real ist und der Sohn des Autors Alan Alexander Milne ist, wurde der damals achtjährige Junge über Nacht zum Weltstar. Die Familie wurde von Journalisten belagert, stand plötzlich im Rampenlicht und sogar kreischende Fans blieben nicht aus.

Eine Geschichte über einen Jungen und seinen Bären:

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Die Realität hinter dem Kinderbuch

Für viele Kinder bedeutete die Geschichte von Winnie-the-Pooh im Hundert-Morgen-Wald pure Unbeschwertheit und auch als Erwachsener genießt man die Erinnerung an die kindlichen Abenteuer. Für den realen Christopher Robin bedeutete der Erfolg des Kinderbuches leider das genaue Gegenteil. Zwar wirkt der Look des Films, genau wie die Atmosphäre von "Winnie-the-Pooh", sehr idyllisch-gediegen und baut eine inspirierende Wohlfühlatmosphäre auf, jedoch steht im Kontrast dazu die recht ernste Handlung. Form und Inhalt kommen im Film überzeugend zusammen und verbinden Idylle mit düsteren Themen. Sommerliche Waldspaziergänge enden mit aufwärts schneienden Schneeflocken und im nächsten Moment stören gaffende Reportergesichter in Nahaufnahme das einst ruhige Leben der Familie.

Christopher Robins Weg zur Legende:

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Die Rolle der Eltern

Eine weitere Dimension, die dem Film das besondere Etwas verleiht, ist die Rolle der Eltern. Während A. A. Milne als der eher leichtgläubige und traumatisierte Vater dargestellt wird, der nach einer Zeit seine Fehler einsieht und die Konsequenzen daraus zieht, spielt Margot Robbie ("I, Tonya", "Suicide Squad") als Mutter Daphne eine eher unsympathische Rolle. Da sie, nach ihrer eigenen Aussage, bei Christopher Robins Geburt fast gestorben wäre, hat sie für ihr Kind genug geopfert und eigentlich hat sie sich auch ein Mädchen gewünscht. Beide Elternteile scheinen vielleicht auch deshalb ihre eigene Karikatur darzustellen, aber seht selbst.

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Der Preis des Erfolgs

Der niedliche und Honig-versessene Bär war eigentlich ein Geheimnis zwischen Vater und Sohn. So etwas wie Magie, die nur ihnen beiden gehörte - Bis A. A. Milne sich dazu entschied, die intimen Fantasien seines Sohnes zu vermarkten. Weil Milne und seiner Frau das nötige Feingefühl für den richtigen Umgang mit Medien fehlte, wurde Christopher Robin seine ganze Kindheit lang von Reportern belagert, ausgeschlachtet, zu Adeligen zum Tee trinken eingeladen und wie ein Zirkusäffchen behandelt. Der Film "Goodbye Christopher Robin" ist also eine Lektion darüber, welchen Preis der Erfolg mit sich bringt.

Ein Kind muss eine Kindheit haben dürfen:


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