Die 14. Staffel "Germany's Next Topmodel" ist in vollem Gange, und auch diesen Donnerstag mussten Heidi und die Mädchen wieder ran, denn irgendjemand hat diesen Quatsch ja schließlich auf 15 Folgen angesetzt. 

In der "Haute Couture Edition" ging es allerdings weitaus weniger classy zu, als der Name es vermuten ließ. Daran konnte leider auch die wohlerzogene Gastjurorin Toni Garrn nichts ändern.

Was in Folge 6 von GNTM passierte, kannst du hier in unserem Speed-Check nachlesen.

Die Schnellzusammenfassung: 

Das erste Casting steht an, heute ist alles ABOUT YOU. "Wir wollen eure Seele sehen", wünscht sich der Versandhandel-Fuzzi. Mithilfe von Spraydosen materialisieren sich die Seelen in selbstgestalteten Outfits irgendwo zwischen Fingerfarben-Workshop und Heath Ledgers Joker.

Weiter geht’s beim Shooting in der Wüste. In einem Setting, das an den "Spiel und Erholung"-Teil des Sportunterrichts in der Sekundarstufe 1 erinnert, kämpfen die Mädchen mit einem riesigen Stück Stoff und dem fehlenden Teamgeist ihrer zugewiesenen Partnerinnen.

Beim Lauftraining mit Toni Garrn kommt es zu bösen Überraschungen – vor allem für Toni. Und bei der Entscheidung werden vier Mädchen, die sich selbst als Favoritinnen sehen, auf einmal zu Wacklerinnen.

Germany’s Next Topmodel – hier kann jederzeit wirklich alles passieren. So viel ist klar.

Der Dialog, der alles sagt:

Gibt es Zweierteams, heißt das leider auch: Irgendjemand muss mit Joy zusammen arbeiten. Dieses Mal traf es Melissa. Die gab ihr Bestes, sich dem Problemkind Joy etwas anzunähern. Mit, sagen wir mal, mäßigem Erfolg.

Joy: Schatzi, du bist grad echt krass auf mein Fuß getreten, also wäre echt nett wenn du ein bisschen rücken kannst.

Melissa: Tut mir leid mit deinem Fuß.

Melissa: Gib mir mal die Hand!

Joy: Ich würd gern allein, bisschen auf Abstand.

Der emotionale Tiefpunkt:

Als Simone wegen Magenschmerzen mit dem Krankenwagen abgeholt, kurz darauf aber schon wieder mit dem SUV zurückgebracht wird, haben ihre Model-Kolleginnen nur wenig warme Worte für sie übrig. Sie sei selbst schuld an dem ganzen Drama, hört man gar. Autsch – bei so einer Behandlung braucht die Ärmste direkt die nächste "Schmerz-Spritze".

Der emotionale Höhepunkt: 

Als Joy Melissa bei der Elimination doch noch die Umarmung schenkt, nach der sie sie das gesamte Shooting hat hungern lassen.

Der empowerndste Satz: 

"Das Gute ist, dass ihr beide gleich schlecht seid."

Die überraschendste Erkenntnis: 

Dass ein Mädchen namens Alicija in der Show dabei ist. Und sich scheinbar ziemlich gut schlägt, obwohl ProSieben ihr bisher null Minuten Redezeit eingeräumt hat.

Das schönste Product-Placement: 

Die pink flauschigen ProSieben-Bademäntel, die es bestimmt im offiziellen Fanshop zu kaufen gibt. Also, hoffentlich. Weil: Ich will so einen.

Wer fliegt als Nächstes raus: 

Diese Woche gönnen wir Dauerkandidatin Joy mal eine Pause und setzen stattdessen auf Theresia. Die ist jetzt so weit gekommen, wie man durch Petzen und irre Bauchredner-Einlagen kommen kann, und dürfte nun gerne von ihrem Tierfilmer-Freund wieder eingefangen werden.

Wer kommt aufs Cover der deutschen Harper’s Bazaar: 

Vanessa. Eine Frau, die sich beim Modeln auszieht, bevor man sie darum gebeten hat, kann auf ihrem Weg nichts aufhalten. Schon gar nicht Heidi Klum.

Drama-Faktor: 

5/10. Nachdem es beim Casting mit der maximal liebenswürdigen Bonnie Strange viel zu harmonisch zuging, dreht Prosieben die Drama-Schrauben an und lässt die Mädchen gegeneinander Punkte sammeln. "Man muss jetzt noch mal viel mehr an sich selber denken", verstehen die sofort. Die Spannung profitiert davon allerdings nur geringfügig.

Gesamtwertung: 

4/10. Es muss bei "Germany's Next Topmodel" doch noch etwas anderes geben als eine verwirrte Frankfurter Schülerin, die ganz offensichtlich einfach nicht zum Model taugt.

Die offene Frage: 

Wie lautet noch mal der About You-Rabattcode?


Tech

Wie mit Fake-Gewinnspielen Follower generiert werden

100.000 Follower – für Instagrammerinnen und Instagrammer, die als Influencer Geld verdienen wollen, ist das eine magische Grenze. Dann hat man es geschafft, ist nicht mehr bloß "Mikro-Influencer" für kleine Marken, sondern kann auch größere Werbe-Deals an Land ziehen. 

Diese Grenze zu überwinden ist nicht einfach. Manche versuchen es mit Bots, die automatisch anderen Profilen folgen und Posts liken. Andere kaufen ihre Follower einfach ein. 

Wirklich nachhaltig sind diese Methoden nicht: Bots bringen vielleicht für einen kurzen Moment massenhaft Follower, die bleiben aber nicht bestehen. Und gekaufte Follower, die nicht mit den Posts interagieren, sind leicht zu erkennen: Wenn ein Instagrammer mit 50.000 Followern auf neue Bilder lediglich wenige Hundert Likes bekommt, dann sind es wohl keine echten Follower – und der Account für Unternehmen als Werbeplattform uninteressant.

Ein Instagrammer, der es als Influencer geschafft hat, ist Dario Widmer.