Bild: HBO
Bitte, lasst sie nicht wahr sein.

Achtung, Spoiler!

Wenn du diese Serie oder den Film noch nicht gesehen hast – und das noch tun willst, ohne ihren Inhalt zu kennen: Stopp!

Über viele Staffeln hinweg war der Night King nur eine diffuse Bedrohung. Nun, vor dem Finale der 7. Staffel "Game of Thrones" ist klar: Der Anführer der Weißen Wanderer ist da – und er ist der gefährlichste Gegner in Westeros. Mit einem gigantischen Heer an Untoten, sogenannten Wiedergängern, marschiert er auf die Mauer zu. Oh, und er hat jetzt einen Eisdrachen.

Warum vom Night King bislang so wenig zu sehen war? Wir kennen ihn schon längst! Es ist Bran.

Das sagt zumindest eine Fantheorie, die seit Monaten im Netz diskutiert wird, unter anderem bei reddit. Jetzt lieferte die jüngste Folge einen Hinweis darauf, dass das tatsächlich stimmen könnte.

Wie entstand der Night King?

Westeros wurde früher von den Kindern des Waldes bewohnt, eine geheimnisvolle feenartige Spezies. Als die sogenannten Ersten Menschen den Kontinent besiedelten, kam es zum Krieg, viele Kinder des Waldes wurden getötet. 

In ihrer Verzweiflung schufen die Kinder des Waldes einen Gegner, der es mit den Menschen aufnehmen kann: den Night King. Dazu fesselten sie einen Menschen an einen Baum und trieben ihm einen Dolch aus Drachenglas ins Herz.

(Bild: HBO)
Wie kann dann Bran der Night King sein?

Bran Stark ist nicht länger nur er selbst, sondern seit der 6. Staffel auch der Dreiäugige Rabe. 

  • Diese Figur kann in Visionen in der Zeit zurückreisen oder in die Zukunft blicken – die Fähigkeit wird Grünsehen genannt.
  • Außerdem kann sie in andere Menschen hineinschlüpfen, was Wargen genannt wird. 

So ist es dem Raben möglich, zu sehen, was ein anderer sieht – und in seltenen Fällen sogar dessen Handlungen zu kontrollieren. Wie im Fall von Hodor geschehen. In einer Vision in Staffel 6 sieht Bran, wie der Night King von den Kindern des Waldes erschaffen wurde. 

Bran hatte einen Lehrmeister, den vorherigen Dreiäugigen Raben. Dieser erklärt ihm, wie gefährlich das Wargen ist. Wer zu lange in einem Körper verweilt, kann in ihm gefangen werden. 

Die Theorie sagt: 

Bran versuchte, in den Mensch zu wargen, der zum Night King wird, um dessen Erschaffung zu verhindern.

Der Versuch schlägt allerdings fehl – und Bran wird im Körper des untoten Eiskönigs gefangen.

Was die Theorie unterstützt:

Eine weitere Theorie – die sich in immer mehr komplizierten Zeitsträngen verhakt. Bran bemerkte sein Scheitern – er existiert nun als Version in der Gegenwart und als böses Alter Ego im Körper des Night King in der Vergangenheit.

Um die Taten ungeschehen zu machen, versucht Bran immer wieder an verschiedene Punkte der Geschichte zu reisen. Der Theorie nach soll er unter anderem:

  • Bran, der Erbauer sein. Das ist ein Charakter, der 8000 Jahre vor den aktuellen Geschehnissen lebte – und der die Mauer zum Schutz vor den Weißen Wanderern erschuf.
  • in den Körper von "Mad King" Aerys II. geschlüpft sein. Demnach wurde der König nur verrückt, weil er Brans Stimme im Kopf hörte, der vor den Wanderern warnen wollte: "Verbrennt sie alle!"
(Bild: HBO)
Welche Szene aus der jüngsten Folge soll nun die Bran-Night-King-Theorie bestätigen?

Schlicht und einfach das Outfit. Der Night King trägt einen Gehrock, wie ihn auch Bran schon oft getragen hatte:

Das mag etwas banal klingen, aber es könnte ein guter Hinweis darauf sein, wie die Serienmacher versuchen Andeutungen zu streuen. 

Als zum Beispiel Jon Snow zum König des Norden gewählt wurde, änderte sich kurz zuvor sein Outfit: weg vom Nachtwachen-Fell hin zu klassischer Stark-Rüstung. Fans hatten es richtig erkannt (Time).

Ausgerechnet die Kleidung des Night King könnte nun zeigen: Tief in ihm lebt Bran. 

Es würde ein bittersüßes Ende für "Game of Thrones" bedeuten: Jon müsste vielleicht seinen jüngeren Brüder in der Gegenwart töten – um den Night King aus der Vergangenheit besiegen zu können.

Noch mehr Hintergründe zur aktuellen Folge:


Streaming

Schau dir bloß nicht den neuen "Blade Runner"-Trailer mit Ryan Gosling an
Er ist zu gut.

Am 5. Oktober kommt "Blade Runner 2049" ins Kino. Der Film ist die Fortsetzung von "Blade Runner" aus dem Jahr 1982 – nun verrät der neue Trailer: Es wird wieder eine richtig gute, dystopische Zukunftsvision.

Es sieht einfach zu gut aus – und das will nun wirklich keiner sehen.