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Spoiler-Warnstufe rot

Wir haben dich gewarnt. Hier verraten wir alles. Wenn du die Serie oder den Film noch nicht gesehen hast und das noch vor hast, betrittst du diese Seite auf eigene Gefahr.

Das Finale der jüngsten "Game of Thrones"-Staffel begann mit einem Knall – als Cersei die Kathedrale der Spatzensekte in die Luft jagte – und endete mit einer Drohkulisse – als sie neue Königin auf dem Iron Throne wurde (Hier kannst du die Rezension lesen). Auch sonst passierte viel: Jon Snow wird König im Norden und Daenerys Targaryen setzt endlich über die Narrow Sea.

Plötzlich befindet sich die Serie auf der Zielgeraden. Bis zum großen Finale verbleiben wohl nur noch 13 Folgen, die sich voraussichtlich auf zwei kurze Staffeln verteilen (Variety). In zwei Jahren endet also das Spiel um den Iron Throne. Es bleibt nicht mehr viel Zeit, um alle Konflikte aufzulösen und alle Gegner aufeinandertreffen zu lassen.

Staffel 7 startet wahrscheinlich im April 2017. Bis es soweit ist, haben wir uns einige brennende Fragen angeschaut:

1. Rhaegar + Lyanna = Jon – Was bedeutet das?

Schon seit Jahren spekulieren Fans über die wahre Herkunft von Jon Snow. Bisher galt er als Bastard von Ned Stark und einer Unbekannten. Die beliebteste Fan-Theorie besagte aber: Jon ist der Sohn von Ned Starks Schwester Lyanna und sein Vater ist Targaryen-Kronprinz Rhaegar war. R+L=J. Das wurde nun im Staffelfinale bestätigt. In einer Vision sieht Bran, wie sein Vater Ned als junger Bursche auf seine Schwester trifft. Sie hat ein Baby geboren und liegt im Sterben. Ned verspricht ihr, sich des Kindes anzunehmen.

Ob der Vater wirklich Rhaegar ist, bleibt aber noch unbestätigt. Kommt es so, wäre Jon der Neffe von Daenerys und der letzte männliche Nachkomme des Hauses Targaryen. Er könnte also berechtigten Anspruch auf den Eisernen Thron erheben. Das allerdings nur, wenn R+L keine heimliche Liebe, sondern eine legitime Ehe war. Das doppelt royale Blut – die winterliche Stark-Linie und die feurige Targaryen-Linie – würde Jon auf jedem Fall auch durch den Originaltitel der Buchvorlage als König auf dem Iron Throne legitimieren: "A Song of Ice and Fire"!

Bisher kennt jedoch nur Bran die Wahrheitn aus seiner Vision. Es bleibt abzuwarten, wann Jon sie erfährt und wie er damit umgeht.

Die sechste Staffel im Überblick:
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2. Welche Rolle spielen Brans Visionen?

Neben Jon Snow ist Bran nun der einzig verbleibende männliche Stark-Erbe. In der sechsten Staffel hat er jenseits der Mauer gelernt, seine übernatürlichen Gaben zu kontrollieren. Dazu gehört auch die Fähigkeit, in die Vergangenheit zu sehen. Praktisch ist das allemal, vor allem für neugierige Zuschauer. Allerdings bleibt unklar, wie weit Brans Gabe reicht.

Brans Lehrmeister, der Dreiäugige Rabe, behauptete, man könne die Vergangenheit nur besuchen, aber nicht verändern. Doch Bran scheint genau das zu tun: Er beeinflusst auf übernatürliche Weise den jungen Hodor. Als sich Bran und seine Gefährten von Eiszombies umzingelt sahen, bittet er in der Vergangenheit Hodor um Hilfe: "Hold the Door!" Erst dadurch wurde Hodor zu dem, den wir kennen (bento). Eine Stimme, Brans Stimme, hat ihm zugesetzt.

Und auch als Bran seinem Vater Ned bei der Szene mit Lyanna am Tower of Joy nachspioniert, scheint Ned kurz das Rufen Brans zu hören – auch wenn er dann niemanden sieht.

Wer mit Zeitreise-Logik vertraut ist, könnte argumentieren, dies sei vom Schicksal stets vorgesehen gewesen und keine nachträgliche Veränderung. Mag sein. Unumstößlich bleibt aber, dass Bran beide Male aktiv in die Vergangenheit eingegriffen hat. Es drängt sich die Frage auf, welche Ereignisse in Westeros womöglich noch vom ihm beeinflusst wurden. Am gruseligsten wäre die Vorstellung, das Bran – bewusst oder unbewusst – die Wahnvorstellungen des "Mad King" ausgelöst hat. Und damit sowohl den Brand in King's Landing aus auch die Thronfolgekriege, die Westeros in das Chaos gestürzt haben, in dem es heute steckt.

3. Wie lange bleibt Cersei auf dem Thron?

Eigentlich sollte ja keiner, der halbwegs bei Vernunft ist, Lust haben, den Iron Throne zu besteigen. Mord, Jagdunfall, Vergiftung, Selbstmord – kein Herrscher macht es lange.

Nun sitzt Cersei als erste Frau auf dem Eisernen Thron. Sie übernahm, nachdem sich ihr Sohn Tommen in den Tod gestürzt hat. Doch wie lange wird sie dort bleiben? Cersei-Darstellerin Lena Headey selbst glaubt nicht, dass ihre Regentschaft von langer Dauer sein kann (Entertainment Weekly).

Auch die Mystik spricht gegen sie: In ihrer Jugend erhielt sie eine Prophezeiung von einer Wahrsagerin. Die sagte unter anderem voraus, dass Cersei eine Zeit lang Königin sein wird, ehe eine jüngere, schönere Königin ihr alles nimmt. Cersei dürfte dabei zuerst an Tommens Ehefrau, Margaery Tyrell, gedacht haben. Genauso gut kann aber Daenerys gemeint sein – die sich am Ende des Staffelfinales mit ihrer Flotte Richtung Westeros aufmacht.

Ein weiteres Detail der Prophezeiung: Cersei werde einst durch die Hand des "Valonqar" sterben, Valyrisch für "jüngerer Bruder". Das könnte Tyrion Lannister sein. Oder auch ihr Liebhaber und kurz nach ihr geborener Zwillingsbruder Jaime. Der ist schon als "King's Slayer" verrufen, weil er einst den Mad King tötete, um zu verhindern, dass dieser King's Landing in Brand setzt. Nun hat Cersei die halbe Stadt abgebrannt – und Jaime wohnte ihrer Krönung sehr besorgt bei.

4. Was plant Littlefinger?

In der sechsten Staffel spielte der intrigante Petyr Baelish zur Abwechslung mal mit offenen Karten – für seine Verhältnisse jedenfalls. Nur durch seine Unterstützung konnte Jon den "Battle of the Bastards" gewinnen und Winterfell zurück erobern.

Ob diese Allianz von langer Dauer sein wird, ist allerdings fraglich. Im Staffelfinale macht Littlefinger klar, dass er den Eisernen Thron will. Und Sansa als seine Königin. Die erteilt ihm jedoch eine Abfuhr: "That's a pretty picture". Zu allem Überfluss wird kurz darauf Jon von seinen Männern zum König des Nordens ausgerufen.

Noch beschränkt Littlefinger sich auf böse Blicke. Dabei wird es aber wohl kaum bleiben. Schließlich haben wir es hier mit dem Mann zu tun, der in der ersten Staffel Ned Stark mit den Worten verriet:

5. Was wird aus Arya?

Im Staffelfinale kehrt Arya nach Westeros zurück und kann direkt einen Namen von ihrer Todesliste streichen: Arya setzt Walder Frey erst seine eigenen Söhne als Fleischpastete vor und schneidet ihm dann die Kehle durch. Blut, dass aus dem Hals quellt – genauso qualvoll starb Aryas Mutter beim "Red Wedding" zuvor im Hause Frey.

Der Anfang der Rache ist also genüge getan und Aryas angekündigter Rückkehr nach Winterfell steht nun eigentlich nichts mehr im Wege. Doch wie wird Arya dort aufgenommen werden? Aus dem liebenswerten Wildfang, den wir in der ersten Staffel kennen gelernt haben, ist in den letzten Jahren eine eiskalte Killerin geworden.

Gibt es für diese Arya überhaupt noch einen Platz in Winterfell? Zumindest mit Sansa dürfte sie da nur wenige Probleme haben: Die einstige Prinzessin hat sich in eine mutige und selbstbewusste Frau verwandelt, die sich nicht mehr hinter Männern verstecken muss. Und auch Jon, dessen moralischer Kompass zwar noch am intaktesten beim ganzen Cast erscheint, hat mittlerweile viel Elend erfahren. Die Stark-Kinder, sie könnten eine perfekte Selbsthilfegruppe aufmachen.

6. Bruderkampf ade?

Jahrelang wurde über ein mögliches Duell zwischen dem Hund und dem Berg spekuliert. In Fan-Kreisen wurde der Bruderkampf "Clegane Bowl" getauft und galt schon als sichere Sache (Cinemablend). In der sechsten Staffel mussten die Fans sich nun von dieser Idee verabschieden – zumindest vorübergehend.

Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Der Berg steht als seelenloser "Frankenmountain" treu an der Seite Cerseis. Und auch mit dem Hund darf in der nächsten Staffel wieder gerechnet werden. Er hat sich inzwischen der Bruderschaft ohne Banner angeschlossen, um seine früheren Untaten wieder gut zu machen. So befinden die Brüder sich zwar nicht auf direktem Kollisionskurs, wohl aber in entgegengesetzten Lagern.

Sollten beide Brüder Nahtod-Erfahrungen überlebt haben, nur, um sich danach nie wieder zu begegnen? Aus erzählerischer Perspektive wäre das eine verschenkte Gelegenheit, und dafür ist "Game of Thrones" ja nun wirklich nicht bekannt. Vielleicht gibt es den Clegane Bowl ja im Laufe der siebten Staffel doch noch zu sehen.

7. Kommt die Schlacht der Targaryens?

Die nächsten beiden Staffeln versprechen große Schlachten: Sowohl Dorne als auch das Haus Tyrell haben sich bereits mit Daenerys gegen King's Landing verbündet. Es dürfte Cersei als neuer Regentin schwer fallen, die Invasion der Drachenmutter zurückzuschlagen; das Lannisterheer ist nach jahrelangen Kriegen müde und die Verbündeten im Vale sind nach dem Tod Walder Freys nun in Auflösung begriffen.

Doch wie wird Jon, der frisch gekürte König des Nordens, reagieren? Auf die Seite des Lannister-Clans wird er sich, nach allem, was geschehen ist, sicherlich nicht schlagen. Genauso wenig dürfte er aber eine Invasion seiner Heimat tatenlos mit ansehen. Ist dann tatsächlich Targaryen-Blut in ihm (siehe R+L=J), dann besitzt er wohlmöglich ähnlich wie Daenerys die Fähigkeit, Drachen zu zähmen.

Falls es keine Einigung gibt, könnte Jon also momentan der gefährlichste Gegner für Daenerys sein. Beide verfügen über schlagkräftige Armeen und treue Verbündete. Ein "Targaryen Bowl" könnte ein ebenso großer Nagelkauer werden wie der Battle of the Bastards. Allerdings müsste er wohl fast zwangsläufig in Tränen enden – zumindest für eine Seite.

Der alten Zeiten wegen... Hier ist der Recap der fünf ersten Staffeln:
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Art

Wegen dieses Instagram-Accounts essen die Japaner kein Brot mehr
Sie schauen es nur noch verträumt an.​

Es gibt nur wenige Nationen, die so viel Leidenschaft ins Brot backen wie die Deutschen. Aber nun kommt Konkurrenz aus Japan. Eine Mutter aus Tokyo zaubert in schnödes Weißbrot bunte Muster und Farben. Das Ergebnis teilt sie auf @konel_bread.

Die Bilder sind so schön, dass da eigentlich keine Scheibe Wurst mehr draufpasst. Und auch kein Dinkelaufstrich.

Inspirieren lässt sich die Mutter nach eigenen Angaben von den Zeichnungen ihrer Kinder: