Bild: HBO
Der Episodencheck zur fünften Folge

Die "Game of Thrones"-Episode der vergangenen Woche war, sagen wir mal, umstritten: In der Film- und Serien-Datenbank "IMDB" bewerteten Fans die Folge mit gerade einmal 6,4 von 10 Sternen – und damit so schlecht, wie keine andere bisher. Kann Folge 5 nun den Abwärtstrend umkehren?

Hier ist der Episoden-Check zur fünften Folge der achten Staffel "Game of Thrones".

Spoiler-Warnstufe rot

Wir haben dich gewarnt. Hier verraten wir alles. Wenn du die Serie oder den Film noch nicht gesehen hast und das noch vorhast, betrittst du diese Seite auf eigene Gefahr.

1 "Die Glocken" in zwei Sätzen:

Muttertag bei "Game of Thrones" – und die Mutter der Drachen dreht durch.

2 Die beste Szene

In der fünften Episode kommt es zu zwei Abschiedsszenen: zwischen Tyrion und Jaime und schließlich zwischen Arya und Sandor Clegane, dem "Hund". Wie sich Arya bei ihrem ehemaligen Gefährten bedankt, das wird uns gut in Erinnerung bleiben – egal, wie die Serie ausgeht.

3 Was denkt Twitter über die aktuelle Folge?

Viele Fans reagieren vor allem mit Unverständnis über die Entwicklung von Daenerys.

Es gibt aber auch andere Stimmen:

Versteht jemand Daenerys‘ Logik?

Hätten wir doch mal auf Emilia Clarke gehört.

Und dann war da noch diese Schlussszene:

Nächste Woche dann so:

4 Wie geht es jetzt weiter?

Es scheint beinahe, als würde sich die allerletzte Episode von "Game of Thrones" – das Serienfinale – hauptsächlich um eine Frage drehen: Wie wird Daenerys das Zeitliche segnen? Unvorstellbar, dass zahlreiche ihrer wichtigsten Verbündeten ihr jetzt noch zur Seite stehen. Wird Jon sie jetzt umbringen, da er das wahre Gesicht seiner Königin gesehen hat? Wird es Arya sein, die sich nun mit Sicherheit Danys Namen auf ihre Liste geschrieben hat?

Die Prophezeiung besagte ja auch, dass Arya grüne Augen schließen werde – einige Fans waren sich deshalb sicher, dass sie nach dem Nachtkönig auch Cersei umbringen würde. Da dies nun nicht eingetreten ist, könnte Daenerys die Frau mit den grünen Augen sein, die es stattdessen erwischt. Doch ist die Augenfarbe der Drachenmutter wirklich grün? Zumindest die von Schauspielerin Emilia Clarke sieht so aus, in den Büchern werden die Augen von Daenerys allerdings als lila beschrieben. Trotzdem: Dass der große Fokus auf Arya (und der geringere auf Jon) in dieser Episode liegen wird, legt zumindest nahe, dass die jüngste Stark-Tochter Gerechtigkeit fordert.

Die Frage, die danach zu beantworten sein wird: Wer besteigt den Eisernen Thron (sofern er noch in den Trümmern des Red Keep auffindbar ist)? Jons Grund, nicht zum Herrscher der sieben Königslande zu werden, war ja bislang vor allem, dass er Daenerys den Vortritt lassen wollte. Wenn diese aber tot ist, was soll ihn dann noch aufhalten? Aber nun ja, wir sind hier bei "Game of Thrones" – ihn könnte wohl noch so einiges aufhalten.

5 Fun Facts

  • Der Schatten eines einzelnen Drachen, der über Königsmund fliegt: Diese Vision hatte Bran bereits in der vierten Staffel. Jetzt, fünf Jahre später, ist genau das eingetroffen.
  • Jamie Lannister – mal auf der einen, dann wieder auf der anderen Seite – stirbt ganz so, wie er es sich gewünscht hatte. Zumindest könnte man das glauben. Aber wer weiß schon, was wirklich in Jamies Kopf vor sich geht.

6 Was sagen die Buchmacher?

Die setzen an erster Stelle auf Bran Stark als denjenigen, der am Ende den Eisernen Thron besteigt, gefolgt von seiner Schwester Sansa. Petyr Baelish alias Littlefinger hat ihrer Meinung nach übrigens gar nicht so schlechte Chancen auf die Herrschaft, er rangiert dicht hinter Arya. Wie wohl Fans darauf reagieren würden, wenn am Ende ein von den Toten auferstandener Littlefinger regieren würde?


Queer

Regierung will Transsexuellen-Gesetz ändern, das sagen Betroffene
"Das wird vielen Menschen das Leben noch schwieriger machen"

Die Regierung will das Transsexuellengesetz ändern. Der von Buzzfeed" veröffentlichte Entwurf von Justiz- und Innenministerium umfasst 31 Seiten voller Neuregelungen. Schon an diesem Freitag sollen Fachverbände und Parteien ihre Stellungnahmen dazu einreichen – spätestens.

Entweder Mann oder Frau, dazwischen oder daneben gibt es eigentlich nichts, so steht es bisher im Transsexuellengesetz, kurz TSG. Das Gesetz ermöglicht seit 1981 Angleichungen an eine von zwei Optionen. Mehr nicht. Bis heute gibt es viele Hürden, unter anderem muss ein Amtsarzt ein Gutachten schreiben.

Das Bundesverfassungsgericht hat schon mehrfach Teile des Gesetzes für verfassungswidrig erklärt und eine dritte Option neben Mann und Frau gefordert. Jetzt soll das Gesetz endlich reformiert werden. Wirklich durchdacht wirken die Pläne der Regierung aber nicht.

Wir haben uns den Gesetzentwurf mit Betroffenen zusammen angesehen. 

Was steht im Gesetzesentwurf?

  • Künftig sollen Änderungen des Geschlechtseintrags in der Geburtsurkunde erst nach drei Jahren neu beantragt werden können. Viele Betroffene finden das willkürlich und warnen vor den Folgen bei möglichen Fehlentscheidungen.
  • Namens- oder Geschlechtseinträge sollen weiterhin nur vor Gericht geändert werden können und nicht beim Standesamt. Außerdem sollen Ehepartnerinnen und -partner künftig angehört werden. Betroffene fürchten, dass so ein Veto-Recht mit Erpressungspotential entstehen könnte.
  • Der neue Entwurf will Inter- und Transsexuelle per Definition unterscheiden. Kritikerinnen sagen, dass das in der Praxis jedoch neue Probleme schafft und nicht alle Menschen erfasst.

Die 30-jährige trans Frau hat sich in den vergangenen zwei Tagen ausführlich damit beschäftigt. Sie fürchtet: "Eine Ablehnung könnte durch die neue Sperrfrist von drei Jahren dazu führen, dass Betroffene ganz die Hoffnung verlieren und sich das Leben nehmen."