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Der Episodencheck zur vierten Folge

Das Staffelfinale von "Game of Thrones" bewegt sich schneller als die Charaktere in der Serie plötzlich zwischen Nord- und Südspitze des riesigen Kontinents hin- und herreisen können. Nur noch zwei Folgen bleiben, und nachdem die "Schlacht um Winterfell" recht abrupt beendet wurde, warteten Fans gespannt auf Folge vier

Wir schauen auf die aktuellen Fan-Theorien und spekulieren wie es nun noch weitergehen kann.

Spoiler-Warnstufe rot

Wir haben dich gewarnt. Hier verraten wir alles. Wenn du die Serie oder den Film noch nicht gesehen hast und das noch vor hast, betrittst du diese Seite auf eigene Gefahr.

1 "Die letzten Starks" in zwei Sätzen:

  • Es gibt nichts Gefährlicheres als eine wütende Mutter. 
  • Missandei, Ghost, Brienne – alle hätten etwas Besseres verdient. 

Die wichtigste Szene

Es ist nur ein kurzer Blick, doch er setzt eine Kettenreaktion in Gang: Beim Saufgelage wird Daenerys bitter bewusst, dass sie allein ist. An Stelle von Freunden hat sie bloß Diener und Berater, anstelle einer liebevollen Familie ist da nur Leere. (Wenn man mal von der kaputten Romanze mit ihrem Neffen Jon absieht) 

Lord Varys erkennt das – und macht sich Sorgen. Könnte "Dany" nun auch ihrem Vater nacheifern … und wahnsinnig oder bösartig werden? 

3 Was denkt Twitter über die aktuelle Folge?

Ähnlich wie ihre Gefolgschaft streitet die Fan-Community vor allem, ob Dany in den letzten Folgen so "mad" wie ihr Vater werden wird. Und, ob das nun gut, schlecht oder einfach schlecht geschrieben ist: 

Ansonsten: Die peinlich ungeschützte Gruppe von Danys Beratern und ihrer letzten Handvoll Unbefleckter vor den stark bewachten Toren Königsmunds sorgt bei vielen für Kopfschütteln und Erheiterung. 

UND WARUM ZUR HÖLLE STREICHELT JON SEINEM WOLF NICHT ZUM ABSCHIED DEN KOPF?

4 Wie geht es jetzt weiter?

  • Die Theorien deuten zumeist gegen Daenerys. Fast alle sind sich einig, dass sie in den kommenden Folgen erst die Nerven und dann das Leben verlieren wird. 
  • Uneins sind sich die Fans jedoch, wer sie für ihre prognostizierten Kriegsverbrechen richten wird. Jon oder Arya stehen stark im Kurs, zumal Daenerys (ebenso wie Cersei) grüne Augen hat. Und laut Melisandres Prophezeiung soll Arya ja bekanntlich noch welche in dieser Farbe "auf ewig schließen". 
  • Sansa wird von Fans eine gute Chance zugerechnet, am Ende die Krone zu tragen. 
  • Zerschmolzen wie Eis in der Wüstensonne sind alle Theorien rund um eine Rückkehr des Night Kings. Der über sieben Staffeln aufgebaute Endgegner wurde offenbar wirklich einfach von Arya Ex Machina dahingemeuchelt. Wie seine besondere Verbindung mit Bran zustande kam? Die Autoren bleiben uns eine Erklärung schuldig. Oder schlummert da doch noch etwas im Norden, von dem wir nichts ahnen? 

5 Fun Facts:

  • Zwei Mütter, die in der ersten Staffel noch je drei Kinder hatten, stehen sich nun gegenüber. Und drohen, das Reich und die Menschen für Macht und Rache unter sich leiden zu lassen. 
  • Die kommende Episode läuft am US-amerikanischen Muttertag.
  • Im "Glauben der Sieben", der vorherrschenden Religion in Westeros, ist "Die Mutter" dafür bekannt, besonders friedliebend und gnädig zu sein. Beides trifft auf Cersei und Dany nun wirklich überhaupt nicht zu. 

Was sagen die Buchmacher?

Laut Wettbüros haben Cersei und Daenerys zumindest in der nächsten Episode noch nichts zu befürchten: Der Berg, auch bekannt als Ser Gregor, wird laut Quote als nächstes dran glauben müssen, gefolgt von seinem Bruder "dem Hund" und dem trauernden "Grauer Wurm". 


Grün

Konstanz ruft Klimanotstand aus: So hat "Fridays for Future" die Politik überzeugt
Wie kann das auch in anderen Städten gelingen?

Er sei so glücklich gewesen, er hätte beinahe weinen können, erzählt Julian Kratzer, 22. Der Schüler ist im Organisationsteam von Fridays For Future in Konstanz am Bodensee. Die Stadt hat am Donnerstag den Klimanotstand ausgerufen – als erste in Deutschland. Julian erlebte die Entscheidung im Rat mit. Auch einen Tag später muss er am Telefon noch etwas schlucken, als er erzählt, wie alle Fraktionsmitgleider gleichzeitig die Arme hoben. 

Einstimmig beschlossen sie den Antrag (Südkurier). Die Stadt setzt sich damit zum Ziel, den CO2-Ausstoß in den kommenden Jahren deutlich zu senken. 40 Prozent des jährlichen CO2-Ausstoßes pro Kopf entstehen laut Energienutzungsplan der Stadt vor Ort – 4,2 Tonnen. Bis 2050 sollen es nur noch 0,7 bis 1,2 Tonnen sein. Die sieben Tonnen CO2-Ausstoß, den ein Konstanzer durchschnittlich außerorts verursacht, ist nicht einberechnet.

Vorausgegangen waren mehrere Gespräche zwischen den Schülerinnen und Schülern auf der einen Seite und Fraktionen und dem Oberbürgermeister Uli Burchardt (CDU) auf der anderen. "Lange schwierige Gespräche und Überzeugungsarbeit", sagt Kratzer. Zunächst hatte die Konstanzer Gruppe von Fridays For Future im März eine Resolution zur Ausrufung des Klimanotstands formuliert. Die Fraktionen berieten und die Verwaltung erarbeitete eine Beschlussvorlage, der nun zugestimmt wurde.

Was steckt hinter dem Begriff "Klimanotstand"?

  • Wer diesen Notstand ausruft, der "erkennt damit die Eindämmung der Klimakrise und ihrerschwerwiegenden Folgen als Aufgabe von höchster Priorität an​", schreiben die Schülerinnen in ihrer Vorlage.
  • Es handelt sich also nicht um einen Notstand im rechtlichen Sinne.
  • Es werde anerkannt, dass die bisherigen Maßnahmen nicht ausreichten, um die Erderwärmung auf 1,5 Grad Celsius zu begrenzen. Außerdem sollten Lösungen, die dem Klimaschutz dienen, bevorzugt werden.

"Das Wort Notstand soll dazu dienen, dass endlich in den Köpfen der Menschen ankommt, dass wir eine Krise haben", sagt Kratzer, der sich seit einigen Monaten bei Fridays for Future beteiligt und an einem Wirtschaftsgymnasium in Konstanz sein Abitur macht. "Wir sind nicht nur irgendwelche kleinen Schüler, die aus Spaß demonstrieren gehen. Die Krise ist echt und schlimm."