Bild: HBO
S06E02 "Homeward Bound"

Besser als der Staffelauftakt! Mit der neuen Folge "Homeward Bound" geht "Game of Thrones“ richtig in die Vollen. Wenn vergangene Woche der Zündschlüssel gedreht wurde, wurde dieses Mal der Gang eingelegt. Wir erklären die fünf spannendsten Ereignisse der Folge.

Spoiler-Warnstufe rot

Wir haben dich gewarnt. Hier verraten wir alles. Wenn du die Serie oder den Film noch nicht gesehen hast und das noch vor hast, betrittst du diese Seite auf eigene Gefahr.

1. Jon Snow lebt!

Aber wie genau kam er zurück? Die Hexe Melisandre hat ihn mithilfe des Roten Gottes wiederbelebt: Sie sprach eine höchstwahrscheinlich valyrische Formel und opferte Kopf- und Barthaare – hipsters gonna hate – von Jon Snow den Flammen.

So ähnlich geschah das bereits zuvor in GoT: Beric Dondarrion wurde in Staffel 3 mehrmals vom Priester Thoros von Myr mit einem Ritual zu Ehren des Roten Gottes wiedergeboren. Allerdings sagte Dondarrion, dass jedes Mal "weniger" von ihm zurückkehre. Wie wird sich nun Jon Snow durch seine Wiedergeburt verändert haben?

Vielleicht nicht allzu sehr: Denn den geglückten Zauber von Melisandre spürte Jons Wolf Ghost als erstes. Fans hatten spekuliert, dass Wolf und Mensch die Seelen getauscht hatten – und nun Jons Seele in seinen Körper zurückkehrte. Zumindest in den Büchern beschreibt Melisandre Jon Snow als "a man then a wolf than a man".

2. "I prefer being an only child"

GoT hat viele harte und – sagen wir – verstörende Momente. Einer der besten Lieferanten solcher Szenen ist Ramsey, ehemaliger Bastard und seit vergangener Staffel offiziell anerkannter ältester Sohn im Hause Bolton.

Doch nun wurde ein neuer, legitimer Sohn geboren. Was macht Ramsey im Angesicht des plötzlichen Erbkonkurrenten? Ersticht seinen Vater Roose und ruft Mutter Walda nebst Neugeborenem auf dem Arm in den Hundezwinger. "I prefer being an only child", sagt er der entsetzten Walda zum Abschied.

Was bedeutet das für die Zukunft? Dass nun eine "loose cannon" das Hause Bolton anführt, dem bereits verschiedene andere Häuser nebst ihren Heeren die Treue geschworen haben. Da Ramsey den Norden erobern will, dürfte er schon bald gen Nachtwache ziehen – um mit Jon Snow den in seinen Augen letzten wichtigen Stark-Erben zu besiegen.

3. Hodor spricht

Oder sprach: In der neuen Folge kehren wir auch zu Bran Stark zurück. Gemeinsam mit dem Magier "Dreiäugiger Rabe" (in dieser Staffel gespielt von Max von Sydow!) erlebt er eine Vision, die Winterfell zu Zeiten des jungen Ned Stark zeigt. Nicht nur, dass Bran voller Sehnsucht auf seine Heimatburg schaut – er bekommt auch einen jungen Hodor zu Gesicht. Der heißt hier Willis und ist sehr redegewandt.

Aus der Vision zurück fragt Bran Hodor, was ihn verstummen lies. Und Hodor antwortet, wehmütig: "Hodor". Geht da noch mehr? Sicherlich. Mehr zum Schicksal Hodors, und zum Werdegang der Starks bevor ganz Westeros auseinander fiel, dürfe sicher in weiteren Visionen Brans folgen. Und vielleicht spricht Hodor irgendwann sogar in der Gegenwart mehr als nur Hodorisch. Er trägt sicher noch das eine oder andere Geheimnis in sich.

4. "Frankenmountain" in Action

Ser Gregor "The Mountain" Clegane war mal tot und wurde dann als neues Etwas wieder zusammengeflickt und reanimiert. Nun steht der Frankenstein-Verschnitt als Ser Robert Strong in treuem Dienste von Cersei Lannister.

In der neuen Folge konnte man "Frankenmountain" in Aktion sehen: In Königsmund spottete ein Taugenichts von der Straße möglichst schmutzig über Cersei. Wenig später klebt das Hirn des Knaben an der Gassenmauer. Auch die Königswache zitterte später beim Anblick des tumben Ritters.

Was heißt das für die Lannisters? Egal, wie sich die Allianzen in Königsmund entwickeln, mit dem Untoten in der Rüstung hat zumindest Cersei erst mal eine gute Lebensversicherung abgeschlossen.

5. "Don't eat the help"

Wenn einer Eier hat, dann Tyrion. Der Lannister der Herzen reduziert sich zwar selbst auf Trunksucht und Klugscheißerei ("That's what I do: I drink and I know things."), trägt aber das Herz am rechten Fleck.

Das wissen auch die beiden noch im Kerker von Meereen eingesperrten Drachen von Daenerys. Meereen ist die einzige noch freie Stadt in der Sklavenbucht, aber von Aufständen durchschüttelt. Tyrion als aktueller Statthalter hat es also nicht gerade leicht. In einem vom Wein beflügelten Moment des Leichtsinns geht er ins Drachenverlies, um die beiden zu befreien. Tyrion stellt sich selbst als Freund und Helfer der einstigen Drachenmutter Daenerys vor. "Don't eat the help" – und die Drachen gehorchen.

Was steckt dahinter? Zunächst erst mal bedeuten die Drachen große Macht. Macht, die nun Tyrion hat und die ihn zurück nach Westeros bringen könnte. Aber es könnte noch mehr sein: Fans spekulieren, dass Tyrion kein ganzer Lannister ist – sondern heimlicher Sohn vom "Verrückten König" Aerys Targaryen. Somit wäre er Halbbruder von Daenerys – und die Drachen hätten ihn deshalb akzeptiert.

6. Das Zitat der Folge

Trotz Tyrion, der wohl wegweisendste Spruch kommt vom "Hohen Spatz", dem Anführer der neuen fundamentalistischen Sekte in Königsmund:

"Everyone of us is powerless. And yet together we can overthrow an empire."
Mehr zu "Game of Thrones" lesen? Hier findest du den Recap zur 1. Folge:

Und hier kannst du dich durch den Recap der ersten fünf Staffeln blättern:
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