Filmplakate sind meist simpel: Held rettet Welt, Gut steht über Böse. Viele Plakate zeigen dabei die immer gleichen Klischees – oder reduzieren weibliche Stars auf ihre Körper. Die wahre Stimmung eines Films bliebe leider oft verborgen, sagt der Grafikdesigner Karl Fitzgerald.

Der 23-jährige Londoner gestaltet daher alternative Filmplakate und präsentiert seine Arbeiten auf seiner Facebook-Seite. "Kill Bill" und "Star Wars" sind bereits in seiner Sammlung.

Die Plakate sind mal düster, mal opulent – oft erinnern sie an die Plakatkunst der Fünfziger und Sechziger Jahre.
1/12

"Bevor ich mit Zeichnen beginne, schaue ich mir zuerst noch mal den Film an", sagt Karl zu bento. "Ich mache beim Schauen kleine Skizzen, damit ich ein Gefühl für die Atmosphäre des Films bekomme." Manchmal sei das Poster so schon im Kopf, noch bevor der Film zu Ende sei – manchmal sei es aber auch "jede Menge try and error". Meistens versuche er, die Stimmung des Films in einer einzelnen Figur zu bündeln.

Die Plakate sind oft Auftragsarbeiten von Galerien oder Filmstudios. Aber auch von Liebhabern, die sich an Plakate aus der Zeit der ersten "James Bond"-Filme erinnern wollen. Damals wurde noch von Hand gezeichnet und nicht gephotoshopt. Karl mag die Entwicklung nicht:

"Heute haben Plakate nichts, was in Erinnerung bleibt. Sie werden aus Marketinggründen bewusst ohne Risiko kreiert."

Wie Plakate "ohne Risiko" aussehen? Zum Beispiel mit Frauen, die auf ihren Körper reduziert werden:

1/12

Mehr Filmplakate auf bento:


Haha

Wenn aus den Helden unserer Kindheit Horrorfiguren werden

Winnie Pooh als blutfressender Horror-Gremlin. Ein Pikachu, das ohne Probleme bei "Alien" mitspielen könnte. Dennis Carlsson, 30-jähriger Tättowierer aus Schweden, zeichnet in seiner Freizeit leidenschaftlich gerne Horrorfiguren. Am liebsten von süßen Kinderhelden. Er hat sich alle vorgenommen, von den Minions über Shrek bis zum Weihnachtsmann – bei ihm werden daraus Splatter.

Im Gespräch mit bento erzählt er, was ihn an den Bildern reizt: "Ich bin ein großer Fan von Horrorfilmen und stehe darauf, wie hinter den Szenen die Spezialeffekte gemacht werden. Gruselige Zeichnungen machen mir am meisten Freude. Und das kommt dabei heraus, wenn man mich mit den Cartoon-Helden meiner Jugend Spaß haben lässt."