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Sechs echte Feelgood-Movies, die dich Corona vergessen lassen

Während der Coronakrise ist es manchmal gar nicht so einfach, gut gelaunt zu sein. Wenn man Freundinnen und Freunde, die Familie oder einfach den Lieblingsitaliener um die Ecke vermisst, gestresst ist oder sich einsam fühlt, hilft manchmal ein Film, um auf andere Gedanken zu kommen.

Wir haben sechs Filme für euch, die glücklich machen.

"The Peanut Butter Falcon" (2019)

Benjamin freut sich über zwei ungleiche Freunde.

Darum geht es:

Der junge Zak (Zack Goldhagen) hat das Down-Syndrom und lebt in einem Heim in North Carolina. Er träumt davon, an einer Wrestling-Akademie teilzunehmen, die er von alten Videokassetten kennt. Eines Nachts bricht er aus dem Heim aus, um Profi-Wrestler zu werden, und trifft auf seiner Flucht auf den knallharten Fischer Tyler (Shia LeBeouf). Der hat gerade seine Konkurrenten bestohlen, die ihm deshalb an den Kragen wollen. Die beiden ganz unterschiedlichen Typen flüchten gemeinsam in Richtung Ungewissheit – und nähern sich dabei immer mehr an.

Warum macht der Film gute Laune?

In seiner ersten großen Rolle sorgt der 34-jährige Goldhagen für viele Lacher: Film-Zak ist immer gnadenlos ehrlich, frech und ziemlich clever. Und manchmal viel stärker als sein muskulöser Kumpane.

Für Fans von: "Little Miss Sunshine" und "Ziemlich beste Freunde"

"The Peanut Butter Falcon" ist bei Prime Video und Google Play zum Leihen/Kaufen verfügbar.

"Call me by your Name" (2017)

Phu träumt sich in die Toskana.

Worum geht es?

Italienischer Hochsommer im Jahr 1983: Zwischen dem 17-jährigen Elio und dem 24-jährigen Oliver entspinnt sich eine Sommer-Romanze. 

Warum macht der Film glücklich?

Eigentlich passiert nicht viel. Die Figuren im Film hören Musik, lesen Bücher, liegen im Gras, gelegentlich gibt es eine Abkühlung im Pool. Aber gerade weil wir diesen Sommer nicht so erleben werden, wie wir es gewohnt sind, ist der Film die perfekte Möglichkeit, das Sommergefühl in die eigenen vier Wände zu holen. Hier hört man Grillen zirpen, Fliegen schwirren, Bäume rascheln. Das Setting ist so sinnlich inszeniert, dass man vom Rotwein, den die Protagonisten trinken, fast auch ein bisschen berauscht wird. Das zaghafte Annähern der beiden Verliebten ersetzt zwar keine eigene Sommerromanze, zaubert aber ein bisschen Bauchkribbeln in den Alltag.

Für Fans von: "Blau ist eine warme Farbe" oder "Beach Rats"

"Call me by your Name" gibt es bei Netflix.

"The LEGO Batman Movie" (2017)

Leni lacht über absurde Witze in einer Welt aus Legosteinen.

Worum geht's? 

Der Joker will Gotham City zerstören, Bruce Wayne adoptiert versehentlich einen Waisenjungen und eine Gruppe Superschurken bedroht die Erde – ganz schön viel zu tun, selbst für Batman.

Warum macht der Film gute Laune?
Im Laufe seines 90-jährigen Comic-Lebens gab es schon zahlreiche alberne, coole oder düstere Verfilmungen des Fledermaus-Mannes. Die Kombination Lego und Batman deutet bereits an, dass dieser Film eher zu Kategorie A gehört. Trotz seiner "Superkräfte" (eigentlich ist Batman ja bloß sehr, sehr reich) kann man die Hauptfigur nicht wirklich ernst nehmen. Bisweilen tut einem Lego-Bruce sogar furchtbar leid, wenn er sich allein seinen Hummer in der Mikrowelle aufwärmt. Hauptsächlich aber liefert der Film einen absurden Witz nach dem nächsten und jede Menge wahnwitzige Action – im Lego-Gotham ist schließlich alles möglich.

Für Fans von: Batman – und Lego, ist doch klar 

"The LEGO Batman Movie" ist bei Prime Video und Google Play zum Leihen/Kaufen verfügbar.

"La La Land" (2017)

Susan singt alle Songs auf dem Sofa mit und kriegt deshalb schon in den ersten Filmminuten gute Laune. 

Worum geht es?

Sebastian ist ein Pianist. Zwischen Gelegenheitsjobs träumt er von einer eigenen Jazzbar. Mia will als Schauspielerin arbeiten, jobbt aber in einem kleinen Café, weil es bei den Castings einfach nicht klappt. Als die beiden sich treffen, reißen sie die Zuschauer mit in ihre Geschichte voller Träume und Hoffnungen.

Warum macht der Film gute Laune?

Brillante Musik, Tänzerinnen und Tänzer, Farben wie in Werbespots der Achtzigerjahre und eines der harmonischsten Leinwand-Paare der Welt – Ryan Gosling und Emma Stone – in einem gigantischen Tagtraum vor Hollywoodkulisse. Wer sich wegen des Musical-Stempels noch nicht an den Film gewagt hat, sollte ihm unbedingt eine Chance geben. Weil man sofort Lust bekommt, zu tanzen und zu singen, sorgt der Film mit seinen Ohrwürmern nachhaltig für gute Laune. It's just another day of sun…

Für Fans von: "Crazy Stupid Love", "West Side Story", Jazz und feinstem Technicolor-Stil

"La La Land" ist bei Prime Video und Google Play zum Leihen/Kaufen verfügbar.

Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück (2014)

Basti stellt sich selbst häufig die Frage, ob das Glück im Reisen, in der Liebe, in Freunden oder der Heimat zu finden ist. 

Darum geht's: 

In der verspielten Verfilmung des französischen Bestsellers von François Lelord begibt sich der Psychiater Hector (gespielt von Simon Pegg aus "Shaun of the Dead") auf eine Reise um die Welt. Denn Hector hat fast alles: einen Job, eine Freundin, eine schöne Wohnung – nur glücklich ist er nicht. Und wie soll ein Psychiater seinen Patienten den Weg zum Glück weisen – wenn er selbst nicht weiß, was das ist? 

In China, Afrika und den USA begegnet er Managern, Mönchen, Drogenbaronen, Söldnern, Prostituierten, Ex-Freundinnen und Forschern, die ihm alle dabei helfen, sein Glück zu finden. Auch, wenn einige davon versuchen, ihn umzubringen.

Warum macht der Film glücklich? 

Das Reisen fehlt vielen von uns gerade enorm, allein dafür wäre das Roadmovie mit seinen schönen Kulissen schon eine gute Kompensation. Doch wird hier eben auch ausgiebig die Frage diskutiert, was man wirklich braucht: Wohlstand, Sicherheit, Freiheit, Hoffnung? Oder gar Kinder? Der tolle Cast (u.a. Rosamund Pike, Jean Reno und Stellan Skarsgård) tut sein Übriges, um Zuschauerinnen und Zuschauer am Ende vor Freude weinen zu lassen.

Für Fans von: Melancholischen Filmen über das Leben wie "Darjeeling Limited" oder "Das Leben des Walter Mitty", Männern mit Midlife-Crisis, "Tim & Struppi" und seltsamen Cameo-Auftritten von Veronica Ferres

"Hectors Reise oder die Suche nach dem Glück" ist bei Prime Video und Google Play zum Leihen/Kaufen verfügbar.

"Juno" (2008)

Jan empfiehlt allen, diesen Film mal wieder aus dem DVD-Regal zu ziehen.

Worum geht's?

Die namensgebende Titelfigur wird mit 16 Jahren und nach wenigen Minuten Teenie-Sex von ihrem unbeholfenen Schulfreund schwanger. Auch mehrere Liter Limonade und drei Schwangerschaftstests können daran nichts ändern. Nach einem kurzen Intermezzo in der Abtreibungsklinik und einem langem Gespräch mit ihrer Familie ("Ich hatte gehofft, sie wäre drogenabhängig!") beschließt Juno, das unbekannte Ding in ihrem Bauch auf die Welt zu bringen.

Warum macht der Film gute Laune?

"Juno" sah schon bei der Kino-Veröffentlichung aus, als wäre der Film in den Kulissen einer Achtzigerjahre-Serie gedreht worden. Zwölf Jahre später wirkt so viel Nostalgie schon wieder modern. Anstatt auf Denkanstöße setzen die Macher auf zugespitzte Dialoge und einen reichhaltigen Indie-Soundtrack, der Hauptdarstellerin Ellen Page sogar in die Charts brachte. 

Für Fans von: "Girls", H&M-Holzfällerhemden und Filmen von Wes Anderson 

"Juno" ist bei Prime Video und Google Play zum Leihen/Kaufen verfügbar.


Gerechtigkeit

So jung, so rechts: Warum die 23-jährige Linnéa in der WerteUnion ist
Nach dem ersten Gespräch antwortet sie nur noch per Mail.

Im Sommer 2019 unterschreibt Linnéa Findeklee gleich drei Mitgliedsanträge: einen für die CDU, einen für die Junge Union. Und einen für die WerteUnion – jenem Sammelbecken für stramm konservative CDU-Mitglieder, die sich nicht damit abfinden wollen, dass die Partei unter Angela Merkel Richtung Mitte gerückt ist. Bald schon gehört Findeklee dem Landesvorstand in Niedersachsen an. Zur gleichen Zeit beginnt auch ihr Aufstieg bei Twitter. 

Dort positioniert sich Linnéa mit provokanten Tweets gegen Frauenquote, "Fridays For Future", "Merkels Flüchtlingspolitik" und "Linksgrüne". Und hat damit knapp 12.000 Follower eingesammelt. Anfang März machte sie auch über ihre Filterblase hinaus auf sich aufmerksam, als sie twittert: