Bild: Tobias Hase/dpa
Ist der Titel sittenwidrig?

Die Sprache in "Fack ju Göhte" ist nicht höflich. Im Gegenteil: In der Komödien-Triologie teilt Hauptdarsteller Elyas M'Barek gern aus, und zwar am liebsten möglichst derbe. Wäre ja auch langweilig sonst. 

Die Machart hat den Produzenten der Constantin Film Produktion großen Erfolg beschert. Es hat sie aber auch vor Gericht gebracht: Am Montag verhandelt das Gericht der Europäischen Union (EuGH) über die Sittenwidrigkeit des Titels "Fack ju Göhte". (Zeit Online)

Was ist passiert?
  • Die Produktionsfirma Constantin Film Produktion wollte den Titel bereits 2015 als Wortmarke schützen lassen. Zuständig dafür ist das Amt der Europäischen Union für Geistiges Eigentum (EUIPO).
  • Die Produktionsfirma hätte damit als einzige das Recht, Geld mit dem Namen "Fack ju Göhte" zu verdienen – also Merchandise wie T-Shirts, Tassen oder auch Dienstleistungen zu verkaufen.
  • Das Markenamt aber lehnte den Markeneintrag mit der Begründung ab, dass die Anmeldung "gegen die öffentliche Ordnung und die guten Sitten" verstoße. 
  • Constantin Film reichte darauf hin Klage ein, die an diesem Montag in Luxemburg verhandelt wird.

Was bedeutet das?

Laut Gesetz können sittenwidrige Formulierungen nicht als Marken geschützt werden. Was sittenwidrig ist, ist nicht eindeutig definiert. Laut Bundesgerichtshof richtet sich die Entscheidung vor allem danach, an wen sich die Marke richten soll – also das Publikum.

"Fuck" wurde zudem bereits in früheren Entscheidungen als sittenwidrig eingestuft – so definierte der Bundesgerichtshof beispielsweise die Wortfolge "Ready to fuck" als Verstoß gegen das Markengesetz. (Bundesgerichtshof)

Wie geht es weiter?

Die Richter haben drei Möglichkeiten: Sie können das Verbot nochmals bestätigen, aufheben oder an das EU-Amt im spanischen Alicante weiterleiten, wo es erneut geprüft würde. Eine Entscheidung wird an diesem Tag noch nicht erwartet.


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