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Wissen zum Mitreden

Wenn neue Ideen rar werden, muss man eben auf Altbewährtes zurückgreifen. Das zeigt das Kino schon länger. Neben Verfilmungen alter Marvel- und DC-Comichefte, Reboots von früher schon mal erfolgreichen Filmen wie "Friedhof der Kuscheltiere" oder "Drei Engel für Charlie", kommen auch alte Kinderserien auf die große Leinwand. 

Nach "Den Schlümpfen" und "Space Jam 2" entsteht jetzt ein "Tom & Jerry"-Spielfilm.

Ein "Tom & Jerry"-Film, okay. Aber als Spielfilm?

Anscheinend schon. US-Regisseur Tim Story ("Fantastic Four" und demnächst auch "Shaft" mit Samuel L. Jackson) soll die Zeichentrickfiguren "Tom und Jerry" auf die Kinoleinwand bringen. Das berichtet "Hollywood Reporter". 

Das Studio Warner Bros. plane eine Verfilmung mit echten Schauspielern – wer dabei sein wird, steht allerdings noch nicht fest. 

Wahrscheinlich wird es ähnlich wie bei den neuen "Schlümpfe"-Verfilmungen und "Space Jam" ein Mix aus Schauspielern und animierten Figuren sein.

Gab es nicht schon mal einen "Tom & Jerry"-Kinofilm?

Das stimmt, 1992 gab es schon einmal einen Kinofilm mit den beiden – allerdings einen Zeichentrickfilm, der schon längst in Vergessenheit geraten ist.

Die Verfolgungsjagden von Kater Tom und Maus Jerry waren ab 1940 in kurzen Zeichentrickepisoden zu sehen, von denen mehrere sogar mit einem Oscar ausgezeichnet wurden.

In Deutschland lief die Serie unter anderem im ZDF und auf ProSieben, Udo Jürgens steuerte das Titellied "Vielen Dank für die Blumen" bei. 


Grün

Genießt es, solange ihr noch könnt: Der Klimawandel könnte Bier doppelt so teuer werden lassen
Drei Fragen, drei Antworten

Kostet die Maß Bier auf dem Oktoberfest bald 23 Euro? Forscher haben herausgefunden, dass Bier infolge des Klimawandels nicht nur knapp, sondern dadurch auch teurer werden könnte. 

Was hat der Klimawandel mit Bier zu tun?

Bei einem ungebremsten Anstieg der Temperaturen würden sich die Bierpreise weltweit im Schnitt etwa verdoppeln, berichtet ein internationales Forscherteam im Fachblatt "Nature Plants"

Denn durch das häufigere gleichzeitige Auftreten von Dürre- und Hitzeperioden, leidet die Ernte von Gerste

Was ergab die Studie genau?

Die Forscher um Studienleiter Steven Davis von der University of California in Irvine (USA) hatten 

  • zunächst auf Basis historischer Daten die Anfälligkeit von Gerste für Wetterextreme ermittelt. 
  • Dann prüften sie, wie häufig unter verschiedenen Klima-Zukunftszenarien gleichzeitig extreme Hitze und Dürre auftreten...
  • ...und wie sich das auf die Erntemengen in 34 Weltregionen auswirkt. Sie berücksichtigen die Entwicklung zwischen 2010 und 2099. 
  • Das Resultat: Im Schnitt würden die Ernteerträge um 3 bis 17 Prozent sinken – je nach Szenario. Unter den extremsten klimatischen Veränderungen drohten Ländern wie Belgien, Tschechien oder Deutschland Einbußen in der Verfügbarkeit von Gerste von 27 bis 38 Prozent. 

Im Jahr 2011 ging etwa 17 Prozent der weltweiten Gersten-Ernte in die Bierherstellung. 

Klingt erst mal nach gar nicht so viel. Doch wenn von etwas weniger da ist, dann muss man es natürlich auch anders verteilen. Das heißt, dass... 

  • mit sinkender Erntemenge die Verfügbarkeit von Gerste zum Brauen überproportional sinken dürfte, da das Getreide aller Voraussicht nach für andere, wichtigere Zwecke genutzt werden würde, etwa als Tierfutter. 

Denn Hunger ist nunmal schlimmer als Bierdurst.

Die Folge: Weniger Bier auf der Welt.

Das würde den Bierpreis deutlich in die Höhe treiben, nämlich durchschnittlich verdoppeln. Selbst unter einem weniger starken Temperaturanstieg ist den Analysen zufolge mit einer Verteuerung von 15 Prozent zu rechnen.

Für Deutschland errechneten die Wissenschaftler einen Rückgang des Konsums zwischen 0,74 und 2,55 Milliarden Litern jährlich, vom geringsten bis zum stärksten angenommenen Temperaturanstieg. Dies entspräche einem Rückgang des pro Kopf-Verbrauchs von 18 bis 63 Halbliter-Flaschen im Jahr.