Bild: Disney Television Animation
Enten auf Geheimnisjagd – und drei weitere Cartoon-Tipps

Drei Waisenjungen lernen ihren Großonkel kennen, der seit Jahren zurückgezogen in seinem Herrenhaus lebt. Nach und nach entdecken sie, dass der verbitterte alte Mann noch nicht immer so war. Er hat zum Beispiel eine Vergangenheit als großer Abenteurer.

Gleichzeitig sind die Jungs aber einem lange gehüteten Geheimnis auf der Spur. Und das könnte dem fragilen Familienglück ganz schnell ein Ende bereiten.

Nein, das ist kein neues Netflix-Drama von den "Stranger Things"-Machern – es ist die Neuauflage des Disney-Cartoons "Ducktales" (Woohoo!).

Der Reboot punktet nicht nur mit einem Titel-Song von Mark Forster, sondern mit neuen fantasievollen Abenteuern: In einer Folgen erkunden die Ducks die versunkene Stadt Atlantis, in der nächsten messen sie sich mit griechischen Göttern oder singenden Luft-Piraten. Aus den vielen Ideen in "Ducktales" könnte man locker zwei oder drei Serien machen.

Die Neuauflage des Zeichentrick-Hits macht von der ersten Folge an Spaß. Doch das ist nicht alles: Der emotionale Kern der Serie ist das dunkle Geheimnis der Familie Duck.

Warum leben Tick, Trick und Track eigentlich ohne Eltern bei ihrem Onkel Donald?

Spoiler-Warnstufe grün

In diesem Beitrag verraten wir ein bisschen was über die Serie, das Spiel oder den Film — aber eigentlich nichts, was dir den Spaß verderben könnte.

Bei Disney sind ungewöhnliche Familienkonstellationen nichts Neues. "Ducktales" ist aber die erste Serie, die das zum Thema macht. Tick, Trick und Track wissen nichts über ihre Mutter Della. Und das stört sie gewaltig. 

Denn Donald und Dagobert wissen, was mit ihr passiert ist; den Jungs enthalten sie die Wahrheit aber vor. Über Della Duck wird nicht gesprochen. So bleibt dem Trio nichts anderes übrig, als das Familiengeheimnis selbst aufzudecken. Und dabei tritt die ein oder andere unangenehme Wahrheit zutage.

Für eine Disney-Serie ist das ziemlich harter Tobak. In modernen Cartoons ist das aber nichts Neues:

  • Der Hit-Cartoon "Adventure Time" enthüllte nach und nach die Geschichte des schurkischen Ice King: Aus einem stereotypen bösen Zauberer wurde ein zutiest einsamer Mann mit tiefgreifenden seelischen Problemen.
  • "Steven Universe" ist die Geschichte eines Jungen, der von den genderfluiden Freundinnen seiner außerirdischen Mutter aufgezogen wird. Hier werden LGBT-Themen, abwesende Eltern und Identitätskrisen ganz selbstverständlich und ohne Holzhammer-Moral in die Serie eingebunden.
  • In "Willkommen in Gravity Falls" ergründen die Geschwister Mabel und Dipper die traurige Lebensgeschichte ihres Großonkels Stan. Bis heute ranken sich zahlreiche Fan-Theorien rund um die Mystery-Serie.

Immer mehr Zeichentrickserien widmen sich komplexen Themen. Der Spagat zwischen Komik und Ernsthaftigkeit ist nicht leicht, klappt hier aber besonders gut. Die eigentlich unangenehmen Fragen werden neben dem Klamauk gestellt. Das ist cool für Kinder, weil sie als Zuschauer ernstgenommen werden – aber auch für Erwachsene, weil es der Zeichentrickserie eine unerwartete Tiefe gibt.

"Ducktales" läuft seit 3. September im Free TV auf dem Disney Channel, die erste Staffel hat 23 Folgen. Eine zweite Staffel ist bereits in Produktion.

Du hast noch nicht genug von den Ducktales? Dann mach hier das Entenhausen-Quiz!


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