Bild: Uwe Anspach/dpa
Ernsthaft?

Die nächste Staffel "Deutschland sucht den Superstar" bekommt einen prominenten Neuzugang: Xavier Naidoo sitzt neben Dieter Bohlen und Pietro Lombardi in der Jury. Das hat der Sänger auf Instagram verkündet. Ein "Mädchen" für die Jury werde noch gesucht, teilte Bohlen in einem Video mit.

(Bild: Giphy)

Xavier Naidoo? War da nicht was?

Der Sänger ist mit den Söhnen Mannheims bekannt geworden. Dann entdeckte er Verschwörungstheorien für sich und suchte die Nähe zu Reichsbürgern. In seinem Song "Marionetten" gibt es abfällige Bemerkungen über Politiker und rechtspopulistische Töne. Eine Referentin der Amadeu-Antonio-Stiftung bezeichnete ihn als Antisemiten – dagegen wehrte sich der Sänger erfolgreich vor Gericht. (bento)

2016 wollte die ARD Xavier Naidoo als deutschen Teilnehmer zum Eurovision Song Contest schicken. Nach Protesten wurde seine Teilnahme aber zurückgezogen. (bento)

Erfahrung als Juror und Coach hat der Sänger: Bereits bei der ProSiebenSat.1-Show "The Voice of Germany" saß er in der Jury. Bei "Sing meinen Song" moderierte er die ersten drei Staffeln. 

Dieter Bohlen sagte auf Instagram, er habe "lange dafür gekämpft", dass Naidoo in die Jury komme. Er bezeichnete den Sänger als "eine der geilsten Stimmen". "Was ist das für eine Jury? Pietro, Xavier und dann der olle Bohlen?", so das DSDS-Urgestein. Ein "Mädchen" werde noch gesucht, so Bohlen weiter.

Damit wird wieder einmal mit Ausnahme von Bohlen die gesamte Jury ausgetauscht. Beim letzten Durchgang wirkten noch die Musiker Ella Endlich, Carolin Niemczyk und Mousee T. mit. Gewinnerin der letzten Staffel war Marie Wegener. Sie erhielt 500.000 Euro und einen Plattenvertrag.

Xavier Naidoo in der "DSDS"-Jury – das sind die ersten Reaktionen auf Twitter:

Mit Material von dpa

Kapitalismuskritik, Sehnsuchtsgefühle und Traum von der großen Erlösung: Kannst du die Songzeilen von Xavier Naidoo und den Toten Hosen auseinanderhalten?


Gerechtigkeit

They want to save lives – instead, volunteers collect plastic from the Mediterranean Sea
On board of the rescue ships that aren't allowed to rescue.

The small grey rubber dinghy, which everyone calls "Hülse" (shell), chugs loudly towards the red old fishing cutter, the "Seefuchs" (sea fox) of the organization Sea-Eye. Neeske Beckmann steers the small boat to the starboard side of the cutter. "Good morning," calls the 29-year-old and jumps onto the wooden deck. It's hot. Crew members scratch rust from the railing, others cook spaghetti with vegetables in the galley. There is nothing else to do.

For months the rescue ships of Sea-Watch, Sea-Eye and Mission Lifeline have been stuck in Malta. 

The volunteers are not allowed to help the refugees at sea. Only the "Mare Junio" was allowed to leave, but therefore Sea-Watch had to join forces with the Italian organization Mediterranea. (bento).

"Sea-Eye"-machinist Marco Müller comes on deck, wipes his oily hands on a cloth. He picks up an old truck tarpaulin from a corner. "We're making a banner now," says Beckmann. Soon another Germany-wide demo will take place, the volunteers on Malta want to deliver photos from the site for Facebook, Instagram, and Twitter.

Beckmann knows her way around banners. In Magdeburg, where she studied psychology, neo-Nazis often demonstrated. She protested against it, became a spokeswoman, was targeted by right-wing radicals, who even published her address. Now the 29-year-old is Mission part of the "Lifeline" crew. The ship made the headlines because in June it had to wait five days at sea with 234 refugees on board. Only then did Malta approve the entry.