Bild: Walt Disney Germany
Früher war alles besser

An einem regnerischen Sonntag saßen wir in eine Decke gekuschelt im viel zu großen Sessel im Wohnzimmer unserer Eltern. Mit hochroten Wangen versteckten wir uns hinter unserem Lieblingskuscheltier, wenn die Riesenschlange Kaa wieder versuchte, die Tiere im Dschungel zu hypnotisieren. Sobald Balu und Mogli zu "Probier's mal mit Gemütlichkeit, Mit Ruhe und Gemütlichkeit jagst du den Alltag und die Sorgen weg" anstimmten, sprangen wir auf und tanzten durchs Haus.

So schön und leicht war einer der Lieblingsfilme unserer Kindheit. Jetzt wird "Das Dschungelbuch" düster und grausam.

Am Donnerstag kommt die Neuverfilmung "The Jungle Book" ins Kino. Die magischen Dschungel-Welten stammen aus dem Computer, nicht mehr vom Zeichenbrett. Nur Hauptdarsteller Neel Sethi als Mogli ist echt. Shir Khan, Kaa, King Louie haben sich von süßen Zeichentrickfiguren in übergroße animierte Tiere verwandelt.

(Bild: dpa/ Buena Vista)

Das neue "Dschungelbuch" bedeutet Spannung, Nervenkitzel, Brutalität, technische Raffinesse. Vielleicht ist es mit seiner grausamen Natur-Darstellung auch dichter an der Romanvorlage von Rudyard Kipling dran.

Doch die Leichtigkeit, gute Laune und Humor des Zeichentrickfilms müssen dafür weichen. Während sich Zuschauer im Original noch sicher sein konnten: "Das geht schon alles gut aus", glaubt man jetzt, dass Mogli in der nächsten Sekunde zerfleischt wird.

„Nur Mogli ist echt“

In der Zeichentrick-Version waren selbst die gefährlichen Tiere gar nicht richtig böse. Und leicht zu necken waren sie auch: Kaa konnte man einen Knoten in den Schwanz binden und Shir Kan einen brennenden Ast an selbigen. Im Jahr 2016 muss es offenbar brutaler zugehen. Dabei macht doch die heile Zeichentrick-Welt viel mehr Spaß!

Der Zeichentrickfilm bleibt unschlagbar

Das pompöse Kino, das immer aufwendiger wird, zerstört die Gemütlichkeit unserer Kindheitstage. Mit Dolby-Surround-Beschallung in riesigen 3D-Kinosälen. Ich ziehe mich lieber aufs Sofa zurück für einen Nachmittag mit dem Original im Retro-Charme.


Retro

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Larger than life!

In den 90er und 00er Jahren mussten Musikproduzenten nicht viel tun, um Geld zu verdienen: Aus attraktiven jungen Menschen, die halbwegs singen und tanzen konnten, casteten sie eine Boy- bzw. Girlgroup nach der nächsten. Verliebte Teenies übernahmen den Rest. Allein die Backstreet Boys verkauften im Laufe ihrer Karriere über 130 Millionen Platten.

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