Eine Gruppe von fünf Freundinnen durchlebt den Alltagswahnsinn der Oberstufe. Alkohol, Beziehungsprobleme, Streit – klingt, als wäre es eine Jugendserie wie viele andere, die mittlerweile in einem fast wöchentlichen Rhythmus auf Netflix, Amazon und Youtube erscheinen. Der Unterschied: "Druck" hat nichts mit dem Einheitsbrei zu tun, der sonst über die Bildschirme flackert. "Druck" ist anders. "Druck" ist innovativ – und deshalb so beliebt.

Warum ist die Serie so anders? Weil sich in "Druck" nicht Highschool-Footballer und Nerds vor einer utopischen Kulisse um das eine schüchterne, schlaue und wunderschöne Mädchen streiten. "Druck" schafft es, die Probleme von Jugendlichen in realisitischer Sprache darzustellen und sorgt dafür, dass man sich selber in seine Schulzeit zurückversetzt fühlt. 

Neben den Folgen, die immer Freitags auf Youtube erscheinen, gibt es unter der Woche kleine Ausschnitte zu sehen, die die jeweils aktuelle Folge einleiten. Außerdem hat jeder Protagonist einen Instagram-Account, über den man zusätzlich Informationen zur Serie bekommen kann, die man durch das bloße Gucken der Folgen nicht erfahren würde.

Wo läuft "Druck"?

"Druck" ist ein Angebot von funk und erscheint seit 2018 auf zdfneo und Youtube. Die Serie ist dem Vorbild der norwegischen Produktion SKAM nachempfunden, die bereits 2015 startete und weltweit viel Beachtung und Zuspruch erhielt. Neben Deutschland haben sich auch Produktionsfirmen aus Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden und den USA die Rechte an dem Format gesichert. Momentan läuft in Deutschland die zweite Staffel – sie ist seit dem Start am 21. Dezember extrem erfolgreich. In den vergangenen 30 Tagen wurde sie auf Youtube knapp 15 Millionen Mal  (Stand 17.01.2019) geklickt, täglich kommen durchschnittlich 4000 neue Abonnenten dazu. 

Um wen geht es in "Druck"?

Die zentralen Figuren in der Serie sind die fünf Freundinnen Hanna, Mia, Kiki, Sam und Amira. Was macht die Protagonistinnen aus?

  • Hanna: Ist die Hauptfigur der ersten Staffel. Sie lebt alleine in der ehemaligen Wohnung ihrer getrennten Eltern, hat Probleme mit ihrem Vater und ist auf der Suche nach ihrer Identität. Die Beziehung zu ihrem Freund Jonas ist kompliziert und unter fragwürdigen Bedingungen entstanden.
  • Mia: Ist die Hauptfigur der zweiten Staffel. Sie ist Feministin, Gerechtigkeitsfanatikerin und darauf bedacht, dass es ihren Freundinnen gut geht. Machmal übertreibt sie es mit der Fürsorge. Sie wird von Schulschönling Alex Hardenberg umworben und lebt in einer WG mit ihrem schwulen Mitbewohner Hans.
  • Kiki: Ist die Naive in der Gruppe, der es sehr wichtig ist, was andere Menschen von ihr denken. Sie entscheidet sich spontan, vegan zu leben und treibt viel Sport, weil sie mit ihrem Körper unzufrieden ist. Sie ist verliebt in Alex Hardenberg und bereit, für ihn entscheidene Veränderungen in ihrem Leben einzugehen.
  • Sam: Ist die beste Freundin von Kiki und besitzt ein Kuscheltier-Kamel, mit dem sie gerne intim wird. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund und ist der Party-Motor der Gruppe.
  • Amira: Trinkt aufgrund ihrer Religion kein Alkohol. Sie betet mehrmals am Tag und steht offen für Gleichberechtigung und Toleranz ein. Sie wurde außerdem schon häufig Opfer rassistischer Anfeindungen.

Hier sind vier Szenen aus "Druck", die du auch schon einmal erlebt hast.

Wenn der Kater kommt...

Wenn deine Freundin auf einmal radikal ihren Lebensstil ändert:

Wenn du keinen Bock auf Sport hast:

Wenn du deinen Mitbewohner zur Rede stellen willst und ungefragt in sein Zimmer platzt:

Wer steckt hinter "Druck"?

Wir haben mit dem Head-Autor und Creative Producer Alex Lindh gesprochen und ihn gefragt, warum "Druck" so erfolgreich ist.

bento: "Druck" ist eine der erfolgreichsten in Deutschland produzierten Jugendserien der vergangenen Jahre. Was hat die Serie, was andere Serien nicht haben? 

Alex Lindh: Wenn ich das wüsste, würde ich nur erfolgreiche Serien machen. Es hilft vielleicht, dass wir bei Funk und Youtube nur Jugendliche ansprechen müssen. Im alten, klassischen Fernsehen muss man selbst mit einer Kinderserie auch die Erwachsenen glücklich machen. Da kommt dann meistens etwas bei heraus, was niemanden so richtig interessiert.

bento: Wie bist du dazu gekommen, für "Druck" zu schreiben? 

Alex Lindh: Ich habe den Produzenten Lasse Scharpen wegen eines anderen Projektes getroffen, er hat mir erzählt, dass er vorhat, die norwegische Serie "Skam" zu adaptieren. Da ich zu dem Zeitpunkt schon ein Riesenfan des Originals war, hab ich ihn angebettelt, die Drehbücher schreiben zu dürfen. Lasse und die Funk-Redaktion haben zum Glück ja gesagt – und wir haben mit Regisseurin Pola Beck losgelegt. 

bento: "Druck" schafft es, Dialoge und Situationen entstehen zu lassen, die realitätsnah und nicht aufgesetzt erscheinen. Woher nimmst du deine Inspiration dafür? Fließen deine eigenen Erfahrungen in die Serie mit ein? 

Alex Lindh: In Staffel 1 war die größte Inspirationsquelle natürlich das Original. Ich musste die Geschichte aber auch an deutsche Verhältnisse anpassen. Die Sprache war mir dabei wichtig, aber auch die deutschen Schultraditionen. Dabei war natürlich meine eigene Schulzeit die größte Inspirationsquelle, aber auch die Schauspielerinnen und Schauspieler haben mir sehr geholfen. 

Außerdem haben wir das Casting genutzt, um Hunderte Interviews mit der Zielgruppe zu führen. In Staffel 2 hatte ich dann ein Autorenteam und wir konnten uns stärker vom Original lösen. Hier flossen dann unsere gemeinsamen Erfahrungen aus unserer Abizeit in die Geschichte ein. Es steckt schon viel von mir in der Serie. Ein Beispiel: Matteos und Jonas‘ Umgang miteinander ist sehr von meinen eigenen Jungsfreundschaften inspiriert. Mich nervt es, wenn Jungs in Teeniefilmen und Serien nur Macho oder Loser sein dürfen. Die meisten Jungs sind irgendwie beides. 

bento: Neben den Folgen, die jede Woche erscheinen, hat jeder Seriencharakter auch eigene Social-Media Kanäle die regelmäßig gepflegt werden müssen. Was versprecht ihr euch davon?

Alex Lindh: Man kriegt eine gut funktionierende Serie, wenn man sich wöchentlich die Folgen anschaut. Aber das ganze Bild bekommt man nur, wenn man die Instagram-Profile abonniert und Mitglied bei unserem Whatsapp-Chat wird. Wir wollen mit unseren Geschichten auf Social Media auch das Gefühl verstärken, dass die Figuren mit den Zuschauern zusammenleben. 

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