Bild: Netflix/bento
"Das RTL-Nachmittagsprogramm von Netflix"

Wer wissen will, wo Berlin am dreckigsten ist, muss zum U-Bahnhof Kaiserwarte fahren. Hier treffen korrupte Polizisten, die Kurt heißen, auf junge Frauen, die den Nachnamen "Ludar" tragen. Was vielleicht komisch klingt, beschreibt in einem Satz in etwa die Handlung von "Dogs of Berlin"

Die neue Netflix-Serie – nach "Dark" erst die zweite deutsche Produktion überhaupt – startete am Freitag. Schon Monate vor dem Start sorgte "Dogs of Berlin" für viel Aufmerksamkeit, nachdem rechte Facebook-Nutzer und Twitter-Trolle ein Szenenbild der Serie als Beleg für angebliche Flüchtlingsgewalt verbreiteten (bento). 

Nun, gut ein halbes Jahr später, ist die neue Serie endlich da und die Enttäuschung bei vielen offenbar groß (hier gibt es den Trailer). Die Kritiken für "Dogs of Berlin" sind fast ausnahmslos schlecht. Von "ständiger Überinszenierung", "Klischees im Scheinwerferlicht" und einer Serie wie eine Stopfgans ("Alles rein in den Hals") ist die Rede. Gedreht wurde die Serie übrigens vom Macher der Til-Schweiger-"Tatorte", Co-Star Fahri Yardım spielt eine Hauptrolle in der neuen Produktion.

Doch ist "Dogs of Berlin" wirklich so schlecht, wie alle sagen? Diese 24 Menschen erklären es dir:

Über die Frauenrollen:

Über die bösen Jungs:

Über die Fußballer in der Serie:

Über die Nazis:

Über den Realismus:

Kurzer Einschub zu den Reaktionen in den USA:

Und jetzt zurück zu den Ähnlichkeiten zu "4Blocks" und anderen großen Vorbildern:

Über die Qualität der Produktion:

Falls du bessere Serien und Filme suchst: 


Gerechtigkeit

CDU will der Umwelthilfe das Geld streichen – weil diese bei Umweltverschmutzern abkassiert
Was hinter dem Streit steckt.

Die CDU hat sich auf ihrem Parteitag in Hamburg einmal runderneuert. Die Delegierten wählten mit Annegret Kramp-Karrenbauer nach 18 Jahren Angela Merkel eine neue Parteivorsitzende (bento) und mit Paul Ziemiak den jüngsten CDU-Generalsekretär aller Zeiten gewählt (bento).

Darüber hinaus wurde aber auch über Anträge verschiedener Gliederungen abgestimmt. Ein Antrag, der der Deutschen Umwelthilfe den Kampf ansagt, sorgte für besonders viel Aufmerksamkeit, als er angenommen wurde.

Ergebnis:

Die CDU will prüfen lassen, ob die Deutsche Umwelthilfe weiterhin als gemeinnützige Organistion anerkannt werden soll – und ob man ihr Gelder streichen kann.

1 Worum geht es?

Um einen Antrag des CDU-Bezirksverbandes Nordwürttemberg (hier kannst du ihn einsehen). Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) gilt als gemeinnütziger Verein und erhält Steuergelder für ihre Arbeit. Würde ihr die Gemeinnützigkeit aberkannt, könnten diese Gelder gestrichen werden. 

Zwischen 2000 bis 2018 wurden bisher 74 Vorhaben der DUH mit Summen zwischen etwa 17.000 Euro und 1,6 Millionen Euro gefördert (Handelsblatt).

Auf dem Parteitag wurde der Antrag nun angenommen – und sogar um einen Initiativantrag erweitert, eine Art Eilantrag. Der sieht vor, dass der DUH sogar Gelder gesperrt werden können, die bereits im Etat der Bundesregierung zugesagt wurden. 

2 Worum geht es wirklich?

Um Diesel-Fahrverbote. Die DUH ist mit Klagen und Abmahnungen die treibende Kraft hinter den Fahrverboten, die es mittlerweile in mehreren deutschen Städten gibt. Bestimmte Dieselfahrzeuge dürfen nicht mehr in die Innenstädte. So soll die Luft sauber bleiben. 

  • Kritiker sagen: Durch die Umwege, die die Autos nun fahren müssen, wird der Umwelt nur noch mehr geschadet. 

Die DUH hat die Verbote dennoch angestrengt, um die Politik zum Handeln zu zwingen – denn die Regierung hat ihrer Meinung nach lange Jahre nicht genug Druck auf die Autoindustrie aufgebaut, endlich umweltfreundlichere Autos zu bauen.