Bild: Drew Angerer / Getty Images
Sieben Fakten zum eigenen Disney-Streamingdienst

Dass die Walt Disney Company mit einem eigenen Streaming-Dienst Netflix Konkurrenz machen möchte, hat das Unternehmen schon vor einem Jahr bekannt gegeben (SPIEGEL ONLINE). Jetzt sind aber einige Details rausgekommen, wie genau sich Disney das vorstellt.

Was ist bisher passiert?

Disney hat im August 2017 bekanntgegeben, sich von Netflix zurückzuziehen und stattdessen im Herbst 2019 in den USA einen eigenen Streamingdienst starten zu wollen. (SPIEGEL ONLINE)

Für Netflix bedeutet das neben einem weiteren Konkurrenten auch den Verlust der Rechte an den meisten Disney-, "Star Wars"- und Marvel-Filmen und -Serien. 

Wie Variety herausgefunden haben will, hat Disney-CEO Robert "Bob" Iger kürzlich vor Finanzanalysten Genaueres zur Strategie des geplanten Streamingdienstes erklärt. 

Hier die Details zum Disney-Streamingdienst:

1

Der Streamingdienst könnte "Disney Play" heißen.

So habe Iger den Dienst zumindest in dem besagten Gespräch mit den Finanzanalysten genannt. Es kann sich dabei aber auch um einen Arbeitstitel handeln.

2

Es wird neue Inhalte geben, unter anderem eine neue "Star Wars"-Serie.

Die Serie wird zehn Folgen enthalten. Von der Animationsserie "Star Wars: Clone Wars" sollen neue Folgen zuerst auf dem neuen Portal zu sehen sein.

Außerdem soll es noch mehr Serien geben, die auf Kassenhits basieren, unter anderem auf dem Pixar-Erfolg "Die Monster-AG" und der Teenie-Soap "High School Musical". 

Dazu kommen ein Remake des Disney-Klassikers "Susi und Strolch" und die Komödie "Noelle" mit Anna Kendrick.

3

Die aktuellen Disney- und Marvel-Filme werden beim Disney-Streamingdienst erscheinen. Star Wars muss warten.

Neue Disney- und Marvelfilme wie das "Dumbo"-Remake, "Captain Marvel" und die neue "Avengers"-Fortsetzung – alle geplant für 2019 – sollen mit dem Start des Services im Herbst 2019 verfügbar sein. 

Die "Star Wars"-Filme wird es nicht geben, weil Disney die Lizenzen an andere Verleiher verkauft hat. Zu sehen sein werden nur "Star Wars"-Abenteuer, die 2019 und danach starten. (SPIEGEL ONLINE)

4

Auch die Netflix-Marvel-Serien bleiben, wo sie sind.

Die Netflix-Marvel-Serien um Jessica Jones, Luke Cage, Daredevil, Ironfist und Punisher bleiben bei Netflix, da der Digitalvertrieb dieser Serien bei Netflix liegt, nicht bei Disney. (Deadline)

5

Disney kauft gerade 21st Century Fox. Das bedeutet, dass wohl auch Fox-Produkte beim Disney-Streamingdienst laufen werden.

Die Rede ist von "Deadpool", "X-Men", "Avatar" (Avatar 2 bis 5 befinden sich in Produktion), aber auch "Die Simpsons".

"Die Fusion, die noch von diversen internationalen Behörden genehmigt werden muss, wird aus Disney in den USA endgültig einen marktbeherrschenden Mediengiganten machen. In diesem Jahr geht bisher mit Blockbustern wie 'Black Panther', 'Deadpool 2', 'Avengers: Infinity War' und 'Die Unglaublichen 2' fast die Hälfte des Umsatzes im Kinomarkt an Disney und Fox." (SPIEGEL ONLINE)

6

Der Disney-Streamingdienst wird günstiger als Netflix.

Iger sagte nichts Konkretes, bekräftigte aber Disneys bereits bekannte Strategie, den Dienst günstiger als etwa Konkurrent Netflix anzubieten.

7

Im Disney-Streamingdienst wird es jugendfrei bleiben, dafür behält Disney "Hulu" für die härteren Sachen.

Denn zusammen mit Fox hat sich Disney auch 60 Prozent der Anteile vom Streamingdienst "Hulu" gesichert, der für die Serie "The Handmaid's Tale" mit einem Emmy für die beste Dramaserie ausgezeichnet wurde.

Disneys Strategie dürfte also sein: Familienfreundliche Filme und Serien werden über den eigenen Streamingservice angeboten, Material ohne Altersfreigabe und mit etwas mehr Tiefgang laufen bei Hulu. (Variety)


Tech

In Deutschland dürfen Videospiele nun Hakenkreuze zeigen
Drei Fragen, drei Antworten

Videospiele dürfen ab sofort Hakenkreuze und andere verfassungsfeindliche Symbole zeigen. Das teilte die zuständige Prüfstelle Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK) mit. Bisher war das kategorisch ausgeschlossen. Spiele, die Hakenkreuze oder SS-Runen zeigten, durften in Deutschland nicht vertrieben werden. (USK)

Wann genau dürfen die Symbole gezeigt werden?

Das hängt von der sogenannten Sozialadäquanz ab. In der Kunst, Bildung oder Wissenschaft durften Hakenkreuze zum Beispiel gezeigt werden, wenn damit ein einordnender oder bildender Zweck verfolgt wurde. Verherrlichende oder werbliche Darstellungen der Symbole bleiben weiterhin verboten.