Bild: 21th Century Fox
Große Teile von 21th Century Fox gehören nun der Maus.
  • Walt Disney war einmal: Jenes Filmstudio, das zu Weihnachten einen liebevollen Zeichentrick in die Kinos brachte und kunterbunte Achterbahnen in seine Parks baut. 
  • Walt Disney ist heute: Einer der größten und einflussreichsten Konzerne der Filmindustrie, mit den Rechten an Pixar, den "Star Wars"-Filmen und den Comic-Verfilmungen von Marvel.

Nun wird Disney noch größer. Der US-Konzern übernimmt für umgerechnet 44,3 Milliarden Euro einen großen Teil des Konkurrenzstudios 21st Century Fox (New York Times). 

Auf die Zukunft des Kinos – und auch der Streaming-Plattformen – wird das große Auswirkungen haben. 

Die Fusion verschafft Disney nun ziemlich viel Macht:

  1. Das Filmstudio 21th Century Fox geht an Disney, und damit auch die Rechte für eine ganze Reihe an Filmen.
  2. Auch die Pay-TV-Senderkette Sky geht an Disney, zudem eine Mehrheit der Streamingplattform Hulu.
  3. Außerdem hat Disney mehrere US-Kabelsender gekauft, darunter "FX" und "National Geographic".
Das sind einige der Serien und Filmtitel, die bislang bei Fox waren:

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  • Für Comic-Fans großartig: Die Mutanten der "X-Men" könnten nun in den Filmen des "Marvel Cinematic Universe" mitspielen. Dort tummeln sich bereits andere Helden wie Captain America und Iron Man. Wolverine und die anderen Mutanten durften aus Lizenzgründen nicht integriert werden – obwohl sie in den Comics seit Jahrzehnten gemeinsam auftreten.
  • Aber für alle Streaming-Liebhaber gefährlich: Mit der Kontrolle von Hulu, dem Kauf von Sky und dem Kauf vieler Filmrechte baut sich Disney eine eigene Streamingplattform auf. Wer bisher mit Netflix oder Amazon Prime glücklich war, wird dort künftig eventuell weniger Angebote vorfinden – weil Disney sie abzieht und in der eigenen, neuen Plattform freigibt.

Der Konzern verdiente bislang mit Spielzeug, Filmen, Freizeitparks und Merchandising-Produkten. 

Weil Streaming immer beliebter wird, plant Disney den Großangriff – der Kauf von 21th Century Fox ist nun der erste große Schritt hin zur neuen Plattform.

Was aber noch passieren muss: Das US-Kartellamt muss dem Deal noch zustimmen – damit Disney nicht zu mächtig wird. 

Und natürlich haben die Simpsons es schon vor zwanzig Jahren vorausgesehen.

Gerechtigkeit

Dein Paketbote könnte bald nur klingeln, wenn du dafür extra bezahlst

Deutschlands Weihnachtsgeschenke türmen sich derzeit noch nicht unterm Tannenbaum – sondern in der Postfiliale. Immer mehr Geschenke, Bücher und Klamotten werden online geordert. Und in großen, dicken, langen, winzigen, federleichten Paketen quer durch die Republik verschickt.

Es ist bequemer, es ist einfacher und die Auswahl ist unendlich.

Es ist aber auch nervig: Nämlich dann, wenn der Paketbote nicht klingelt, obwohl man daheim war. Später findet man einen Zettel an der Tür: "...kann ab dem nächsten Werktag in der Filiale abgeholt werden." Der Frust ist auf beiden Seiten groß: Boten müssen mit engem Zeitplan viele Pakete ausliefern, die Kunden wollen später nicht in der Filiale Schlange stehen.

Künftig kann die Paketlieferung noch unangenehmer werden – denn die Zusteller denken über extra Gebühren fürs Klingeln nach.