"Die Eiskönigin – Völlig unverfroren" aus dem Jahr 2013 ist bis heute der erfolgreichste Animationsfilm aller Zeiten. Deshalb war es wenig überraschend, als Disney im März 2015 einen zweiten "Frozen"-Kinofilm ankündigte. Jetzt ist der erste Teaser-Trailer zu "Frozen 2" da.

So sieht er aus:

Was am "Frozen 2"-Trailer sofort auffällt:

1 Er ist verdammt dunkel!

Der Trailer beginnt am Strand. Es ist dunkel, es weht ein schlimmer Sturm. Eiseskälte. Und Elsa muss – wir wissen nicht warum – über das Wasser. Sie rennt auf das schwarze Meer zu und versucht durch die Wellen zu brechen. Selbst ihre Zauberkräfte können ihr dabei nicht helfen. Eine ungewöhnlich lange Szene für einen Trailer – aber schon so sehr spannend.

Dafür ist keine typische Disney-Musik zu hörenNiemand redet in den knapp zwei Minuten des Trailers (außer einem kleinen gehauchten "Okay" bevor Elsa ein zweites Mal in die Fluten rennt). 

Selbst die Kleidung von Anna und Kristoff ist dunkler als im ersten Teil. Niemand lächelt. Nicht mal Schneemann Olaf!

Es müssen düstere, dramatische Zeiten sein – wo auch immer sich Anna, Elsa, Kristoff und Olaf da gerade rumtreiben. Nach Arendelle sieht es nicht aus.

2 Elsa nutzt ihre Kräfte.

"Ich lass' los, lass' jetzt los, Die Kraft, sie ist grenzenlos..."  – im ersten Teil erfuhren wir, dass Elsa ihre Kindheit hindurch ihre Kräfte unterdrücken musste – was ihr aber nur mäßig gut gelang. 

Inzwischen scheint Elsa ihre Zauberkräfte gut im Griff zu haben – aber da hat sie im Verlauf des ersten Teils ja schon gute Fortschritte gemacht. Im Trailer für die Fortsetzung sehen wir jetzt, wie sie versucht, das Meer mit ihren Zauberkräften unter Kontrolle zu bringen, Flammen einzudämmen. Sie nutzt ihre Kräfte aktiv – und es sieht gut aus.

3 Männer scheinen auch in "Frozen 2" wieder nur eine Nebenrolle zu spielen.

Abgesehen von einer kurzen Szene, in der Kristoff mit ernstem Blick auf seinem Rentier Sven durch eine unbekannte Landschaft reitet, sind die aktiv handelnden Personen in diesem Trailer Frauen. Elsa, die gegen das Meer kämpft. Anna, die durch karge Landschaften klettert. Wieder Elsa, die gegen Feuer kämpft und Olaf beschützt. Zwischendurch sehen wir sogar noch einen neuen unbekannten Charakter – ebenfalls eine Frau. 

Am Ende des Trailers sehen wir, wie Anna, Kristoff und Elsa einen Weg lang gehen und sich von hinten eine nicht zu erkennende Bedrohung nähert. Daraufhin nimmt Anna das Schwert von Kristoff und kämpft selbst. 

In älteren Disneyfilmen hätte die Frau wahrscheinlich eher den Mann auf die Bedrohung aufmerksam gemacht und ihn kämpfen lassen. 

Schon beim ersten Teil von "Die Eiskönigin" war das Besondere, dass nicht die Liebe zwischen Prinz und Prinzessin im Zentrum der Handlung stand, sondern die Liebe zweier Schwestern. Das könnte auch in der Fortsetzung jetzt so bleiben.

"Frozen 2" wird voraussichtlich am 22. November 2019 in den deutschen Kinos starten.


Gerechtigkeit

Bjarne Mädel ist mit einer Rettungsweste auf die Berlinale, um für Seenotrettung zu protestieren
Warum das Thema gerade wieder wichtig ist

Kein Anzug, kein Hemd: Als Bjarne Mädel am Montag auf die Berlinale kam, um seinen Film "25 km/h" zu zeigen, trug er stattdessen eine orange leuchtende Rettungsweste. In dem Film spielen Bjarne Mädel und Lars Eidinger zwei Brüder, die nach dem Tod ihres Vaters eine Mofatour durch Deutschland unternehmen. 

Das Outfit bei der Vorstellung im "Kino Delphi Lux" in Berlin hatte allerdings einen ganz anderen Grund.