Bild: Universal Pictures

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Das Historiendrama des Jahres

Im Jahre 1971 war die Veröffentlichung der Pentagon Papiere einer der größten Skandale in der Geschichte der USA. Während Präsident Nixon versuchte, die Öffentlichkeit in Bezug auf den Vietnamkrieg gezielt zu desinformieren, kämpften Journalisten der New York Times und der Washington Post für die Pressefreiheit. Dieser Kampf wird im skandalösen Historiendrama "Die Verlegerin" mit einer inszenatorischen Dynamik aufgegriffen:

Kay Graham (Meryl Streep) ist die erste weibliche Zeitungsverlegerin der USA und arbeitet für die renommierte Tageszeitung The Washington Post. Gemeinsam mit Chefredakteur Ben Bradlee (Tom Hanks) kämpft sie für das Recht, die geheimen Pentagon-Papiere zu veröffentlichen. Er setzt den Reporter Ben Bagdikian (Bob Odenkirk) auf die Sache an, der schließlich den Whistleblower Daniel Ellsberg (Matthew Rhys) findet und von ihm die Papiere erhält. Chefredakteur Bradlee will die Informationen direkt am nächsten Tag veröffentlichen, doch Herausgeberin Graham wird angesichts der Konsequenzen von ihren Anwälten bedrängt, ihr Veto gegen die Veröffentlichung einzulegen.

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Ein Steven-Spielberg-Film

Steven Spielberg befand sich eigentlich mitten in den Dreharbeiten zum Sci-Fi-Film "Ready Player One", als er das Drehbuch für "Die Verlegerin" erhielt und sich kurzerhand dazu entschied, das Journalismus-Drama dazwischen zu schieben. Das Thema, obwohl es der Stoff aus dem Jahre 1971 ist, erschien ihm für das Jahr 2017 so wichtig und aktuell zu sein, dass er den Film so schnell wie möglich fertig kriegen wollte. Tatsächlich ist das Zeitdokument über den echten Skandal rund um die Veröffentlichung der Pentagon-Papiere in Rekordzeit entstanden: In nur sechs Monaten soll Spielberg das Drama geplant, gedreht und geschnitten haben!

Ein Film über die Pressefreiheit:

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Das Star-Ensemble

Nicht nur das Thema an sich ist brisant, sondern auch die Besetzung des Films. In der Hauptbesetzung ist die emanzipierte Meryl Streep ("Die Eiserne Lady") genau die richtige Frau für die Rolle der ersten weiblichen Zeitungsverlegerin und Tom Hanks ("The Circle") ihr perfekter Kollege als Chefredakteur der Washington Post, der der Konkurrenz nicht nachstehen will. Bemerkenswert sind auch die Nebenrollen wie die von Bob Odenkirk ("Better Call Saul") oder Alison Brie ("How To Be Single").

Ein Poster, so eindrucksvoll wie die Besetzung:

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Filmmusik mit Wiedererkennungswert

Für die Filmmusik ist John Williams verantwortlich, der seit den 1970er-Jahren zu den weltweit bekanntesten und erfolgreichsten Filmkomponisten gehört. Er hat in der Vergangenheit bereits viele Male mit seinem engen Freund Steven Spielberg gearbeitet und besondere Berühmtheit mit "Indiana Jones", "E.T. - Der Außerirdische", "Jurassic Park" und den "Star Wars"-Filmen erlangt. Inzwischen handelt es sich um die 28. Zusammenarbeit von Williams und Spielberg. Der Soundtrack zum Film wurde am 12. Januar 2018 von Sony Masterworks veröffentlicht und verspricht gewohnt üppig und klassisch nach John Williams zu klingen.

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Die winkenden Oscars

Die 90. Verleihung der Oscars rückt immer näher und natürlich ist auch "Die Verlegerin" dabei. Das Historiendrama ist in der Kategorie Bester Film nominiert und auch Meryl Streep ist in der Kategorie Beste Hauptdarstellerin eine Kandidatin für den kleinen, goldenen Mann. Das wäre dann übrigens ihr vierter Oscar bei insgesamt 21 Nominierungen, wenn sie am 4. März 2018 auf die Bühne gerufen wird.

Mit 21 Nominierungen ist sie übrigens die meist-nominierte Frau aller Zeiten:


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