Bild: imago/Cinema Publishers Collection
Das behauptet zumindest Produzent Adi Shankar.

Seit 1989 gibt es die "Simpsons", und mit ihnen eine Vielzahl von Figuren, die im beschaulichen Springfield zu Hause sind. Momentan läuft in den USA die 29. Staffel der Zeichentrickserie, doch seit einiger Zeit gibt es Rassismus-Vorwürfe gegen die Macher der Serie. Konkret geht es dabei um Apu, den indischstämmigen Besitzer des Kwik-E-Mart. Jetzt soll das Problem aus dem Weg geräumt werden – und Apu aus den "Simpsons" verschwinden.

Was wird den "Simpsons"-Machern vorgeworfen?

Der Supermarkt-Besitzer strotzt nur so vor Klischees: Er spicht mit sehr starkem Akzent, zu Hause warten acht Kinder auf ihn und er befindet sich in einer arrangierten Ehe. Im Jahr 2017 befasste sich die Dokumentation "The Problem with Apu" mit den Vorwürfen.

Vor wenigen Monaten schaltete sich auch der indischstämmige Produzent Adi Shankar in die Debatte ein und rief zu einem Drehbuch-Wettbewerb auf. Das Ziel: Das Apu-Problem elegant lösen, indem sich die Figur entweder weiterentwickelt oder aus der Serie herausgeschrieben wird. Shankar bezeichnete Apu als "Verhöhnung". Vor allem kritisierte er den Akzent, den "kein Inder auf diesem Planeten" habe.

Wie reagieren die "Simpsons"-Autoren?

Im April gingen sie das Thema in einer Episode der Zeichentrick-Serie an. Ihre Argumentation: Was vor knapp 30 Jahren niemanden gestört habe, sei nun nicht mehr politisch korrekt – was solle man dagegen schon tun?

Kritikerinnen und Kritikern reichte diese Reaktion der "Simpsons"-Autoren nicht. Jetzt haben diese offenbar auch eingesehen, dass sie das "Apu-Problem" nicht einfach weiter ignorieren können. 

Adi Shankar sagte nun in einem Interview, er habe von verschiedenen Quellen erfahren, dass Apu aus der Serie herausgeschrieben werden soll. "Sie werden daraus keine große Sache machen, aber sie werden ihn komplett fallen lassen, nur um der Kontroverse aus dem Weg zu gehen", sagte Shankar. Auf Nachfrage von "IndieWire" ließ der produzierende US-Sender Fox lediglich verlauten, dass Apu in einer aktuellen Episode durchaus vorkomme. (Indiewire)


Fühlen

Ist man wirklich besser im Bett, wenn man viele Partner hatte?
Wir haben jemanden gefragt, der es wissen muss.

Wenn sich Menschen näher kommen und miteinander schlafen, wird es für Heinz-Jürgen Voß interessant. Denn ist Voß Sexualwissenschaftler und arbeitet an der Hochschule Merseburg. Dort werden Studiengänge wie "Angewandte Sexualwissenschaft" oder "Sexologie" angeboten.   

Auf der Suche nach der Frage: "Wie wird der Mensch besser im Bett?", haben wir mit ihm über One-Night-Stands, Sex in Beziehung und sexuelle Erfahrungswerte gesprochen.

Herr Voß, wie wird der Mensch besser im Bett?

Sexualität ist ein Prozess. Das bedeutet, dass man natürlich ein Stück weit erst mal Wissen benötigt und üben muss. Menschen müssen also durchaus Erfahrungen sammeln.

Dabei testen Menschen oft ihre Grenzen aus – ist es einfach eine Typ-Frage, ob mir das leichter mit vertrauten Personen oder mit Fremden fällt?

Sich zu entwickeln bedeutet stets, dass wir Grenzen austesten. So ecken Kleinkinder immer wieder an und werden darauf hingewiesen, was anderen Kindern wehtut oder was einfach in der Gesellschaft nicht legitim ist.

So ist es auch in der Sexualität. Auch hier testen wir aus, was wir und was andere mögen. Dabei übertreten wir zuweilen – ungewollt – Grenzen und benötigen ein gutes Umfeld, das uns auf diese Grenzverletzungen hinweist. Seine Grenzen erkennen und aussprechen zu können, wenn wir etwas nicht mögen, baut auf einer guten sexuellen Bildung auf.