Bild: Warner Brothers

Arschlöcher mag natürlich keiner, aber zugegeben: Sie bringen die richtige Würze in viele Filme. Und sind es nicht gerade die Ekelpakete, die unsere Emotionen so richtig zum Kochen bringen? Und wegen denen man sich am Ende an einen Film erinnert? Vom liebenswerten Scheusal bis zur absoluten Ausgeburt der Hölle – wir präsentieren euch die arschigsten Filmcharaktere aller Zeiten.

10. "Besser geht’s nicht" – Melvin: Ein Misanthrop mit Zwangsneurosen

Den auf unnachahmliche Weise komischen Unsymphaten verkörpert Jack Nicholson in vielen seiner Filme – und das kann er brillant! Das liebenswerteste Scheusal spielt er allerdings in "Besser geht’s nicht". Mit Beleidigungen der Extraklasse macht er sich als Schriftsteller Melvin bei seiner gesamten Umwelt unbeliebt. "Unhöflich" wäre eine geradezu lächerliche Untertreibung. Rassistisch, homophob, tier- und menschenfeindlich sind die treffenderen Adjektive für diesen Grobian, der obendrein an den herrlichsten Zwangsneurosen der Filmgeschichte leidet.

9. "Wolf of Wall Street": Jordan Belfort – Macht-, geld- & sexgeil

Leo können wir ja eigentlich nie so wirklich böse sein. Beim Schauen von "Wolf of Wall Street" beispielsweise vergessen wir allzuoft, wen wir da eigentlich vor uns haben: den skrupellosen und geldgierigen Börsenmakler Jordan Belfort.

Als wäre es nicht schon genug, dass er mit seinen Geschäften die Existenz von Tausenden Menschen gefährdet – er behandelt auch seine Frau wie den letzten Dreck. Es scheint ihm unter anderem die größte Wonne zu bereiten, sie vor anderen Menschen bis auf die Vagina bloßzustellen. So einen Ehemann wünscht sich wirklich keine Frau! Naja, außer er wird von Leo verkörpert.

8. "Harry Potter" – Dolores Umbridge: Die fiese Hexe

Es gibt wohl kaum eine heimtückischere Filmfigur als Dolores Umbridge, eine mehrfach in der "Harry Potter"-Reihe auftretende alte Hexe. Harry begegnet ihr zuerst im Gerichtssaal des Zaubereiministeriums, wo sie für seine Verurteilung stimmt, obwohl er unschuldig ist.

Schlimmer noch wird es, als sie nach Hogwarts kommt und allen Schülern mit brutalen Maßnahmen das Leben schwer macht. Inklusive Folter und Unterdrückung. Einfach nur zum Aufregen diese alte Kröte!

Mediasteak x bento

MediasteakAnne und Laura von Mediasteak zeigen, was in den Mediatheken steckt. Jeden Freitag empfehlen sie die besten Spielfilme, Dokumentationen und Serien bei bento.

7. "Kill Bill Vol. 2": Bill – Ein mörderischer Racheengel

Wenn man Bills Herz bricht, sollte man seine Beine in die Hand nehmen und schleunigst untertauchen. Denn Bill kann nach eigenem Bekunden schon Mal "überreagieren". Dann hetzt er nämlich ein Killerkommando auf die Verflossene und ihre Liebsten, während diese gerade die Hochzeitszeremonie proben.

Wie soll man mit so einem unbarmherzigen Arschloch umgehen? Ganz klar – einfach den Spieß umdrehen und Bills Herz, nachdem man es schon gebrochen hatte, explodieren lassen.

6. "Drecksau": Bruce Robertson – Der korrupte Bulle

Bruce Robertson – grandios gespielt von James McAvoy – verkörpert eine "Drecksau", die ihrem Namen alle Ehren macht. Der korrupte Bulle steht kurz vor der Beförderung zum Detective Inspector. Dafür ist ihm jedes Mittel recht.

Durch Intrigen hetzt der kokainsüchtige Cop seine Kollegen gegeneinander auf, stürzt sich mit deren Frauen in sexuelle Eskapaden und verliert ganz nebenbei total die Kontrolle über sein Leben. Bei so viel Versautheit irgendwie auch verdient!

5. "Matilda": Fräulein Knüppelkuh – Die fiese Direktorin

Wenn wahre Schönheit von Innen kommt, wundern wir uns nicht, warum Frau Knüppelkuh so aussieht, wie sie aussieht. Die Direktorin von Matilda, einem mit telekinetischen Fähigkeiten ausgestatteten schlauen Mädchen, ist mit allen möglichen Makeln ausgestattet.

Doch das macht sie natürlich noch lange nicht zum Arschloch. Vielmehr ist es die Tatsache, dass sie größte Freude dabei empfindet, die ihr anvertrauten Kindern einzusperren, psychisch und physisch zu drangsalieren. Aber die Knüppelkuh ahnt nichts von den Kräften der kleinen Matilda!

4. "Titanic": Cal Hockley – Ein Mega-Macho

Besitzergreifend, arrogant und materialistisch. Cal, der Verlobte von Rose DeWitt Bukater (Kate Winslet), will diese in das Korsett gesellschaftlicher Konventionen schnüren, das sie beinahe dazu bringt, sich von der Reling der Titanic in den Atlantischen Ozean zu stürzen. Wie gut, dass Jack (Leo DiCaprio) kommt, um sie sowohl von dem Gedanken als auch von ihrem Verlobten zu befreien!

3. "Whiplash": Terence Fletcher – Der perfide Pädagoge

Das Lehrer ziemlich streng sein können, wissen wir noch aus der Schulzeit. Und auch in unserer Arschloch-Liste befinden sich einige Pädagogen, die durch ihre fragwürdigen Lehrmethoden einen Ehrenplatz in der "Hall of Shame" bekommen. Doch Terence Fletcher ist schlimmer als das.

Der Musiklehrer will seine Schüler zur Höchstleistung drillen und ist dabei so sadistisch, dass sich einer seiner Schüler das Leben nimmt. Zugegeben, dagegen war der Unterricht bei unserer Latein-Lehrerin ein Zuckerschlecken!

2. "Der Teufel trägt Prada": Miranda Priestly – Die stylische Ziege

Nein, sie ist natürlich kein Arschloch – die anderen sind einfach nur zu inkompetent. Miranda Priestly ist die Chefredakteurin der großen Modezeitschrift "Runway" und damit die neue Vorgesetzte der grauen (aber intelligenten) Maus Andy.

Diese ahnt zu Anfang nicht, dass sie sich mit ihrem neuen Job in die Höhle der Löwin begeben hat. Denn Miranda Priestly ist mit allen Wassern gewaschen – unglücklicherweise im Arschloch-Waschgang.

1. "The Social Newtork": Mark Zuckerberg – Das Selfmade-Arschloch

Arschlöcher dieser Größe würden in den meisten fiktionalen Filmen irgendwann bestraft werden – für das Happy End. Nicht so in "The Social Network", denn das Drehbuch basiert auf der wahren Geschichte des Facebook-Gründers Mark Zuckerberg. Und das Leben hält leider nicht für jeden eine Abrechnung bereit.

Im Gegenteil: Trotz etlicher fieser Moves, die alle im Film zu sehen sind, bringt es Zuckerberg zu einem unfassbar gigantischen Vermögen (und vielen Millionen Facebook-Likes...). Zumindest macht all das den Zuckerberg im Film nicht gerade beliebter. Das stinkreiche Computergenie hat am Ende zwar Visitenkarten mit der Aufschrift "I'm CEO ... bitch“, aber (wahre) Freunde macht er sich mit dieser Attitüde nicht.


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