Bild: Christophe Brachet/ EntertainTV

Der alleinerziehende Manfred lebt mit Teenie-Sohn Dominik im beschaulichen Bayern. Als er zu einer außerordentlichen Konferenz in die Firma beordert wird, spekuliert Manfred schon auf eine Beförderung in die Geschäftsführung – doch der exzentrische Firmenchef Jäger hat andere Pläne: Der Unternehmer hat kurzerhand Teile des verschlafenen französischen Örtchens Jiscalosse aufgekauft. Genau dorthin verlegt er jetzt Manfreds gesamte Abteilung.

So startet "Deutsch-Les-Landes", die erste Serien-Produktion der Telekom für den eigenen Streamingdienst Magenta TV. Manfred, gespielt von "Stromberg"-Star Christoph Maria Herbst, ist von der plötzlichen Zwangsversetzung alles andere als begeistert. Aber auch die Franzosen sind überrumpelt: 200 Deutsche in ihrem idyllischen Dörfchen? Das kann doch nicht gut gehen! Es folgt ein erwartbarer Clash der nicht immer kompatiblen Kulturen.

Soll die Serie etwa ein subtiles Statement zur Flüchtlingsdebatte sein?

Wir haben diese Frage Christoph Maria Herbst und seinem Co-Star Sebastian Schwarz gestellt. Sie sagen: auf keinen Fall. "Die Serie war schon angedacht, als wir die aktuelle Flüchtlingsthematik noch gar nicht hatten", erklärt Herbst. Es müsse seiner Meinung nach auch nicht jede Serie politisch sein und aktuelle Themen aufgreifen.

"Deutsch-Les-Landes" wurde nicht in irgendeinem Studio in Deutschland gedreht, sondern vor Ort in Frankreich. Der Ort der Handlung war gleichzeitig das Set der Serie. "Zuerst war von einem baskischen Dorf die Rede, ganz tief unten im Südwesten Frankreichs", erinnert sich Herbst, "am Ende muss man natürlich immer gucken, was ist bezahlbar. Da ist man schnell auf die Region Entre deux mers gekommen, weil man da einfach alles hat: mittelalterliche Dörfer, Atlantik, Weinberge, aber auch eine Millionenstadt wie Bordeaux." 

Apropos: "Der Wein in Bordeaux ist natürlich auch sehr gut", fügt Schwarz hinzu. Praktisch, dass laut Schwarz die französischen Kollegen darauf bestanden, dass auch alkoholische Getränke Teil des Caterings seien. 

Ähnlich entspannt sahen es die Französinnen und Franzosen offenbar auch mit der Vorbereitung: "Französische Schauspielerinnen und Schauspieler proben nicht", erläutert Herbst, "die sagen zum Regisseur: Schmeiß' die Mühle an, ich spiel' dir den Scheiß! Sebastian und ich, wir kommen eher vom Proben und Ausprobieren." Schwarz fand das aber gar nicht schlecht: "Es hat auch Vorteile, weil dann in der Situation alles noch frisch ist."

Das Zusammenspiel von Schwarz und Herbst ist mühelos – viele der witzigsten Momente der Serie entstehen so. Aber auch alle anderen Charakteren funktionieren gut miteinander. Das ist selten und sehenswert.

Während nun die erste Staffel von "Deutsch-Les-Landes" anläuft, bereiten Cast und Crew sich schon auf die zweite Runde vor. Oder, wie Christoph Maria Herbst es ausdrückt: "Das Blut unter dem Vertrag ist noch nicht getrocknet. Aber wird sind schon dabei zu ritzen."

"Deutsch-Les-Landes" startet am 1. November exklusiv bei Magenta TV.


Musik

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