Welchen Neustart sollte man auf keinen Fall verpassen und welchen kann man sich getrost sparen? Wir stellen dir jede Woche den Kinostart vor, der sich wirklich lohnt.

1. Ein Fantasy-Epos kommt ins Kino

Diese Woche erwartet dich ein besonderes Kinoabenteuer aus dem Fantasy-Genre. Nicht nur J. R. R. Tolkien und George R. R. Martin wissen wie man ein gewaltiges Epos schreibt, auch der "King of Horror" Stephen King hat eine Fantasy-Reihe geschrieben. Für viele seiner Fans ist sie sein absolutes Meisterwerk.

Die Quintessenz aus acht dicken Romanen läuft ab dieser Woche im Kino: "Der dunkle Turm" erzählt die Geschichte von Revolvermann Roland Deschain (Idris Elba), der in einer postapokalyptischen Welt gegen den Mann in Schwarz kämpft. Der titelgebende dunkle Turm ist das Zentrum zwischen der Welt des Revolvermanns und der unseren. Seine Zerstörung würde Chaos bedeuten und genau das will der Mann in Schwarz.

Zu einer Schlüsselfigur wird der Junge Jake Chambers, der aus dem New York unserer Welt in das Paralleluniversum gelockt wird. Er ist nun dringend auf den Schutz des Revolvermanns angewiesen, um dem Mann in Schwarz zu entkommen.

2. Langer Vorlauf – was kommt raus?

Schon 2010 gab es erste Gerüchte über eine Verfilmung von Stephen Kings hochgelobter Fantasy-Reihe. "Lost"-Regisseur J. J. Abrams hatte dem Grusel-Autor 2009 die Filmrechte für symbolische 19 US-Dollar abgekauft. Dann entschied er sich allerdings dagegen, das Epos selbst zu verfilmen, denn so etwas braucht Zeit und Ge(du)ld.

Das anspruchsvolle Projekt hat schließlich der dänische Regisseur Nikolaj Arcel übernommen. Von ihm werden wir nicht nur diese Kino-Adaption sehen, denn er hat noch weitere spannende Pläne für die Fantasy-Welt Stephen Kings.

3. Der dunkle Turm – so geht es weiter

Natürlich ist eine Fantasy-Reihe, die insgesamt acht Bände umfasst, eine viel zu üppige Vorlage für den Kinofilm Laut Nikolaj Arcel orientiert sich "Der dunkle Turm" vor allem an Buch eins "Schwarz" und Buch drei "Tot" und damit bleibt natürlich genug Stoff für weitere Adaptionen übrig. Informierte Filmfans wissen deshalb:

Diese Fortsetzungen wird es allerdings nicht im Kino geben. Arcel plant nämlich eine eigene TV-Serie, in der die vielen Leerstellen, die eine einzelne Kinoverfilmung zwangsläufig hinterlässt, geschlossen werden sollen. Ein weiterer Grund, sich den Kino-Auftakt also nicht entgehen zu lassen. Mit der Auswahl seiner Hauptdarsteller hat Nikolaj Arcel bereits ein gutes Händchen für die Adaption bewiesen.

4. Traum-Cast: Idris Elba und Matthew McConaughey

Als Buchfan könnte es durchaus passiert sein, dass dich die ersten Trailer zu "Der dunkle Turm" verwirrt haben, denn in Stephen Kings Vorlage ist Revolvermann Roland Deschain weiß. Dort erinnert er an Westernhelden wie Clint Eastwood und John Wayne, aber natürlich kann diese Coolness genauso von einem schwarzen Schauspieler verkörpert werden. Das schafft Idris Elba in "Der dunkle Turm" ohne Probleme. Seine blitzschnellen Nachlade-Moves macht ihm so schnell keiner nach.

Einen würdigen Gegenspieler bekommt er mit Matthew McConaughey als der Mann in Schwarz. Was der genau ist, können Nicht-Buchleser nur spekulieren. Auf die Frage seines jungen Begleiters Jake "Er ist der Teufel oder?" meint Revolvermann Roland nur "Schlimmer."

Cineasten steht ein bildgewaltiges Duell bevor, dass sich zwei äußerst charismatische Schauspieler liefern werden.

5. Nicht nur für Buchfans

Stephen Kings "Dunkler Turm"-Zyklus umfasst insgesamt acht Romane, aber das ist kein Grund, die Verfilmung von vorn herein abzuschreiben. Nikolaj Arcel hat sich bemüht, den Einstieg in die epische Welt einfach zu gestalten und dennoch den Grundstein für die geplante Serie gelegt. Für Buchfans könnte diese erste Adaption sicherlich mehr Tiefgang haben, aber ein kleiner Trost ist vielleicht, dass Arcel neben Referenzen zu verschiedenen Bänden der Fantasy-Reihe auch Easter-Eggs aus bekannten King-Klassikern wie "Es" und "Brennen muss Salem" eingebaut hat.

Erste Kinofans hat "Der dunkle Turm" schon gefunden:


Sport

Das ist das Flüchtlingsteam, das bei der Leichtathletik-WM startet

Der Eine ist der Star der Leichtathletik auf den Langstrecken, der Andere zum ersten Mal in seinem Leben in einem großen Stadion – und dann gleich bei einer Weltmeisterschaft: Mohamed "Mo" Farah und Kadar Omar Abdullahi. 

Am Mittwochabend liefen beide eine Zeit vereint am Ende des Feldes im 5000-Meter-Vorlauf bei der Leichtathletik-WM in London. Wie zwei Trainingspartner, die sich gemeinsam zu neuen Höchstleistungen anstacheln.

Farah rannte Abdullahi zwar irgendwann davon, aber trotzdem muss sich das Rennen für Abdullahi wie ein Sieg angefühlt haben: Seine persönliche Bestleistung unterbot er um 20 Sekunden. Farah wartete im Ziel auf ihn, empfing ihn mit einer Umarmung – eine der emotionalsten Szenen der WM bislang.