Bild: Fox Movies
Für diesen Typen schämen sich die übrigen X-Men

Am Donnerstag kommt "Deadpool" in die Kinos, ein Film über den wahrscheinlich freakigsten Mutanten aus Marvel's X-Man-Schmiede.

Hier ist der Trailer:
1. Deadpool is that cool

Deadpool trägt ein rotes Ganzkörperkostüm, zwei Samuraischwerter und immer genügend Pistolen am Gürtel. Hinter dem Outfit steckt Wade Wilson (gespielt von Ryan Reynolds), ein...

Hey, das bin ich! Ich bin großartig!!

...ein nicht mehr ganz so großartiger Mensch mit Persönlichkeitsstörung. Er redet daher im Comic wie auch jetzt im Film gerne mit sich selbst oder dem Comic-Leser.

Im Business nennt man das Durchbrechen der 4. Wand, du Idiot!

Die Spielart, sich selbst und das gesamte Comic-Genre in keiner Weise ernst zu nehmen, macht Deadpool so besonders: Er ist sexistisch, chauvinistisch und brutal – aber das alles ist nie ernst gemeint. Wer von klassischen Helden wie Captain America oder korrekten Typen wie Thor mittlerweile gelangweilt ist, für den ist der Antiheld Deadpool wie ein Mentos nach drei Portionen Chimichanga.

(Bild: Marvel)
2. Deadpool hat übernatürliche Kräfte

Logisch, sonst wäre er ja kein Superheld. Wade Wilson war Söldner, bekam Krebs diagnostiziert und nahm deswegen an einem geheimen Forschungsprogramm teil, dass ihm übernatürliche Selbstheilungskräfte verschaffen sollte. Ja, Wolverine lässt grüßen! Das funktionierte so gut, dass ein abgehackter Arm oder ein gebrochenes Genick für Deadpool kein Problem mehr ist. Sein Körper ist allerdings seitdem entstellt.

Scheiße bei den Ladys...

Daher das Ganzkörperoutfit?

You got it!

(Bild: Marvel)
3. Deadpool ist der "Merc with a Mouth"

Egal ob im Dialog mit dem Leser oder anderen Charakteren: Deadpool hat immer eine große Klappe und sich daher den Spitznamen "Mercenary with a Mouth" – Söldner mit der großen Klappe – verdient.

Erzähl ihnen von der Comic-Reihe!

Genau, wer die gesamte Absurdität Deadpools am Stück will, ist daher mit der gleichnamigen Serie gut bedient. In der "Merc with a Mouth"-Reihe (2009-2010) wird Deadpool von einer Raumstation ins Dino-Zeitalter geschossen, um eine Biowaffe zu bergen. Dabei handelt es sich zu seiner Überraschung um seinen abgetrennten Kopf aus einem Zombie-Paralleluniversum – sozusagen eine Massenverzombifizierungswaffe. Deadpool will das Teil ins richtige Paralleluniversum zurückbringen, eine blonde Schönheit soll ihm dabei helfen.

Weltall, Dinos, Zombies und Girls - YES!

Äh ja, wie gesagt.

(Bild: Marvel)
4. Deadpool ist ein X-Men

Auch wenn er lieber als Einzelgänger unterwegs ist: Deadpool durchlief das gleiche Programm wie Wolverine und ist daher in einigen Geschichten mit den X-Men verbandelt. Comic-Fans könnte "Uncanny X-Force" bis Band 35 (2010-2012) interessieren: Wolverine formt hier ein junges Team mit Mutanten von zweifelhaftem Ruf, darunter selbstverständlich Deadpool.

(Bild: Marvel)

Darüber hinaus empfiehlt sich "X-Man Origins: Deadpool": Darin hat der Merc von den Gerüchten gehört, es gebe eine Realverfilmung mit ihm. Kurzerhand mischt er Hollywood auf, um den Drehbuchautoren seine Biografie nahe zu bringen.

Irgendwer muss denen ja zeigen, wo's langgeht...

(Bild: Marvel)
5. Deadpool braucht seine Zeit

Genau, denn der Film war eine schwere Geburt. Zunächst: Die Rechte der Comic-Figur gehört dem Verlag Marvel, der mit seinem eigenen Filmstudio seit einigen Jahren ein Superheldenfilm nach dem anderen raushaut.

Ja-ha, aber mein Film ist ja ein Supersuperheldenfilm!

Die Film-Rechte einige seiner Comic-Figuren hat Marvel allerdings an andere Studios verkauft. Alle X-Men treten daher in Filmen von Fox Movies auf, bei den "Avengers" oder den "Guardians of the Galaxy" bleiben sie außen vor. Ryan Reynolds hatte einen ersten Auftritt als Deadpool in "X-Men Origins: Wolverine" (2009). Den Fans gefiel die Besetzung so gut, dass sie einen eigenen Deadpool-Film wollten. Das Drehbuch ließ aber auf sich warten (Stichwort: Gewalt, Stichwort: Humor), zuletzt war sich das Studio gar nicht mehr sicher, ob und wie derbe Deadpool umgesetzt werden dürfe.

Ein guter Leak zu rechter Zeit...

Genau: Als das Studio das Projekt einstampfen wollte, leakten Beteiligte im Juli 2014 Testaufnahmen mit Ryan Reynolds.

Deadpool test footage leaked

Update : Ryan Reynolds is confirmed to be playing Deadpool Movie Releases :2/12/2016

Posted by Deadpool on Mittwoch, 30. Juli 2014


Die Fans überschlugen sich im Netz mit Lob – und für das Filmstudio war klar, dass nun der Film folgen muss. Ab 18 Jahren. Und mit all dem schwarzen Humor. Ryan Reynolds selbst sagte jetzt in der Tonight Show, er könnte einer derer gewesen sein, die das Testmaterial damals ins Netz stellten:

6. Deadpool <3 Emojis

Hey, und ich habe sogar meine eigene Emoji-Kollektion!!!!1elf

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