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Der Anti-Superheld ist zurück

Nach dem Erfolg von "Deadpool" im Jahr 2016 folgt nun die Fortsetzung. Erneut könnte man behaupten, dass es für Wade Wilson alias Deadpool (Ryan Reynolds) nicht ganz rund läuft. Sein alter X-Men Kumpel Colossus (Stefan Kapicic) nimmt ihn deshalb bei sich auf. Deadpool trifft so die mittlerweile erwachsene Negasonic Teenage Warhead (Brianna Hildebrand) wieder. Gleichzeitig lernt er auch den Bösewicht Cable (Josh Brolin) kennen, der hinter dem Teenager-Mutanten Russell alias Firefist (Julian Dennison) her ist. 

Deadpool kann Cable auf gar keinen Fall alleine bekämpfen und stellt deshalb seine eigene Superhelden-Crew auf. Seine sogenannte X-Force besteht aus Domino (Zazie Beetz), Zeitgeist (Bill Skarsgard), Weasel (T. J. Miller) und Peter (Rob Delaney), der keine Superkräfte hat. Er fand nur die Stellenanzeige cool.

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Ein Comic für Erwachsene

Obwohl in "Deadpool" anfangs keine großen Hoffnungen gelegt wurden und lange verhandelt werden musste, damit der Film überhaupt auf die Leinwand kommt, klingelten im Februar 2016 weltweit die Kinokassen. Mit einem weltweiten Einspielergebnis von über 760 Millionen Dollar ist "Deadpool" nicht nur der erfolgreichste Film mit R-Rating, sondern ist auch der erfolgreichste Start aus dem Hause 20th Century Fox und der beste Februar-Start aller Zeiten.

Mit 2,67 Millionen Zuschauern in Deutschland ist "Deadpool" sogar eine der erfolgreichsten Comicverfilmungen überhaupt – trotz FSK-Freigabe ab 16 Jahren! Die Zeichen stehen also gut, dass auch die Fortsetzung Anklang findet und Fans des dreckigen Humors wiederkommen.

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Der derbe Humor

Apropos dreckiger Humor: Man kann sich wieder sicher sein, dass nichts und niemand vor Deadpools Sprüchen sicher ist! Den Zuschauer erwarten unzählige Seitenhiebe, Sexismus, Rassismus und alles, was man sich ohne die nervige Moralkeule vorstellen kann. Es wird über alles Mögliche und Unmögliche hergezogen - sei es die Konkurrenz aus dem DC-Universe oder jedes erdenkliche Klischee des Superheldenfilms. Es darf auf jeden Fall genüsslich gelacht werden.

Noch witziger als der erste Teil:

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Begehrte Bösewicht-Rolle

In den Comicvorlagen begegnen sich Cable und Deadpool mehrfach. Cable ist ein zwei Meter große Riese aus der Zukunft, der die X-Force leitet. Seine Rolle galt lange als der am heißesten begehrte Job in Hollywood und viele Schauspieler waren im Gespräch. Es wurde über Russell Crowe ("War Machine"), Pierce Brosnan ("The Foreigner") und sogar "Stranger Things"-Star David Harbour gemunkelt. Letztendlich schnappte sich Josh Brolin das Angebot, der sich mit Comicverfilmungen ja bereits bestens auskennt. Immerhin war er schon in "Men in Black 3", "Sin City 2" und in "Avengers: Infinity War" als Bösewicht Thanos zu sehen!

Nicht einmal Cable bleibt vor Deadpool verschont:

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Brutal, brutaler, Deadpool

Was Regisseur David Leitch richtig gut kann, sind actionreiche Nahkampfszenen und Ballereien. Bereits bei "John Wick" oder "Atomic Blonde" konnte er beweisen, dass er ein großartiges Gespür für besondere Perspektiven hat. In "Deadpool 2" kann man zum Beispiel eine Autoverfolgungsjagd aus der Sicht des kopfüber Stehenden miterleben.

Es wird nicht auf derb inszenierte Schlägereien, blutige Schießereien oder Nahaufnahmen von durch Köpfe geschossenen Kugeln verzichtet - das muss man mögen.


Fühlen

Ich bekomme graue Haare – warum mich das nachdenklich macht
Jedes weiße Haar könnte für eine Frage stehen, die wir uns nicht mehr stellen müssen.

Der Tag war gerade ein paar Stunden alt und für mich schon gelaufen. Ich stand vor dem Spiegel und band mir das Haar zusammen, da fiel es mir auf: silbernes Schimmern in den dunklen Locken. Ein weißes Haar.

Ich erschrak, rückte an den Spiegel heran, zupfte die Strähnen auseinander, und fand: noch eins. Mehrere. An meinen Schläfen ging die Farbe verloren. Mein Haar wurde grau. Unter den Haaren, in meinem Kopf, hämmerte es: Ich bin noch nicht so weit! Hilfe!