Bild: Netflix

Es gibt wenig, das uns so nervös macht, wie ein Date. Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Bei den einen sind es Bindungsängste oder zu hohe Erwartungen, bei den anderen vielleicht die eigene Unsicherheit oder auch schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit.

Oft scheitert es aber schon an der Suche nach einem Date. Doch wer im Zeitalter von Tinder, Grindr und Co. nicht fündig wird, der lässt sich einfach verkuppeln. Von Freundinnen und Freunden – oder vom Fernsehen. 

Ob "Der Bachelor", "Die Bachelorette" oder "Love Island" – die Auswahl an Datingshows ist groß. Die wahre Liebe findet man dort aber nur selten. 

Konkurrenz gibt es jetzt aber von Netflix. Pünktlich zum Valentinstag veröffentlichte der Streamingdienst seine erste Datingshow, die auf den Namen "Dating Around" hört. In sechs Folgen stürzen sich sechs Frauen und Männer mit ihren Dates in das New Yorker Nachtleben – und es ist überraschend gut. 

  • Das Konzept: Der oder die Suchende trifft an fünf Abenden auf fünf Menschen und begibt sich direkt auf das erste Date mit ihnen. 

Schnell wird klar, dass es sich bei "Dating Around" um eine Sendung handelt, von der "Der Bachelor", "Die Bachelorette" und Co. etwas über (Blind) Dates lernen können. Zum Beispiel:

1 Das Date muss nicht von Anfang an perfekt sein.

Es darf auch gerne etwas unbeholfen sein. Schließlich hat man das Gegenüber erst seit wenigen Minuten vor sich. Spätestens nach der ersten Unterhaltung sollte sich das gelegt haben. 

In Folge 1 überrumpelt Victoria ihr Date etwas mit ihrem Humor, zerschlägt damit aber jeden Anflug von peinlicher Stille – und sichert sich so sogar ein zweites Date.

Aber keine Sorge, falls sich das Unangenehme doch nicht legt: Es besteht kein Zwang, eine Verabredung fortzuführen.

2 Die Welt besteht nicht nur aus heterosexuellen Menschen.

Während in den meisten Shows Männer die Frauen und Frauen die Männer daten, kommen bei "Dating Around" auch Dates von queeren Menschen zustande. In Folge 3 datet Produktionsdesigner Lex fünf Männer, in Folge 6 erklärt ein Date der lesbischen Mila, warum ihre Bisexualität nicht bedeutet, dass sie sofort mit jedem schlafen will, der ihr über den Weg läuft. 

3 Auch ältere Menschen gehen auf Dates.

Spätestens seit "Grace and Frankie" wissen wir, dass, obwohl viele es nicht so richtig wahrhaben wollen, ältere Menschen sehr wohl ein Liebesleben haben. Und natürlich haben sie auch jedes Recht darauf. Leonard, der nach dem Tod seiner Frau auf der Suche nach einer Beziehung ist, beweist mit seinen Dates sogar, dass junge Menschen noch so viel von seiner Generation lernen können. 

Zum Beispiel, dass es kein "Dealbreaker" ist, auch mal ehrlich zu sein und Dinge so zu sagen, wie sie ihr oder ihm in den Sinn kommen – ohne fürchten zu müssen, dass man vom Date dafür verurteilt wird:

„Ich esse um 18 bis 18:30 Uhr. Manchmal bin ich so langweilig, denn ich nehme gern mein Gebiss um 20 Uhr raus.“

4 Es ist kein Weltuntergang, wenn es nicht funkt.

Der Bachelor hat die Kandidatin nach dem Einzeldate nicht geküsst? DRAMA. Klar, es geht auch um die Quote, aber Unterhaltung kann genauso gut werden, wenn sich alle Beteiligten wie Erwachsene verhalten. Es hat nicht gefunkt? Kein Problem. Freunde kann man schließlich immer gebrauchen.

Dating Around

"Dating Around" gibt die Welt des Datings in all ihren Farben wieder und zeigt, dass wir uns von den Zwängen des perfekten Dates befreien sollten. Es muss nicht immer perfekt sein und das ist auch gut so. Eine Sache sollte man sowieso immer im Hinterkopf behalten: Auch für das Gegenüber ist es das erste Date.

Hier könnt ihr euch den Trailer zu "Dating Around" anschauen:



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Vier Oscar-Filme, die man sich auch sparen kann
Man muss sie ja nicht alle gesehen haben.

Vor den Oscars kann der Durchschnitts-Kinogänger schnell den Eindruck bekommen, das gesamte Filmjahr irgendwie verschlafen zu haben - weil man so viele nominierte Filme noch nicht gesehen hat

Aber wenn wir ganz ehrlich sind: Nicht alle nominierten Filme sind auch sehenswert. Und manche kann man sich auch einfach sparen - außer man steht genau auf diese Art von Erzählung, Humor oder Genre. 

Wir haben vier für die Oscars 2019 nominierte Filme zusammen getragen, die man nicht unbedingt im Kino gesehen haben muss. 

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