Bild: Netflix

Die erste deutsche Netflix-Serie "Dark", eine der erfolgreichsten nicht-englischsprachigen Serien auf Netflix, die 2018 unter anderem mit sieben Grimme-Preisen ausgezeichnet wurde, bekommt eine zweite Staffel (bento). Am 25. Juni 2018 starteten die Dreharbeiten, jetzt hat Netflix mit einem Teaser-Trailer auch bekanntgegeben, wann die zweite Staffel zu sehen ist. 

Was wir schon jetzt über die neue Staffel wissen:

Wann wird die zweite Staffel "Dark" auf Netflix gezeigt?

Ab dem 21. Juni 2019 werden die neuen Folgen auf Netflix zu sehen sein. 

In diesem Teaser-Trailer zeigt Netflix erste Bilder aus der zweiten Staffel und gibt das Startdatum offizell bekannt:

Welche Darsteller sind dabei?

Als neue Schauspieler wurden bisher 

  • Sandra Borgmann ("Baader Meinhof Komplex"),
  • Winfried Glatzeder ("Tatort", aber vielen vielleicht besser bekannt aus "Ich bin ein Star – holt mich hier raus") und
  • Sylvester Groth ("Inglourious Basterds")

angekündigt. Wer genau alles von den alten Darstellern weiterhin dabei ist, hat Netflix bisher nicht bekannt gegeben. 

Worum geht es überhaupt nochmal bei "Dark"?

Die erste Staffel spielt in der fiktiven deutschen Kleinstadt Winden im Jahr 2019. Zwei Kinder, Erik Obendorf und später auch Mikkel Nielsen, verschwinden spurlos. 

Vier Familien stehen dabei im Zentrum des Geschehens. Im Laufe der Handlung stellt sich mehr und mehr heraus, inwieweit diese Familien eigentlich miteinander verbunden sind und welche Geheimnisse die einzelnen Familienmitglieder haben. 

Was ist das zum Beispiel für eine unbekannte verstümmelte Kinderleiche, die im Wald aufgetaucht ist? Es ist weder Erik noch Mikkel. Und was hat das Verschwinden der Jungs mit einem ähnlichen Fall aus dem Jahr 1986 zu tun? 

Spoiler-Warnstufe orange

Wir verraten hier etwas über die Serie oder den Film. Nicht das komplette Ende. Nicht die Mörder-Überraschung. Falls du dich aber ärgerst, wenn wir hier gleich Ereignisse vorwegnehmen: Lieber erst anschauen und dann hierher zurückkommen.

Was wird die Handlung von Staffel 2 sein?

Die erste Staffel endet damit, dass der Hauptcharakter Jonas Kahnwald (Louis Hofmann) im postapokalyptischen Jahr 2052 strandet. Nun hat Netflix bekanntgegeben: Jonas ist in der Zukunft gefangen und versucht verzweifelt ins Jahr 2020 zurückzufinden (er kam aber aus dem Jahr 2019. Warum will er ein Jahr später zurückkehren?). 

Seine Freunde Martha, Magnus und Franziska sind währenddessen im Jahr 2020 damit beschäftigt, Licht ins Dunkle der mysteriösen Ereignisse in ihrer Heimatstadt Winden zu bringen. 

Es sind acht Episoden mit einer Länge von etwa 60 Minuten geplant. 

Hier sind erste Szenenbilder aus den neuen Folgen:

1/12

Netflix hat schon die erste Seite des Drehbuchs der ersten Folge aus der zweiten Staffel veröffentlicht.

(Bild: Netflix)

Daraus erkennen wir, dass es anscheinend einen neuen Charakter namens Adam gibt, denn in seinem Zimmer beginnt die Szene. Außerdem befinden wir uns im Jahr 1921

In der ersten Staffel spielte die Handlung in einem Turnus von 33 Jahren: 1953, 1986, 2019 und 2052. Da passt das Jahr 1921 nicht hinein, es ist um ein Jahr versetzt – erklärt aber, warum Jonas laut Netflix' Handlungszusammenfassung der zweiten Staffel offensichtlich versucht, ins Jahr 2020 zurückzukehren. Zeitsprünge in Abständen von 33 Jahren scheinen noch immer eine Rolle zu spielen – aber dieses Mal um ein Jahr versetzt. 

Adam scheint die vier Familien aus der ersten Staffel zu kennen, denn ihre Stammbäume hängen bei ihm an der Wand. 


Grün

Warum es sehr wohl einen Unterschied für die Umwelt macht, ob du fliegst oder nicht
Darum sollten Robert Habeck und Leonardo DiCaprio künftig Bahn fahren.

Mit dem Flugzeug von Berlin nach München, weil die Fernbeziehung sonst leidet? Wochenendtrip nach Venedig, weil das Wetter in Deutschland nervt – und die Flüge einfach so billig waren?

Klar ist das schlecht fürs Öko-Karma. Aber egal: Zahlen wir halt die CO2-Abgabe auf den Flugpreis drauf. Sogar Grünen-Chef Robert Habeck fliegt wohl manchmal Kurzstrecke (Twitter). Und einen wirklichen Unterschied macht eine einzelne Konsumentscheidung ja doch nicht – bei Deutschlands 904,7 Millionen Tonnen Treibhausgasen im Jahr, die in der Klimabilanz des Umweltbundesamtes etwa für 2017 berechnet wurden. Oder?

Doch, sagt ein britischer Wissenschaftler. Steve Westlake ist kein Klimaforscher, sondern Kommunikationswissenschaftler. Er hat das Flugverhalten von Menschen untersucht – und wie ihr Umfeld darauf reagiert. Dafür hat er 32 qualitative Interviews geführt und 380 Menschen befragt.

Westlakes Ergebnis: Nicht-Fliegen ist ansteckend, weil es das Fliegen als Normalität infrage stellt. (The Conversation

Westlake beruft sich auf die Idee der sozialen Normen: Unser Verhalten beeinflusst demnach das Verhalten der Menschen um uns herum. Eine wichtige Rolle spielen dabei einzelne, hoch angesehene Personen – das hat frühere Forschung bereits gezeigt. Sie können die moralischen Normen und das Verhalten von Gruppen so beeinflussen, dass Nachhaltigkeit zur neuen Normalität wird. (Studie

In Schweden wurde eine ähnliche Debatte um den Begriff "Flugscham" ausgelöst.

Statt einen Flieger zu nehmen, fuhr Greta Thunberg mit dem Zug von Stockholm zum Weltwirtschaftsforum nach Davos, schrieb darüber – und löste so die Debatte um Flugscham aus. Die These: Steigen Reisende heute – mit Vorbildern wie Greta Thunberg – nur noch verschämt in den Flieger, weil sie um die negativen Auswirkungen des Fliegens auf die Umwelt wissen? Wirkt sich die Flugscham vielleicht sogar auf das Reiseverhalten aus? (SPIEGEL ONLINE

Wir haben mit dem Kommunikationswissenschaftler Steve Westlake gesprochen: über Flugscham – und warum Leonardo DiCaprio dringend die Bahn nehmen sollte. Westlake lehrt an der Universität Cardiff in Wales.

Herr Westlake, wohin sind Sie zuletzt geflogen?

Nach Verona, in Italien. Das war vor vier Jahren, danach habe ich mit dem Fliegen aufgehört. Es ist schwer, heutzutage nicht zu fliegen. Es gehört für die meisten zum Leben dazu und es aufzugeben ist ein starkes Signal.

Warum haben Sie aufgehört?

Kevin Anderson hat mich dazu gebracht, ein angesehener Klimaforscher aus Großbritannien. Er ist sehr kritisch gegenüber Menschen, die viel fliegen. Vor allem gegenüber Forschern, die sagen, sie wollen den Klimawandel stoppen – und dafür um die Welt fliegen. Man muss nach den eigenen Idealen auch leben. Ich finde das sehr logisch.