Bild: Disney Pixar
Fünf Gründe für den Film
1. "Coco" nimmt uns mit nach Mexiko.

Keine Märchenwelt, kein Schloss und keine Prinzessin in Sicht – "Coco" spielt in einem kleinen Dorf im Herzen von Mexiko. Das bedeutet: Warme Farben, Mariachis an jeder Straßenecke und geflucht wird nur auf Spanisch. Die Traditionen, Bräuche und Charaktere werden liebe- und respektvoll dargestellt. 

Das sorgte dafür, dass Coco in Mexiko der erfolgreichste Film aller Zeiten wurde – obwohl es vor dem Start ziemlich viele Sorgen und Kritik gab, ob Disney das hinbekommt. (SPIEGEL ONLINE)

2. Er ist – im wahrsten Sinne – ein Familienfilm.

In "Coco" versucht der kleine Miguel, sich gegen seine Familie durchzusetzen. Die sind immerhin die bekanntesten Schuhmacher in der ganzen Region und wollen nichts mehr, als dass er das Unternehmen fortführt. Dabei will Miguel doch eigentlich Sänger werden! 

Sollte eine Familie ihre Kinder unterstützen oder sie zu etwas drängen, das sie eigentlich gar nicht möchten? Und wieso können Kinder nicht auf den Rat der Erwachsenen hören, die sich doch viel besser mit allem auskennen? "Coco" stellt hier viele Fragen, die vor allem für gemeinsam schauende Familien Gesprächsstoff liefern. 

3. "Coco" geht ein schwieriges Thema an.

Der neue Film von Disney und Pixar begibt sich in eine Welt, die ansonsten in Kinderfilmen eher gemieden wird: Das Reich der Toten. 

In Mexiko feiert man Anfang November traditionell den "Dia de los muertos", den Tag der Toten. Familien und Freunde gedenken dann der Verstorbenen, besuchen die Friedhöfe und – so glaubt man – ermöglichen es den Toten so, einmal im Jahr ihre Familien wieder zu sehen. 

Miguel hingegen gerät durch einen unglücklichen Zufall in die andere Richtung und betritt das Reich der Verstorbenen. Gemeinsam mit allerlei Vorfahren und einem liebenswerten Vagabunden versucht er dort, sein verstorbenes Idol zu treffen. 

Der Film gibt hier liebevolle Erklärungen und Ideen für das, was nach dem Tod mit geliebten Menschen passiert – ohne dabei irgendeine Religion zu Hilfe zu nehmen. Und wird dabei niemals zu gruselig, um ihn mit kleinen Kindern zu sehen.

4. Dante ist der heimliche Hauptdarsteller.

Neben Miguel begibt sich noch ein anderer mit in das Reich der Toten – der schusselige Straßenköter Dante. Auch, wenn er hässlich ist, spielt sich Dante mit seinem Grinsen schnell in die Herzen der Zuschauer. 

Dass ein knochenliebender Hund in einem Reich voller Skelette wie im Paradies lebt, kann man sich vorstellen: 

5. Es gibt Anspielungen, die nur Erwachsene verstehen.

Wie immer in den Kinderfilmen von Pixar verstecken sich hier viele Anspielungen, mit denen Kinder nichts anfangen können. Ein Beispiel: Der Auftritt der verrückten Künstlerin Frida Kahlo, die in der Unterwelt gerade an einer Live-Show arbeitet und dabei alle surrealen Register zieht. Wer sich für Kunst interessiert, kann darüber herzlich lachen – und wer das nicht tut, auch. 

Pixar und Disney ist es wieder mal gelungen, einen Film ins Kino zu bringen, dem wirklich jeder etwas abgewinnen kann. 

"Coco" läuft seit dem 30. November in den deutschen Kinos, der Film hat keine Altersbeschränkung.


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