Was heißt hier "interaktiv"?

Jetzt ist es offiziell: Am Freitag, dem 28. Dezember 2018, erscheint "Black Mirror – Bandersnatch" auf Netflix. Ein Trailer hat das Veröffentlichungsdatum verraten. Doch "Bandersnatch" soll keine normale "Black Mirror"-Folge sein.

1 Was ist das Besondere an "Black Mirror – Bandersnatch"?

Jede "Black Mirror"-Folge zeigt eine abgeschlossene Geschichte mit eigenen Protagonisten. Einzelne Folgen hatten dabei durchaus auch schon Überlänge. Den bisherigen Rekord hält die Episode "Von allen gehasst" (Staffel 3, Folge 6) mit 89 Minuten. 

"Bandersnatch" soll mit 90 Minuten jetzt als Netflix-Film gelten (The Hollywood Reporter). Der Film soll dabei für sich alleine stehen und nicht ein Teil der für Anfang 2019 erwarteten fünften Staffel sein. 

2 Dieser "Black Mirror"-Film soll erstmals interaktiv sein. Was heißt das?

Wie Esquire herausgefunden haben will, soll "Bandersnatch" die erste interaktive, beziehungsweise "choose your own adventure"-Geschichte von "Black Mirror" sein. So soll der Film zwar 90 Minuten lang sein, es soll allerdings über 300 Minuten Material geben. Zuschauer sollen während des Films an mehreren Stellen die Möglichkeit bekommen, selbst zu entscheiden, wie es weiter geht. 

3 Worum geht es in "Bandersnatch"?

Auch das Setting ist ein anderes, als man es von "Black Mirror" kennt. Meistens spielen die Episoden in der Zukunft und zeigen uns Distopien auf, in denen wir irgendwie von Medien und Technik negativ beeinflusst werden. 

"Bandersnatch" aber spielt in der Vergangenheit, im Jahr 1984. Ein junger Programmierer will aus einem umfangreichen Fantasy-Roman ein Videospiel entwickeln. Schon der Autor des Romans litt angeblich an Wahnvorstellungen. Bald beginnt auch der junge Programmierer, nicht mehr zwischen Realität und Einbildung unterscheiden zu können. 

Hier kannst du dir den Trailer zu "Black Mirror – Bandersnatch" ansehen:



Today

Thailand legalisiert als erstes asiatisches Land (medizinisches) Marihuana
Als "Neujahrsgeschenk"

In asiatischen Ländern gelten mit die strengsten Drogengesetze der Welt. Vor allem das Urlaubsparadies Thailand versteht bei Konsum und Handel mit Drogen keinen Spaß – das gilt auch für Marihuana.

Nun legalisiert Thailand jedoch als erster Staat in Asien den Cannabis-Konsum für medizinische Zwecke.

Das thailändische Parlament, eingesetzt von einem Militärregime, hat bereits am Dienstag einstimmig für die Freigabe gestimmt. Künftig darf Cannabis für Medizin und Forschung genutzt werden. (New York Times)

  • Die Gesetzesänderung sei ein Neujahrsgeschenk an die Bevölkerung, sagte der Abgeordnete Somchai Sawangkan. Das Gesetz bringe Linderung für Menschen mit chronischen Schmerzen. 
  • Die Regierung werde noch bestimmen, wie der Anbau geregelt sei, sagte der stellvertretende Regierungschef Prajin Juntong vor der Abstimmung. 

Im Februar sollen Wahlen stattfinden. Beobachter glauben, das Militärregime nutze die Lockerung der harten Drogengesetze als Wahlgeschenk. 

Für den Privatgebrauch bleibt Marihuana aber weiterhin verboten – der Besitz wird mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft.

Pläne, das zu ändern, gibt es bislang nicht.