Bild: Netflix
Konkret geht es um einen ziemlich eindeutigen Slogan.

Vor kurzem veröffentlichte Netflix den interaktiven Film "Black Mirror – Bandersnatch". Jetzt droht dem Streamingdienst deswegen Ärger, er hat eine Urheberrechtsklage am Hals. 

Der Kläger: Der US-amerikanische Verlag Chooseco, der Kinderbücher und Brettspiele herausgibt. Der Verlag sieht sein Urheberrecht verletzt und fordert mindestens 25 Millionen US-Dollar Schadenersatz. (Washington Post)

Es geht um diesen Satz: "Choose Your Own Adventure", also "Wähle dein eigenes Abenteuer". Unter diesem Namen vertreibt Chooseco Kinderbücher, die Leserinnen und Lesern verschiedene Optionen anbieten, wie eine Geschichte weitergehen soll. Genauso wie der neue "Black Mirror"-Film also. 

Netflix hat den Film nicht mit "Choose Your Own Adventure" beworben, aber Hauptcharakter Stefan bezeichnet ein Buch im Film als "Choose Your Own Adventure-Book". Für Chooseco ist klar, dass dieser Satz bei Zuschauerinnen und Zuschauern zu Verwirrung führt. 

In einer Pressemitteilung des Verlags heißt es, dass die Verwendung der "Choose Your Own Adventure"-Marke in Zusammenhang mit "expliziten Gewaltdarstellungen" die eigenen Buchverkäufe massiv gefährde. 

Hat Netflix den Satz unbedacht verwendet? Wohl eher nicht!

Denn laut "Washington Post" hat der Streamingdienst schon 2016 versucht, ihn für die Verwendung in Filmen zu lizensieren. Die Verhandlungen scheiterten aber. 

Chooseco wehrt sich nicht zum ersten Mal gegen die Verwendung der "Adventure"-Phrase. 2007 verklagte der Verlag den Autokonzern Chrysler, der den Satz in einer Werbung benutzte. Damals einigten sich beide Parteien außergerichtlich. (Hollywood Reporter)


Streaming

Marie Kondo soll aus meiner Sockenschublade abhauen
Alle räumen gerade mit Marie Kondo auf – aber ich nicht mehr.

Gleichmäßig gefaltete Socken, perfekt geordneter Papierkram, nach Farbe sortierte Unterhosen: Die Sendung "Aufräumen mit Marie Kondo" auf Netflix zieht selbst Menschen ohne Zwangsneurose und "Schöner Wohnen"-Abo in ihren Bann. Seit ihrem Erscheinen am 1. Januar sind die sozialen Medien voller Vorher-Nachher-Bilder diverser Kleiderschränke, Garagen und Küchenschubladen. Es scheint: Alle misten jetzt ihre Wohnungen aus, schmeißen weg, was in ihnen – wie die japanische Ordnungsexpertin sagt – keine "Glücksgefühle auslöst", und zeigen Bilder ihres wunderbar sortierten Lebens.