Bild: Netflix
Es ist wirklich sehr absurd.

Auf Netflix gibt es derzeit den extrem verwirrenden Film. "Black Mirror – Bandersnatch" ist interaktiver, die Zuschauerin oder der Zuschauer muss für den Protagonisten Eintscheidungen treffen

Die Folgen von "Black Mirror" sind sowieso schon anstrengend dystopisch. Nun wird auch noch die Handlung verwirrend. Denn was dem Hauptdarsteller passiert oder nicht passiert orientiert sich daran, wie die Handlungslenker vor dem Bildschirm zwischendurch entscheiden.

Es wird die Geschichte von Stefan erzählt, einem jungen Programmierer im Jahr 1984, der einen Roman als Videospiel herausgeben möchte. Schon der Roman "Bandersnatch", der seinem Videospiel als Vorlage dient, lebt davon, dass der Leser verschiedene Entscheidungen treffen kann. Das Spiel soll genauso funktionieren. Und der Film – nun ja – funktioniert genauso.

Insgesamt soll es zwölf Auflösungen der Geschichte geben – je nachdem, wie Stefan zwischendurch dirigiert wird.

Die ersten Entscheidungsmöglichkeiten drehen sich um die Auswahl des Frühstücks und der Musik, die Stefan auf dem Weg in die Stadt hört. Beides völlig irrelevant für den weiteren Verlauf der Story. Doch schon Entscheidung Nummer drei kann zu einem vorzeitigen Ende führen.

Doch nun haben besonders nerdige Fans herausgefunden: Es gibt noch ein geheimes Ende nach dem Ende.

Achtung, Spoiler!

Wenn du diese Serie oder den Film noch nicht gesehen hast – und das noch tun willst, ohne ihren Inhalt zu kennen: Stopp!

Nein, wir meinen nicht den Zeitsprung zur Netflix-Redakteurin, der eine Variante des Films bildet. Wir meinen den seltsamen Soundcode, der zu hören ist, als Stefan Bus plötzlich wieder Bus fährt.

  • In einer Variante wird der Film wieder auf Anfang gesetzt. Stefan sitzt im Bus. Aber er entscheidet sich nicht für eine der beiden Musikkasetten – stattdessen sind seltsame Geräusche zu hören.
  • Fans haben diese Geräusche durch einen ZX Spectrum Emulator gejagt. Weil auch Stefan im Film auf einem ZX Computer programmiert. Heraus kamen Datengeräusche, die einen Quellcode ergeben:
  • Dieser Code führt auf eine Homepage. Pardon, auf die Homepage: nämlich die von Tuckersoft. Das ist die Spielefirma, für die Stefan "Bandersnatch" entwickeln will.

Die Homepage sieht aus wie eine in der Zeit stehen gebliebene Seite. Es gibt Spiele im Angebot, "Bandersnatch" selbst führt manchmal einfach nur auf die Netflix-Seite – andere Male ist das Spiel leider "gestrichen". Die Sache ist so mysteriös wie die ganze Serie.

Ein anderes Spiel kannst du allerdings herunterladen: "Nohzdyve", das Spiel das Colin zu Anfang des Films entwickelt. 

Hier ist der Direktlink, und hier der Emulator, mit dem du das Uralt-Spiel zum Laufen bringst. Doch Tuckersoft warnt dich: 

„Vorsicht, du könntest süchtig danach werden, deinen Score zu verbessern.“

Das ist übrigens der Pfad, falls du in "Black Mirror: Bandersnatch" von selbst bis zu den seltsamen Geräuschen am Ende finden willst:

Die US-Seite "The Wrap" hat ihn herausgefunden:

  1. Sugar Puffs
  2. Thompson Twins
  3. Annehmen
  4. Annehmen
  5. Zurück
  6. Refuse
  7. Ja
  8. Nein
  9. Das Bermuda Dreieck
  10. Dad anschreien
  11. Zu Dr. Haynes gehen
  12. Am Ohrläppchen ziehen
  13. Nehmen
  14. Colin folgen
  15. Ja
  16. Stefan
  17. Zurück
  18. Colin
  19. Ins Klo spülen
  20. Auf den Tisch hauen
  21. Das Buch nehmen
  22. PAC
  23. Tee über den Computer kippen
  24. P.A.C.S.
  25. 20541
  26. Wer ist da?
  27. Netflix
  28. Versuche, zu erklären
  29. Mehr erzählen
  30. Fuck Yeah
  31. Bekämpfe sie
  32. Tritt ihm in die Eier
  33. Wer ist da?
  34. Weißer-Bär-Symbol
  35. Körper zerhacken
  36. Computer zerstören
  37. Kaninchen von Dad holen
  38. PAX
  39. Weißer-Bär-Symbol
  40. Körper zerhacken
  41. Computer zerstören
  42. Kaninchen von Dad holen
  43. TOY
  44. Ja

Trip

Eine Frau hat einen Schal gestrickt, der alle Zug-Verspätungen eines Jahres zeigt
Er hält dich warm, wenn die Deutsche Bahn es nicht tut.

Wer regelmäßig auf verspätete Züge warten muss, der weiß, dass einem irgendwann die Zeitvertreibe ausgehen. Was tun, wenn man nichts zu Lesen dabei hat, bis ans Ende des Insta-Feeds gelangt ist und schon genug gesnackt hat, um davon drei Monate zu zehren? Hm, vielleicht stricken. Oder den Frust auf Twitter rauslassen. In der folgenden Geschichte passiert beides.

Die Münchnerin Sara Weber hat gerade ein Bild auf Twitter gepostet, das offenbar auf den Punkt bringt, was viele fühlen. Auf den ersten Blick ist es einfach nur ein Schal, doch er steht für Frust.

Was ist das für ein Schal?

Den Schal hat Saras Mutter gestrickt. Diese pendelt täglich aus dem Münchner Umland in die Stadt – eine Fahrt die nach Saras Aussage normalerweise pro Strecke etwa 40 Minuten dauert. An vielen Tagen war die Mutter allerdings deutlich länger unterwegs, weil ihre Züge Verspätung hatten.

Also machte sie ein Experiment und strickte 2018 für jeden Arbeitstag zwei Reihen des Schals, in wechselnden Farben: grau, wenn die Züge pünktlich waren oder maximal fünf Minuten verspätet kamen, rosa bei fünf bis 30 Minuten Verspätung, rot bei Verspätung auf beiden Fahrten oder auf einer Strecke mehr als 30 Minuten.