Bild: Jalal Hosseini

Es regnet, stürmt, ist nur zwischenzeitlich mal warm, dann wieder Niesel: Der April ist der beste Monat, um kurz bevor es richtig schön wird noch mal ein paar Abende zu Hause zu bleiben. Und etwas gibt uns auch allen Grund dazu – brandneue Serien nämlich, lang erwartete Folgen und besondere Fortsetzungen.


Das sind die Serien, die du dir im April unbedingt anschauen musst:
Homeland (Staffel 5)

In "Homeland" kämpft Claire Danes als CIA-Agentin Carrie Mathison seit Jahren gegen den Terrorismus. Im April startet die fünfte Staffel des erfolgreichen Agenten-Thrillers.

Und die könnte gerade für deutsche Serienjunkies besonders interessant sein: Sie spielt zu großen Teilen in Berlin, wo Carrie nach den turbulenten Abenteuern der letzten Jahre für eine Stiftung arbeitet. Die Vergangenheit holt sie jedoch auch hier schneller ein, als ihr lieb ist.

  • Ab 3. April bei Amazon Prime.
Better Call Saul (Staffel 3)

Das "Breaking Bad"-Prequel ist ein Spin-Off, wie man es leider nicht all zu oft erlebt: Es funktioniert als Ergänzung zum Serien-Hit um Drogenbaron Walter White, bringt aber auch ausreichend Kreativität, Charme und Stil ein, um für sich allein stehen zu können.

Das Drama um Rechtsverdreher Jimmy McGill (Bob Odenkirk) geht dieses Jahr in die dritte Runde und erfüllt der treuen Fan-Gemeinde ganz nebenbei einen lang gehegten Wunsch: "Breaking Bad"-Schurke Gus Fring (Giancarlo Esposito) kehrt zurück. Und laut Odenkirk wird Gus nicht der einzige alte Bekannte sein, auf den wir uns freuen dürfen.

  • Ab 11. April bei Netflix, dann wöchentlich eine neue Folge.
The Son

30 Jahre ist es her, dass Pierce Brosnan in der Erfolgsserie "Remington Steele" im Fernsehen zu sehen war. Nun kehrt der Ex-007 als (Anti-)Held einer neuen Serie zurück. In dem Western-Drama "The Son" spielt er Eli McCullough, den "ersten Sohn von Texas", der im 19. Jahrhundert ein Öl-Imperium errichtet. Und dabei kennt er keine Skrupel.

  • Ab 14. April bei TNT. Die erste Staffel umfasst zehn einstündige Episoden.
Downton Abbey (Staffel 6)

Die detailverliebte Historien-Romanze "Downton Abbey" gehört zu den britischen Serien-Highlights der letzten Jahre. Seit 2010 verfolgt ein internationales Publikum das Schicksal der adligen Familie Crawley und ihrer Angestellten. Mit der sechsten Staffel findet der Serienerfolg nun sein Ende.

  • Ab 16. April bei Amazon Prime.
Girlboss

Die Dramedy "Girlboss" erzählt die wahre Geschichte von Power-Frau Sophie Amoruso (Britt Roberston), die es innerhalb weniger Jahre schaffte, aus ihrem eBay-Shop eine millionenschwere Modemarke zu machen.

Schon in jungen Jahren der eigene Chef zu sein, das ist allerdings nicht immer so cool und einfach, wie Sophie sich das vorgestellt hatte.

Die echte Sophie fungiert übrigens neben Charlize Theron und Kay Cannon auch als Produzentin der Serie. Das verspricht jede Menge Frauen-Power.

  • Ab 21. April mit 13 Folgen bei Netflix.
Fargo (Staffel 3)

Die schwarzhumorige Krimi-Anthologie auf Basis des Films von Joel und Ethan Coen bleibt sehenswert. Auch die dritte Staffel ist wieder mal hochkarätig besetzt: Diesmal ist Ewan McGregor in einer Doppelrolle mit an Bord. Der spielt die Brüder Emmit und Ray Stussy, deren Geschwisterivalität in einem Mord endet.

  • Ab 21. April bei Netflix. Die Staffel beinhaltet zehn einstündige Folgen, die wöchentlich erscheinen.
You, Me and the Apocalypse

Ein Komet rast auf die Erde – und bevor das sichere Ende kommt, haben die Protagonisten in der britischen Dramedy noch einiges zu klären: Brite Jamie (Mathew Baynton) will seine verschwundene Ehefrau Layla (Karla Crome) wiederfinden und seine biologische Mutter aufstöbern.

Rhonda (Jenna Fischer) sitzt in New Mexico unschuldig im Gefängnis. Und im Vatikan bereiten Vater Jude (Rob Lowe) und Schwester Celine (Gaia Scodellaro) sich auf die Wiederkunft Christi vor. Dass all diese Charaktere am Ende der Serie irgendwie zusammenkommen werden, verrät "You, Me and the Apocalypse" gleich zu Anfang.

  • Ab 28. April in zehn Folgen bei Sky 1.
Dear White People

Bei dieser satirischen Comedy-Serie handelt es sich um eine Adaption des gleichnamigen Indie-Films aus dem Jahr 2014. Im Fokus steht eine ethnisch diverse Gruppe von Studenten, die am elitären Winchester-College mit Alltagsrassismus zu kämpfen haben.

Justin Simien, der bereits für die Filmvorlage zeichnete, unterfüttert auch die Netflix-Serie mit einem analytischen Blick und messerscharfem Humor.

  • Ab 28. April zehn 30-minütige Folgen bei Netflix.

Queer

In Tschetschenien wurden offenbar Hunderte schwule Männer verschleppt

Homosexuelle müssen um ihr Leben fürchten: In der autonomen Republik Tschetschenien im Süden Russlands ist es Medienberichten zufolge zu Massenverschleppungen gekommen. (Novaya Gazeta, russisch) Über hundert Männer seien verschwunden, "in Zusammenhang mit ihrer nichttraditionellen sexuellen Orientierung". Diese Formulierung wird in Russland oft für Homosexualität verwendet, deren Existenz meist von offizieller Seite verleugnet wird.

Unter den Entführten seien auch prominente Mitglieder der tschetschenischen Öffentlichkeit, zum Beispiel zwei Fernsehmoderatoren. Drei Männer sollen bei der Verhaftungswelle gestorben sein, manche seien vor der Polizei geflohen und untergetaucht. (Süddeutsche)

Regierungssprecher Alvi Karimov bezeichnete die Berichte als "Lüge" und „einen Versuch, die Republik Tschetschenien zu diskreditieren.“ Man könne keine Menschen verhaften und töten, die nicht existierten. (Interfax, russisch)