Welchen Kino-Neustart sollte man auf keinen Fall verpassen und welchen kann man sich getrost sparen? Unser Kinostart der Woche, der sich wirklich lohnt.

Du willst es vielleicht nicht glauben, aber der attraktivste Neustart in dieser Woche ist tatsächlich "Baywatch". Mitch Buchannon (Dwayne Johnson) und Matt Brody (Zac Efron) machen ab Donnerstag den Strand von Malibu (un-)sicher, indem sie auf Jetskis oder pinken Mofas Verbrechern hinterherjagen. Eigentlich gehören die beiden muskelbepackten Draufgänger zur Rettungsschwimmer-Truppe "Baywatch", dehnen ihre Jobbeschreibung aber gerne ein bisschen aus, wenn sie dabei ein ums andere Mal ausfechten können, wer von beiden der Größte ist, beziehungsweise, um es im Stil von Dwayne Johnson zu sagen, wessen Eier Recht haben.

"Baywatch" ist die groß angekündigte Sommerkomödie des Jahres und will die gleichnamige Kultserie der 1990er ins 21. Jahrhundert befördern. Dementsprechend werden männlichen Helden von einer Reihe weiblicher Badenixen (Alexandra DaddarioKelly Rohrbach) begleitet und Jon Bass spielt das lustige "Moppelchen" Ronnie. Warum freuen sich alle so auf diesen Film? Es gibt ein paar einfache Antworten: Kult, Kult und nochmals Kult.

Serienkult: Die große Fußstapfen von "Baywatch"

Wer erinnert sich nicht an die komplexen Handlungsstränge und tiefgründigen Charaktere der Serie "Baywatch"? Tiefgründig war dort vor allem der Ausschnitt von Pamela Andersons Badeanzug und komplex die Slow Motion-Bewegung der Kamera, um eben diesen Badeanzug in Szene zu setzen. Dennoch hat "Baywatch" die 1990er so gravierend geprägt, dass die Serie sogar in Friends thematisiert wird.

Joey und Chandler aus "Friends" lieben "Baywatch" und verpassen keine einzige Folge - wegen den in Slow-Motion gefilmten Lauf-Szenen von Pamela Anderson und Co.

Worum es in der Serie mit den Rettungsschwimmern nun genau geht, ist also nicht so wichtig. Die "Schaulust" steht im Vordergrund - und die hat schon Sigmund Freud als elementaren Wesenszug des Menschen charakterisiert.

Körperkult: Baywatch vs. Instagram

Aus heutiger Sicht gilt die Kameraführung in "Baywatch" als sexistisch, doch sehr viel weiterentwickelt haben wir uns seit dem nicht. Böse Zungen fragen:

Die Antwort ist, ja: Immer noch verheizen wir jedes Jahr junge Mädchen als Germany’s Next Topmodel und folgen Fitness-Frauen auf Instagram, die sich in weit knapperen Outfits präsentieren als einem roten Badeanzug. Reagieren Gegner vielleicht deshalb so heftig auf "Baywatch", weil sie sich von dem Film in ihrer eigenen Schaulust ertappt fühlen?

Die Rettungsschwimmer propagieren auch kein anderes Schönheitsideal als so mancher Marvel-Film oder diverse romantische Komödien.

Deshalb nun zum eigentlichen Grund, "Baywatch" zu schauen.

Sommerkult: Spaß und Unterhaltung auf der Kinoleinwand

Im Sommer konkurriert das Kino mit Freibad und Festivals - und das geht am besten mit einer witzigen Sommerkomödie. "Baywatch" lebt von dem Prinzip "The Rock teilt aus, Zac Efron steckt ein" und das ist schon irgendwie witzig.

Dwayne Johnson (als Mitch Buchannon): "Warum klingen deine Eier wie dreijährige Mädchen?"

"Baywatch" liefert das, was Kinobesucher im Sommer wollen: Unterhaltung, nackte Haut und jede Menge Party. Ob du den Cast jetzt heiß findest, oder lediglich Spaß daran hast, wenn Zac Efron eins auf die 12 kriegt, bleibt dir natürlich selbst überlassen.

Fans sehnen den Start schon lange herbei:

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Hanson sind zurück – mit ihren elf Kindern
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Es ist eine dieser Nachrichten, bei denen man nostalgisch wird. Oder sich erschrickt: Die Band Hanson gibt es schon seit 25 Jahren.

Ihr Lied "MMMbop" lief in Dauerschleife auf unseren CD-Playern. Kannst du es auch noch immer mitsingen? "Mmmbop, ba du ba dop wop" ...oder so ähnlich.