Bild: Reuters/Steve Marcus
Hier bekommst du einen Überblick

Ob Netflix, Amazon Video oder maxdome – Streaming-Anbieter gibt es in Deutschland mittlerweile viele. Aber wo kommen Serienjunkies, Trendsetter und Indie-Filmeliebhaber wirklich auf ihre Kosten? Der Überblick.

(Bild: Screenshot/amazon.de)
Für Sparfüchse: Amazon Prime Video
  • Kosten: Das Jahresabo kostet 69 Euro (umgerechnet 5,75 Euro pro Monat), das Monatsabo 7,99 Euro. Es gibt auch ein Angebot für Studenten: Das erste Jahr ist Amazon Prime Video kostenlos, danach zahlen sie vier Jahre lang nur die Hälfte.
  • Kündigungsfrist: monatlich
  • Angebot: Amazon Prime Video bietet das umfangreichste Angebot an Serien und Filmen. Aktuelle Blockbuster und Serien sind aber nicht im Abo enthalten, sondern per Einzelabruf verfügbar. 
  • Technik: Amazon Prime Video ist im Offline-Modus verfügbar. Zudem werden die Videos in UHD-Qualität angeboten.
  • Highlights: Eigene Serienproduktionen – die Amazon Originals: Goliath, Mozart in the Jungle, Hand of God, Transparent, The Man in the High Castle, Red Oaks, The Grand Tour, You Are Wanted
(Bild: dpa / Rolf Vennenbernd)
Für Trendsetter: Netflix
  • Kosten: Das Monatsabo gibt es ab 7,99 Euro (Basis). Darüber hinaus gibt es mit Standard (10,99 Euro) und Premium (rund 13,99 Euro) zwei weitere Modelle. 
  • Kündigungsfrist: monatlich
  • Angebot: Mit 2100 Filmen und 700 Serien bietet Netflix in Deutschland ein recht überschaubares Angebot. Und setzt mehr auf die – mittlerweile sehr erfolgreichen – Eigenproduktionen.   
  • Technik: Netflix bietet einen Offline-Modus an. Die Qualität der Videos richtet sich nach dem Abo-Modell: Im Basis-Abo gibt es die Videos in SD-Qualität, Standard in HD und Premium in Ultra-HD.
  • Highlights: Eigene Serienproduktionen – die Netflix Originals: House of Cards, Orange is the New Black,   Stranger Things, Tote Mädchen lügen nicht, neue Folgen der Gilmore Girls, Marvel’s Daredevil, Sense8, Narcos
(Bild: Screenshot/maxdome.de)
Für Fans deutscher Produktionen: maxdome
  • Kosten: Das Monatsabo kostet 7,99 Euro. Filme und Serien sind aber auch im Einzelabruf verfügbar.
  • Kündigungsfrist: Schwierig. Spätestens 14 Tage vor Ablauf des Vertragsmonats muss die Kündigung eingehen. Ansonsten verlängert sich das Abo automatisch. Weiterer Haken: Bei maxdome reicht leider kein einfacher Klick – der Dienst muss persönlich gekündigt werden. Über Post, Mail, Telefon oder LiveChat. 
  • Angebot: maxdome gehört zu ProSieben/Sat.1 – folglich gibt es dort auch viele Produktionen der jeweiligen Sender. Der Streaming-Anbieter wagt sich aber auch in die Welt der Eigenproduktionen vor: mit "Jerks" hat maxdome eine Comedy-Serie mit Christian Ulmen und Fahri Yardim.
  • Technik: Das größte Manko des Dienstes ist die Bildqualität. Im Gegensatz zu den Mitbewerbern bietet maxdome maximal HD-Qualität (720p). Immerhin: Die Videos können im Offline-Modus gesehen werden.
  • Highlights: Sind weniger die Serien und Filme, sondern die sogenannten "maxperten". Dahinter verbirgt sich eine Redaktion, die eigene Empfehlungen abgibt.
(Bild: Screenshot/Sky Ticket)
Für Kinoliebhaber und Sportfans: Sky Ticket
  • Kosten: Bei Sky Ticket muss sich der Nutzer vorab entscheiden, welches Angebot er abonnieren möchte. Drei Modelle stehen zur Wahl: Entertainment (9,99 Euro), Cinema (14,99 Euro) und Supersport (30 Euro, Tages- und Wochentickets sind jedoch buchbar).
  • Kündigungsfrist: Über einen Button können Nutzer bequem jederzeit das Abo kündigen. Allerdings: Erst nach zwei Monaten, denn Sky verlangt eine Mindestvertragslaufzeit von acht Wochen.
  • Angebot: Bei Sky Ticket kommen Blockbuster- und Sportfans voll auf ihre Kosten. Schneller als bei anderen Mitbewerbern können hier zum Beispiel Filme aus dem aktuellen Kinojahr gesehen werden. Und mit dem Sportpaket gibt es zum Beispiel die Fußball-Bundesliga im Stream.
  • Technik: Wie bei maxdome können die Videos maximal in HD angesehen werden. Außerdem gibt es bei Sky Ticket keinen Offline-Modus.
  • Highlights: Aktuelle Filme, die noch bei keinem anderen Anbieter laufen – Fifty Shades of Grey 2: Gefährliche Liebe, T2 Trainspotting, The Great Wall, Passengers, Rogue One: A Star Wars Story, Warcraft: The Beginning, Vaiana
(Bild: Screenshot/iTunes)
Für Apple-Jünger: iTunes Video

Du besitzt kein Apple-Gerät? Dann kannst du direkt zum nächsten Absatz über Pantaflix springen.

  • Kosten: Anders als bei der Konkurrenz gibt es bei iTunes Video kein Monats- oder Jahresabo. Die Filme oder Serien werden einzeln abgebucht. Es gibt Sonderangebote mit Film-Leihen für 99 Cent, ansonsten variieren die Preise zwischen 4 bis 5 Euro für Filme im Verleih und 14 Euro im Kauf.
  • Kündigungsfrist: Entfällt, da es keine Grundgebühr gibt.
  • Angebot: Die Auswahl an Serien und Filmen ist riesig. Es gibt aktuellere Blockbuster wie "Wonder Woman", das Angebot an Filmen aus dem Bereich "Trash" und Klassikern wie "Das fünfte Element" überwiegt aber. 
  • Technik: iTunes ist leider nur auf Apple-Geräten verfügbar und somit nicht für jeden Nutzer zugänglich. In Sachen Bildqualität steht der Dienst seinen Konkurrenten aber in nichts nach und liefert Filme in HD-Qualität.
  • Highlights: Noch gibt es bei Apples iTunes keine Eigenproduktionen. Mit einem Ableger von „Carpool Karaoke“ oder dem Mini-Film „The Rock + Siri“ mit Dwayne "The Rock" Johnson steht der Konzern aber bereits mit eigenen Ablegern in den Startlöchern – nach Angaben des "Wall Street Journal" will Apple für Fernsehproduktionen rund eine Milliarde Dollar ausgeben.
(Bild: Screenshot/Pantaflix.de)
Für Indiefilmliebhaber: Pantaflix
  • Kosten: Bei Pantaflix handelt es sich um einen ziemlichen Neuling auf dem Streaming-Markt, der auch einen neuen Weg bei den Erlösen einschlägt. Hier bewerten nämlich die Produzenten selbst, wie viel ihr Film oder ihre Serie kosten soll. In der Regel liegen die Preise zwischen ein bis drei Euro. Und Achtung: Wer keine Kreditkarte besitzt, kann den Dienst aktuell nicht nutzen. Pantaflix arbeite aber nach eigenen Angaben an der Einführung von PayPal als Bezahlsystem.
  • Kündigungsfrist: Wie bei iTunes entfällt hier eine Kündigungsfrist, da Filme/Serien erst bei Abruf bezahlt werden.
  • Angebot: Blockbuster oder eine große Auswahl an Filmen/Serien sucht man hier vergebens, so befinden sich aktuell nur knapp 1500 Filme im Portfolio. Zum Vergleich: Amazon bietet über 10.000 Titel. Vielmehr wolle Pantaflix nach eigenen Angaben die deutsche Plattform für Independent-, Arthouse- und ausländische Filme werden.
  • Technik: Die Bild-Qualität der Filme hängt von der Entscheidung des Produzenten ab. Das ist der Grund, weshalb es Filme sowohl in SD-, als auch in HD und Full-HD gibt.   
  • Highlights: Filme, abseits des Mainstreams! Wer Orientierung im Angebot sucht, hält sich am besten an die "Collections", die Filme in Kategorien einteilen.

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So kannst du anonym Instagram-Stories angucken

Seien wir ehrlich: Wir waren alle schon einmal auf einem Instagram-Profil, auf dem wir eigentlich nichts zu suchen hatten. Schließlich muss man sich ja informieren, was der Ex-Freund so macht oder wie es seiner neuen Freundin so geht. Das funktioniert wunderbar, solange man sich nur durch den Fotostream scrollt und dabei gut aufpasst, dass man nicht aus Versehen bei einem Bild auf das Herz tippt. Schon gar nicht bei Bildern aus dem Jahr 2015.